Microsoft, Teams

Microsoft Teams: Zwei neue Störungen behindern die virtuelle Zusammenarbeit

29.01.2026 - 00:21:12

Wichtige Kollaborationsfunktionen von Microsoft Teams sind aktuell von zwei Softwarefehlern betroffen. Ein Bug lässt einen roten Bildschirmrahmen nach Präsentationen stehen, ein anderer blockiert den Zugriff auf Besprechungsnotizen. Für Millionen Nutzer weltweit bedeutet das Verwirrung und Produktivitätseinbußen.

Die Probleme sind seit Ende Januar bekannt und von Microsoft in seinen Service-Statusmeldungen bestätigt. Nutzer berichten, dass der rote Rahmen, der normalerweise den geteilten Bildschirm markiert, nach Beenden der Freigabe nicht mehr verschwindet. Das kann Präsentatoren verunsichern und Meetings unterbrechen. Ein zweiter Fehler verwehrt Teilnehmern den Zugriff auf Notizen, die nach der Erstellung eines Meetings hinzugefügt werden – nur der Verfasser kann sie sehen.

Der Bug mit dem roten Rahmen trifft eine Kernfunktion für Präsentationen. Der Rahmen soll dem Sprecher anzeigen, was die Teilnehmer gerade sehen. Bleibt er nach der Freigabe stehen, entsteht der Eindruck, man teile weiterhin den Bildschirm – obwohl das nicht der Fall ist.

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Für viele Nutzer ist das Problem nicht neu. In Support-Foren tauchen Varianten dieses „hängenden Rahmens“ schon seit Jahren auf. Die aktuelle, sporadisch auftretende Version macht es besonders schwer, sie zu antizipieren oder zu verhindern. Ein scheinbar kleines Interface-Problem kann so den reibungslosen Ablauf virtueller Besprechungen empfindlich stören.

Blockierte Notizen: Ein Schlag gegen die Teamarbeit

Schwerwiegender ist der Fehler bei den Meeting Notes. Wenn Notizen nachträglich zu einer Besprechung hinzugefügt werden, erhalten andere Teilnehmer oft keine Berechtigung, sie zu lesen. Das untergräbt eine zentrale Kollaborationsfunktion.

Teams können so keine gemeinsamen Protokolle führen, Aufgaben nicht zuverlässig tracken und Diskussionen nicht dokumentieren. Besonders betroffen sind regelmäßige Meetings, bei denen Tagesordnung und Notizen dynamisch ergänzt werden. Bereits 2025 gab es ähnliche Zugriffsprobleme bei langlaufenden Serienbesprechungen, was auf anhaltende Schwierigkeiten mit den Berechtigungsstrukturen in Teams hindeutet.

Ein Muster mangelnder Stabilität?

Die neuen Teams-Probleme kommen in einer turbulenten Phase für Microsoft. Erst am 22. Januar legte ein größerer Ausfall bei Microsoft 365 zeitweise auch Teams, Outlook und SharePoint lahm. Zudem kämpfte der Konzern im Januar mit Folgen seiner monatlichen Windows-Sicherheitsupdates.

Zwei Notfall-Patches musste Microsoft ausrollen, um schwerwiegende Fehler zu beheben, die Anwendungsabstürze und sogar Systemstartprobleme verursachten. Am 26. Januar folgte eine Sicherheitswarnung für eine aktiv ausgenutzte Schwachstelle in Microsoft Office.

Analyse: Kleine Fehler, große Wirkung

Die aktuellen Teams-Fehler sind zwar kein Totalausfall, beeinträchtigen aber die tägliche Produktivität erheblich. Für die globale Belegschaft im Homeoffice ist eine zuverlässige Kollaborationsplattform essenziell. Interface-Bugs wie der rote Rahmen untergraben das Nutzervertrauen.

Der blockierte Zugang zu Notizen zwingt Teams zu umständlichen Workarounds außerhalb der Plattform. Für Microsofts Unternehmenskunden stellen sich Fragen zur Qualitätssicherung: Wie gründlich werden Updates getestet, bevor sie für Kerndienste wie Windows, Office und Teams ausgespielt werden? Die Stabilität dieses Ökosystems ist für viele Firmen eine Grundvoraussetzung ihrer Digitalstrategie.

Was Nutzer jetzt tun können

Microsoft untersucht beide Probleme, hat aber noch keinen Zeitplan für eine dauerhafte Lösung bekannt gegeben. Als erste Troubleshooting-Schritte empfehlen IT-Experten oft, den Cache der Teams-Desktop-App zu leeren. Das erzwingt einen Neudownload der Daten vom Server und kann lokale Probleme beheben.

Alternativ kann der Zugriff über den Web-Browser getestet werden, um zu prüfen, ob der Fehler client-spezifisch ist. Betroffene Nutzer und Administratoren sollten die offiziellen Service-Kanäle von Microsoft im Auge behalten, um über Fortschritte bei der Fehlerbehebung informiert zu sein.

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