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Microsoft Planner: KI-gesteuerte Wende für die Teamarbeit

10.02.2026 - 05:09:12

Microsoft modernisiert seine Bürosoftware mit einer zentralen KI-Plattform. Der neue Planner wird zur zentralen Aufgabenverwaltung, während bekannte Features wie der iCalendar-Feed abgeschaltet werden.

Microsoft modernisiert seine Bürosoftware radikal. Ein großes Update für den Microsoft Planner verändert ab Mitte Februar 2026 grundlegend, wie Teams in der Microsoft-365-Welt Aufgaben verwalten. Der Konzern setzt dabei auf eine zentrale, KI-gesteuerte Plattform – und schaltet beliebte Altfunktionen wie den iCalendar-Feed ab.

Diese strategische Neuausrichtung zielt auf ein Ende der verstreuten, manuellen Arbeitsweisen. Statt in verschiedenen Apps wie Outlook, To Do und Teams zu jonglieren, sollen Nutzer künftig im neuen Planner eine einheitliche Übersicht finden. Die Integration wird vom KI-Assistenten Copilot vorangetrieben, der immer mehr administrative Aufgaben übernimmt. Für Anwender bedeutet das mehr Effizienz, aber auch die Pflicht, sich auf neue Arbeitsabläufe einzustellen.

Aus für beliebte Features: iCalendar-Feed wird abgeschaltet

Das Update bringt tiefe Einschnitte. Eine der spürbarsten Änderungen ist das Aus für den iCalendar-Feed. Bisher konnten Nutzer ihre Planner-Aufgaben abonnieren und im Outlook-Kalender oder anderen kompatiblen Apps anzeigen lassen. Künftig lassen sich keine neuen Feeds mehr erstellen, bestehende werden nicht mehr aktualisiert. Microsoft hat keinen direkten Ersatz angekündigt.

Ebenfalls entfällt die Einbettung von Planner-Boards in Microsoft Loop. Stattdessen empfiehlt der Konzern die modernere „Task List Control“. Zudem ersetzt ein dynamisches „Task Chat“-Feature das alte Kommentarsystem. Es unterstützt Formatierungen und Erwähnungen von Teammitgliedern, um die Zusammenarbeit zu fokussieren und die Flut an Benachrichtigungen zu reduzieren.

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Viele Nutzer stehen nach Änderungen im Planner vor Synchronisationsproblemen zwischen Planner und Outlook – besonders seit Microsoft den iCalendar‑Feed abgeschaltet hat. Wenn Termine und Aufgaben nicht mehr automatisch im Kalender landen, hilft eine präzise Einrichtung von Outlook und korrekten Konten‑ und Kalendereinstellungen. Der kostenlose Outlook‑Spezialkurs erklärt Schritt für Schritt, wie Sie Outlook korrekt einrichten, Kalender synchronisieren und typische Fehler in Minuten beheben. Outlook-Installationsanleitung kostenlos herunterladen

Der neue Planner wird zur zentralen Kommandozentrale

Microsofts Strategie ist eindeutig: Die oft zersplitterte Aufgabenverwaltung soll in einem einzigen Hub zusammenlaufen. Der neue Planner wird zur Schaltzentrale, die persönliche To-dos und Teamprojekte vereint. Diese Integration wird durch den Microsoft-365-Graph ermöglicht, der Daten über die gesamte Software-Suite hinweg verbindet.

Die Vorteile sind klar: Eine Aufgabe, die aus einer markierten E-Mail in Outlook entsteht, erscheint nun neben einer Projektaufgabe aus einem Teams-Kanal in der „Meine Aufgaben“-Ansicht. Diese zentrale Übersicht soll Reibungsverluste minimieren, die Priorisierung vereinfachen und sicherstellen, dass nichts vergessen wird. Änderungen synchronisieren sich nahtlos über alle Plattformen.

KI-Assistent Copilot übernimmt immer mehr Routinearbeit

Die treibende Kraft hinter dieser Evolution ist Copilot. Der Abschied manueller Features wie des iCalendar-Feeds geht einher mit der Einführung KI-gesteuerter Automatisierung. Copilot wird immer besser darin, Routineaufgaben direkt in Outlook und anderen Apps zu übernehmen.

Eine neue Funktion erlaubt es der KI, Besprechungen direkt aus einer E-Mail-Konversation heraus zu terminieren. Mit einem Befehl generiert sie eine Einladung, füllt die Teilnehmerliste vor, erstellt einen Betreff und eine Agenda und hängt die Original-E-Mail als Referenz an. Innerhalb des Planners kann Copilot komplexe Aufgabenlisten zusammenfassen, bei der Priorisierung helfen und Statusupdates generieren. So wird der KI-Assistent zum zentralen Partner im Arbeitsalltag.

Analyse: Microsoft setzt auf geschlossenes Ökosystem

Die Änderungen sind ein deutlicher Schritt in Microsofts Langfristvision für die Zukunft der Arbeit. Das Unternehmen priorisiert ein tief vernetztes Ökosystem gegenüber eigenständigen Features – selbst auf Kosten gewohnter Tools. Durch die Zentralisierung im Planner und die allgegenwärtige KI setzt Microsoft darauf, dass die langfristigen Produktivitätsgewinne die kurzfristigen Umstellungsprobleme überwiegen.

Diese Strategie erfordert eine Verhaltensänderung der Nutzer: weg vom manuellen Jonglieren zwischen Apps, hin zum KI-unterstützten Single-Hub-Modell. Das Ende des iCalendar-Feeds zwingt zur Nutzung der integrierten „Mein Tag“- und „Meine Aufgaben“-Ansichten. Es ist ein klares Signal: Die Zukunft der Produktivität liegt nicht im Export von Daten zwischen isolierten Apps, sondern in einer geschlossenen Plattform, in der KI Kontext versteht und arbeitsübergreifend agieren kann.

Ausblick: Anpassung an neue Workflows ist entscheidend

Die Umstellung soll bis Ende Februar 2026 abgeschlossen sein. Danach wird Microsoft voraussichtlich weiter auf dieser einheitlichen Basis aufbauen. Weitere Verbesserungen der Projektmanagement-Fähigkeiten von Copilot sind zu erwarten, etwa komplexere Automatisierungen oder tiefere Analysen zur Teamleistung.

Für Unternehmen und ihre Mitarbeiter geht es nun darum, sich auf diese neuen Abläufe einzustellen. Der Erfolg hängt davon ab, den Planner als alleinige Quelle für Aufgaben zu etablieren und die Fähigkeiten von Copilot voll auszuschöpfen. Reifen diese Tools, versprechen sie eine effizientere Arbeitsumgebung, in der die KI Verwaltungsaufgaben übernimmt und menschliche Kapazitäten für Innovation und echte Zusammenarbeit freisetzt.

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