Microsoft OneDrive: KI-Assistenten werden zum Projekt-Teamkollegen
05.02.2026 - 23:52:12Microsoft verwandelt seine Cloud-Speicherlösung OneDrive in eine Plattform für persönliche KI-Teamkollegen. Ab sofort können Nutzer mit einer Copilot-Lizenz aus ihren eigenen Dateien spezialisierte KI-Assistenten für einzelne Projekte erschaffen.
Vom Datei-Ordner zum aktiven Projektpartner
Der Kern der Neuerung: Nutzer können bis zu 20 verschiedene Dateien – von Projektplänen über Meeting-Notizen bis zu Forschungsdokumenten – zu einem Wissenspool zusammenfassen. Daraus entsteht ein spezialisierter KI-Agent, der als eigenständige .agent-Datei in OneDrive gespeichert wird. Diese Datei lässt sich wie jedes andere Dokument suchen, filtern, aktualisieren und mit Teammitgliedern teilen.
Öffnet ein Nutzer die Agent-Datei, startet eine Vollbild-Ansicht von Microsoft Copilot, die ausschließlich auf den Inhalt der ausgewählten Projekt-Dokumente zugreift. Der große Vorteil: Das System behält den Kontext früherer Gespräche zum Projekt. Nutzer müssen nicht bei jeder Frage von neuem Hintergrundinformationen liefern oder in einzelnen Dateien suchen.
Seit August 2024 gelten neue Regeln für KI‑Systeme in der EU – viele Unternehmen unterschätzen, welche Pflichten das mit sich bringt. Wenn Sie jetzt projektbezogene KI‑Agenten in OneDrive einsetzen, kommen Kennzeichnungs-, Risikoklassifizierungs- und Dokumentationspflichten auf Sie zu. Der kostenlose Umsetzungsleitfaden zur EU‑KI‑Verordnung erklärt verständlich, welche Anforderungen für Entwickler und Anwender gelten und bietet praktische Checklisten für die Umsetzung im Team. KI‑Verordnung‑Umsetzungsleitfaden jetzt herunterladen
Effizienz-Sprung für Teamarbeit und Wissensmanagement
Die KI-Agenten sind darauf ausgelegt, typische Produktivitätsbremsen in der Projektarbeit zu beseitigen. Sie können:
- Quer durch Dokumente analysieren, um Fragen zu beantworten
- Komplexe Diskussionen zusammenfassen
- Wichtige Entscheidungen und Projektmanagement-Details wie Fristen, Verantwortliche oder Risiken extrahieren, die über mehrere Quelldateien verstreut sind
Microsoft sieht konkrete Anwendungsfälle: Die Projektkoordination wird beschleunigt, da Teams schnell Status, Entscheidungen und offene Punkte abfragen können, ohne manuell Ordner zu durchsuchen. Bei der Einarbeitung neuer Mitarbeiter kann ein Agent, der mit bestehender Dokumentation gefüttert wurde, wertvolle Dienste leisten. Auch die Vor- und Nachbereitung von Meetings oder die Auswertung von Forschungsmaterialien werden effizienter.
Sicherheit und Kollaboration im KI-Zeitalter
Ein entscheidender Aspekt ist der Umgang mit Sicherheit und Zusammenarbeit. Ein KI-Agent kann wie jede andere OneDrive-Datei geteilt werden. Damit der Agent umfassende Antworten geben kann, muss der geteilte Nutzer jedoch bereits Zugriffsberechtigungen für die zugrundeliegenden Quelldokumente besitzen. Die KI respektiert also die etablierten Sicherheits- und Privatsphäre-Einstellungen der Dateien und gibt keine Informationen aus Dokumenten preis, die ein Nutzer nicht einsehen darf.
Die Einführung ist ein zentraler Baustein von Microsofts Strategie, generative KI tief in seine gesamte Produktpalette zu integrieren. Das Unternehmen geht damit über generische KI-Tools hinaus und ermöglicht personalisierte, projektspezifische Anwendungen. Die einfache Bedienbarkeit steht im Kontrast zu Diskussionen unter Branchenbeobachtern über Datenverarbeitung und Privatsphäre – besonders wenn KI immer autonomer mit sensiblen Unternehmensinformationen umgeht.
OneDrive wird vom Archiv zum aktiven Workflow-Teilnehmer
Die allgemeine Verfügbarkeit der Agents markiert einen Wendepunkt hin zu einer intelligenteren Cloud-Speichererfahrung. Indem die KI die Beziehungen und den Kontext zwischen Dateien versteht, verwandelt Microsoft OneDrive von einem passiven Datei-Archiv in einen aktiven Teil des Arbeitsablaufs. Diese Funktionalität dürfte die Zeit, die Mitarbeiter mit der Informationssuche verbringen, erheblich reduzieren.
Die Weiterentwicklung dieser KI-Agenten wird maßgeblich durch Nutzerfeedback und sich wandelnde Arbeitsanforderungen geprägt sein. Für die hunderten Millionen Nutzer im Microsoft-365-Ökosystem bietet das Release ein mächtiges neues Werkzeug, um mehr Wert und Erkenntnisse aus ihren gespeicherten Daten zu gewinnen.
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