Microsofts, BYOAI-Framework

Microsofts BYOAI-Framework: Privater KI-Einsatz wird sicher

19.01.2026 - 20:44:12

Microsoft führt mit 'Secure BYOAI' einen kontrollierten Kanal für private KI-Assistenten ein, um Sicherheitsrisiken durch 'Schatten-KI' zu beseitigen und Compliance zu wahren.

Microsoft will die heimliche Nutzung von KI-Tools am Arbeitsplatz beenden. Mit dem neuen „Secure BYOAI“-Framework können Mitarbeiter ihren privaten Copilot auf Firmendaten anwenden – sicher eingebettet in die Unternehmens-IT.

Düsseldorf, 19. Januar 2026 – Der Software-Riese reagiert damit auf ein massives Sicherheitsproblem: Studien wie der eigene Work Trend Index zeigen, dass bis zu 78 Prozent der Mitarbeiter bereits nicht genehmigte, externe KI-Tools nutzen. Diese „Schatten-KI“ gefährdet sensible Unternehmensdaten. Microsofts Lösung: Statt Verbote auszusprechen, schafft das Unternehmen einen legalen und kontrollierten Kanal für die private KI-Nutzung.

Ende der „Schatten-KI“ im Unternehmen

Die unkontrollierte Nutzung externer KI-Assistenten gilt als eines der größten Sicherheitsrisiken für Unternehmen. Immer wieder gelangen vertrauliche Informationen unbeabsichtigt in öffentliche KI-Modelle. Microsofts Framework zielt darauf ab, diesen Wildwuchs zu stoppen. Es bietet eine sichere Alternative, die die Produktivität der Mitarbeiter fördert, ohne Compliance-Standards wie die DSGVO zu gefährden.

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So funktioniert die sichere private Nutzung

Das Prinzip ist einfach, aber wirkungsvoll: Ein Mitarbeiter mit privatem Microsoft 365-Abonnement kann dessen Copilot-Funktionen in Word, Excel oder PowerPoint auch für Firmendokumente nutzen. Der entscheidende Clou: Alle Verarbeitungsprozesse laufen ausschließlich in der geschützten Cloud-Umgebung des Arbeitgebers ab. Der persönliche KI-Assistent erhält dabei nur Zugriff auf Daten, für die der Nutzer ohnehin berechtigt ist. Es entsteht kein Datenleck nach außen.

Volle Kontrolle für die IT-Abteilung

Die Hoheit über das System behält die Unternehmens-IT. Administratoren können die „Bring Your Own Copilot“-Funktion über Cloud-Richtlinien für die gesamte Firma, bestimmte Abteilungen oder einzelne Mitarbeiter freischalten oder sperren. Jede Aktion des privaten KI-Assistenten auf Firmendaten ist zudem vollständig protokollierbar und nachvollziehbar. Dies gewährleistet die notwendige Transparenz.

Compliance durch Microsoft Purview

Eine zentrale Rolle spielt die Integration in Microsoft Purview, die Governance-Lösung des Konzerns. Sie stellt sicher, dass alle bestehenden Unternehmensrichtlinien auch bei der privaten KI-Nutzung greifen. Ein als „Vertraulich“ klassifiziertes Dokument wird von Copilot entsprechend behandelt. Auch Aufbewahrungs- und Löschrichtlinien bleiben in Kraft. So bleibt die Datensouveränität des Unternehmens gewahrt.

Paradigmenwechsel: Von Verbot zu kontrollierter Ermöglichung

Die Strategie markiert einen Wandel im Umgang mit KI am Arbeitsplatz. Anstatt auf blockierende Verbote zu setzen, die oft umgangen werden, schafft Microsoft einen offiziell unterstützten Weg. Dieser Ansatz erkennt die reale Nachfrage der Belegschaft an und kanalisiert sie in sichere Bahnen. Für IT-Verantwortliche könnte sich dies zum neuen Standard im Management von KI-Anwendungen entwickeln. Microsoft festigt damit seine Position als zentrale, vertrauenswürdige Plattform für die Arbeitswelt der Zukunft.

@ boerse-global.de