Microsoft, Modem-Treiber

Microsoft löscht alte Modem-Treiber für mehr Sicherheit

20.01.2026 - 00:43:11

Microsoft entfernt veraltete Modem-Treiber im ersten großen Sicherheitsupdate 2026, um eine kritische Schwachstelle zu schließen. Dies betrifft vor allem Branchen, die noch auf Faxgeräte angewiesen sind.

Microsoft entfernt in einem großen Sicherheitsupdate veraltete Modem-Treiber. Das schützt Millionen, stellt aber Nischenanwender vor Probleme.

Mit dem ersten großen Sicherheitsupdate 2026 für Windows 11 zieht Microsoft eine klare Linie: Alte, unsichere Software muss weg. Das Update KB5074109 löscht vier spezifische Treiber-Dateien für veraltete Modem-Hardware endgültig. Für die meisten Nutzer bleibt der Vorgang unbemerkt. Doch in Branchen, die noch auf alte Faxgeräte oder analoge Modems setzen, schlägt die Maßnahme ein. Microsoft priorisiert damit die Sicherheit der breiten Masse über die Kompatibilität mit obsoleter Technik.

Angriffspunkt für Hacker beseitigt

Hinter der radikalen Maßnahme steckt ein konkretes Sicherheitsrisiko. Die Treiber für die alte Agere/LSI-Chipset-Hardware enthielten eine schwerwiegende Schwachstelle, gekennzeichnet als CVE-2023-31096. Ein Angreifer mit lokalem Zugang hätte sie ausnutzen können, um vollständige Systemkontrolle zu erlangen. Da der ursprüngliche Hersteller längst nicht mehr existiert und keine Patches liefert, blieb Microsoft nur der komplette Entzug der Unterstützung. “Die Treiber aus dem System zu entfernen, beseitigt die Angriffsfläche komplett”, so die Logik des Konzerns.

Diese Strategie ist nicht neu. Bereits im Oktober 2025 hatte Microsoft einen ähnlichen Treiber (ltmdm64.sys) entfernt. Seit Mitte 2025 verfolgt das Unternehmen eine Initiative, regelmäßig veraltete Treiber aus Windows Update zu säubern. Ziel ist ein sichereres und kompatibleres Betriebssystem.

Anzeige

Ihr PC gilt als „inkompatibel“ für Windows 11 – doch das muss nicht gleich teurer Hardwarekauf bedeuten. Ein kostenloser PDF‑Report erklärt Schritt für Schritt, wie Sie Windows 11 legal auch auf offiziell als inkompatibel eingestuften Rechnern installieren, ohne Datenverlust und ohne sofort neue Geräte anschaffen zu müssen. Der Leitfaden führt durch nötige Systemchecks, zeigt bewährte Workarounds und erklärt, welche Risiken zu beachten sind – ideal für IT‑Verantwortliche und Heimanwender. Gratis‑PDF: Windows‑11‑Upgrade ohne neue Hardware sichern

Wer ist betroffen? Fax-Branchen in der Zwickmühle

In Zeiten von Glasfaser und 5G wirkt die Technik wie aus einer anderen Zeit. Doch in einigen Branchen sind analoge Modems und Faxgeräte noch immer im Einsatz. Genau diese Nutzer trifft die Entscheidung hart.

Besonders betroffen sind kritische Infrastrukturen mit behördlichen oder rechtlichen Vorgaben:
* Gesundheitswesen: Viele Praxen und Kliniken übermitteln Rechnungen und Befunde per Fax.
* Finanz- und Rechtsbranche: Bestätigungen und Verträge werden oft noch per Fax versendet.
* Industrie und Handel: Alte Steuerungssysteme oder Kassenterminals nutzen teilweise noch Wählverbindungen.

In Foren berichten auch Privatnutzer von Problemen, etwa beim Betrieb von medizinischen Überwachungsgeräten oder Anruferkennungs-Diensten. Für sie bedeutet das Update den sofortigen Funktionsverlust ihrer Hardware.

Die Lösung: Modernisieren statt reparieren

Für Betroffene gibt es keinen einfachen Rückweg. Da der Chiphersteller Agere Systems seit Jahren nicht mehr existiert, wird es keinen sicheren, offiziellen Ersatztreiber geben. Microsoft rät Nutzern und IT-Administratoren explizit, die Abhängigkeit von der betroffenen Hardware zu beenden.

Der einzige Ausweg ist der Umstieg auf moderne Hardware. Nutzer müssen sich ein Modem mit einem aktuellen, unterstützten Chipset besorgen, das mit eigenen Treibern des Herstellers läuft. Für IT-Verantwortliche ist dies ein Weckruf, den eigenen Gerätepark zu überprüfen und veraltete Technik proaktiv auszumustern – bevor das nächste Windows-Update kommt.

Analyse: Sicherheit geht vor Kompatibilität

Die Löschung der Treiber markiert einen strategischen Wendepunkt. Microsoft opfert einen Kernwert von Windows – die legendäre Abwärtskompatibilität – zugunsten einer härteren Sicherheitslinie. In einer Zeit komplexer Cyber-Bedrohungen will der Konzern die Angriffsfläche seines Betriebssystems so klein wie möglich halten.

Das Januar-Update 2026 mit Verbesserungen für NPU-Leistungsverwaltung und das Windows-Subsystem für Linux zeigt die Richtung: Die Zukunft heißt moderne Hardware und Entwicklungsplattformen. Das Aus für die Modem-Treiber ist ein weiterer Schritt auf diesem Weg.

Ausblick: Das Ende einer Ära

Dies ist kein Einzelfall. Microsoft hat angekündigt, die Bereinigung veralteter Treiber als regelmäßige Aufgabe fortzuführen. Unternehmen und Nutzer müssen sich darauf einstellen, dass die Unterstützung für weitere alte Komponenten in Zukunft ausläuft.

Der Druck zur Modernisierung wächst. Kurzfristig verursacht das Kosten und Aufwand. Langfristig aber profitiert die gesamte Windows-Community von einem sichereren und stabileren System. Das Zeitalter des Wählmodems im Windows-Ökosystem geht damit endgültig zu Ende.

Anzeige

PS: Bevor Sie teure Ersatzgeräte anschaffen oder alte Systeme entsorgen – dieser Gratis‑Report zeigt praktische Prüfungen und legale Wege, wie Sie ein Windows‑11‑Upgrade auch auf älterer Hardware schaffen können. Mit klaren Anleitungen zur Sicherung von Daten, empfohlenen Einstellungen und Hinweisen, wann ein Hardwaretausch wirklich nötig ist. Nützlich für Praxis‑Admins, Kanzleien und kleine Betriebe, die kurzfristig handlungsfähig bleiben wollen. Jetzt Gratis‑Guide zum Windows‑11‑Upgrade sichern

@ boerse-global.de