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Microsoft Power BI: KI-Assistent Copilot wird zur zentralen Anlaufstelle

20.01.2026 - 20:52:12

Microsoft stellt seinen Business-Intelligence-Dienst um: Der KI-Assistent Copilot fungiert nun als primäre Schnittstelle für konversationelle Datenanalyse über alle Unternehmensdaten hinweg.

Microsoft stellt die Nutzung seiner Business-Intelligence-Plattform Power BI auf den Kopf. Ab sofort begrüßt der KI-Assistent Copilot Nutzer direkt auf der Startseite – als eigenständiges Portal für die Analyse des gesamten Firmendatenbestands. Diese strategische Aufwertung markiert einen Paradigmenwechsel hin zu konversationeller KI als primärem Zugang zu Business Intelligence.

Der Update-Schwerpunkt im Januar 2026 entkoppelt Copilot erstmals vollständig von einzelnen Berichten. Statt in einem Seitenfenster agiert die KI nun als persistentes, zentrales Interface. Das Ziel: Jeder Nutzer, vom Analysten bis zum Vorstand, soll vom ersten Klick an in natürlicher Sprache mit allen Daten des Unternehmens dialogieren können.

Vom Werkzeug zum ganzheitlichen Datenberater

Bislang war Copilot auf das geöffnete Einzelreport beschränkt. Die neue „Cross-Item“-Funktionalität macht ihn zum übergreifenden Advisor. Nutzer können nun komplexe Fragen stellen, die verschiedene Datensätze und semantische Modelle verbinden – etwa einen Vergleich von Vertragstrends aus dem Marketing mit Kostenanalysen aus der Logistik.

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„Diese Verschiebung macht KI-gestützte Analyse zur natürlichen Arbeitsroutine“, erklärt ein Microsoft-Sprecher. Der Schritt ist eingebettet in die größere Strategie, generative KI tief in das Microsoft Fabric-Ökosystem zu integrieren. Die KI soll nicht nur reagieren, sondern proaktiv Erkenntnisse liefern.

Schlüsselfunktionen: Zertifizierte Daten und mobile Nutzung

Das Update bringt mehrere Neuerungen für mehr Usability und KI-Verlässlichkeit:

  • Zentraler KI-Zugang: Ein prominenter Copilot-Button auf der Homepage verkürzt den Weg zur Datenexploration.
  • „Approved for Copilot“: Diese Einstellung (ehemals „Prepped for AI“) erlaubt es Modell-Autoren, ihre Datenmodelle für die KI-Analyse zu zertifizieren. Nur saubere, gut strukturierte Daten erhalten dieses Siegel – es steigert die Treffergenauigkeit der KI massiv.
  • Mobile Preview: Der eigenständige Copilot ist erstmals auch in den Power BI Mobile Apps verfügbar, für Insights unterwegs.

Parallel stellt Microsoft das Power BI Enhanced Report Format (PBIR) als neuen Standard ein, was moderne Entwicklungspraktiken wie Version-Control mit Git unterstützt. Der Legacy-„Q&A“-Dienst wird bis Dezember 2026 vollständig durch Copilot ersetzt.

Wettbewerbsvorteil durch KI-Demokratisierung

Mit der Aufwertung des Copilots positioniert sich Microsoft an der Spitze des Trends zu KI-nativer Business Intelligence. Der Schritt verschärft den Wettbewerb mit Konkurrenten wie Tableau (Salesforce), Looker (Google) oder KI-first-Plattformen wie ThoughtSpot.

Microsoft setzt darauf, dass konversationelle Abfragen für Ad-hoc-Analysen klassische Dashboards überflügeln werden. Die „Demokratisierung“ der Datenanalyse senkt die technische Hürde für Fachabteilungen. Sie müssen keine komplexen Abfragesprachen wie DAX mehr beherrschen, um selbstständig Erkenntnisse zu gewinnen.

Branchenbeobachter sehen in zuverlässigen KI-Assistenten einen entscheidenden Wettbewerbsfaktor. „Die Plattformen gewinnen, deren KI konsistent präzise und relevante Antworten liefert“, so eine Analystin. Die neue „Approved for Copilot“-Zertifizierung ist Microsofts Antwort auf diese Genauigkeits-Herausforderung.

Ausblick: Die KI denkt mit – und handelt

Das Update verdeutlicht Microsofts langfristige Vision einer KI-zentrierten Analytics-Plattform. Die tiefere Integration in Microsoft Fabric eröffnet künftig Szenarien, in denen Copilot nicht nur analysiert, sondern auch handelt: Er könnte etwa Daten-Pipelines in Data Factory anstoßen oder Workflows in Power Automate basierend auf seinen Erkenntnissen auslösen.

Für Unternehmen verschiebt sich der Fokus. Statt aufwändige Dashboards zu bauen, wird die Kuratierung hochwertiger, „KI-fertiger“ Datensätze zum kritischen Erfolgsfaktor. Nur sie empowern intelligente Assistenten, ihren vollen Wert zu entfalten. Der Startschuss für diese Ära ist gefallen.

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