Mietpreise, Deutschland

Mietpreise in Deutschland steigen weiter kräftig an

02.02.2026 - 00:11:12

Die Mieten für Neuverträge in Deutschland sind im Schnitt um 4,1 Prozent gestiegen, besonders in Großstädten wie Köln. Experten sehen aufgrund von Angebotsknappheit keine schnelle Entspannung.

Die Neuvertragsmieten in Deutschland sind zuletzt um durchschnittlich 4,1 Prozent gestiegen. Das zeigt ein aktueller Bericht des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Besonders stark zogen die Mieten in Großstädten wie Köln, Leipzig und Hamburg an. Für Mieter bedeutet das eine weitere finanzielle Belastung.

Experten sehen keine schnelle Entspannung. Der Grund: Die Nachfrage nach Wohnungen in den Städten ist nach wie vor hoch, doch der Neubau kommt nicht hinterher. Hohe Baukosten und gestiegene Finanzierungszinsen bremsen viele Projekte aus.

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Köln, Leipzig, Hamburg: Die Miet-Hotspots

Die IW-Daten zeigen deutliche regionale Unterschiede. An der Spitze der Metropolen liegt Köln mit einem Plus von 7,6 Prozent für Neuverträge im vierten Quartal 2025. Es folgen:
* Leipzig mit +5,9 Prozent
* Hamburg mit +5,4 Prozent

Auch in Berlin, Frankfurt und Düsseldorf stiegen die Mieten deutlich. Der Trend beschränkt sich nicht auf die Top-Standorte: Großstädte außerhalb der sieben größten Metropolen verzeichneten im Schnitt ein Plus von 4,5 Prozent.

Mieten und Kaufpreise driften auseinander

Während die Mieten stark anziehen, hat sich der Kaufmarkt stabilisiert. Die Preise für Eigentumswohnungen stiegen 2025 um 3,8 Prozent, für Häuser um 2,8 Prozent. Die Kluft wird größer.

Für viele Haushalte ist der Immobilienkauf aufgrund der Finanzierungskosten keine Option mehr. Sie drängen stattdessen auf den Mietmarkt – und treiben die Preise dort weiter in die Höhe. IW-Experten bezeichnen den Mietmarkt als das „Sorgenkind“ der Branche.

Soziale Folgen und kein Ende in Sicht

Die Konsequenzen sind weitreichend. Die Mieten stiegen fast doppelt so stark wie die allgemeine Inflation (2,2 Prozent in 2025). Das frisst die Kaufkraft vieler Haushalte auf und verschärft den Druck auf Gering- und Normalverdiener in den Städten.

Branchenkenner erwarten für 2026 keine grundlegende Wende. Die Probleme – zu wenig Angebot, zu hohe Nachfrage – bleiben bestehen. Ohne einen kräftigen Schub im Wohnungsbau, besonders im bezahlbaren Segment, wird der Mietdruck hoch bleiben. Die Debatte über Mietpreisbremsen und sozialen Wohnungsbau dürfte weiter an Fahrt gewinnen.

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