Mercedes, EQS

Mercedes EQS im Alltagstest: Ist das der erste Elektro-Mercedes, bei dem du nie wieder zurückwillst?

01.01.2026 - 16:52:30

Stell dir vor, dein Auto fühlt sich eher wie eine First-Class-Lounge an als wie ein Fortbewegungsmittel – flüsterleise, intelligent und mit mehr Displays als dein Wohnzimmer. Der Mercedes EQS will genau das sein: die elektrische Luxus-S-Klasse. Hält er dieses Versprechen wirklich?

Wenn selbst dein Premium-Auto sich plötzlich alt anfühlt

Du kennst das: Du steigst in dein aktuelles Auto – vielleicht sogar ein Oberklasse-Verbrenner – und alles ist eigentlich okay. Es fährt gut, es ist bequem, es ist vertraut. Aber dann sitzt du einmal in einem neuen Elektro-Flaggschiff, spürst dieses lautlose Anrollen, die sofortige Kraft, die riesigen Bildschirme, das Ambientelicht – und plötzlich wirkt dein eigenes Auto wie ein iPhone 6 im 5G-Zeitalter.

Gleichzeitig nerven dich die typischen E-Auto-Fragen: Reicht die Reichweite wirklich? Ist Langstrecke nicht doch Stress? Und sind diese futuristischen Cockpits nicht oft mehr Spielerei als echter Mehrwert?

Zwischen Reichweitenangst, Lade-Frust und digitalem Overkill suchst du eigentlich nur eines: ein Elektroauto, das sich anfühlt wie ein Upgrade in jede Dimension – nicht wie ein Kompromiss. Komfort wie in der S-Klasse, Technik wie ein High-End-Gadget und die Souveränität, einfach loszufahren, ohne ständig Prozent, kW und Ladekarten zu jonglieren.

Genau an diesem Punkt setzt ein Auto an, das nicht weniger sein will als die elektrische Definition von Luxus made in Stuttgart.

Die Lösung: Der Mercedes EQS – wenn Strom plötzlich nach Oberklasse riecht

Der Mercedes EQS ist nicht einfach ein weiteres Elektroauto. Er ist das, was Mercedes selbst als elektrische Luxus-Limousine über der E-Klasse positioniert – die elektrische Entsprechung der S-Klasse, entwickelt auf einer reinen Elektro-Plattform. Und man spürt das in fast jedem Detail.

Schon beim ersten Blick auf die offizielle Modellseite von Mercedes wird klar: Hier geht es um mehr als nur um Reichweite und Ladezeiten. Der EQS ist ein rollendes Tech-Statement – mit Features wie dem optionalen MBUX Hyperscreen, Reichweiten von deutlich über 600 km (WLTP, je nach Motorisierung und Ausstattung) und einer Kabine, die eher an eine Lounge oder Business-Class-Suite erinnert als an ein klassisches Cockpit.

Doch die eigentliche Frage ist: Wie fühlt sich das im echten Leben an?

Warum gerade dieses Modell? Der Realitäts-Check

In Tests von Fachmedien und in Erfahrungsberichten auf YouTube und Reddit zieht sich ein roter Faden durch: Der EQS ist kein kühles Technikobjekt, sondern ein Auto, das deinen Alltag spürbar verändert – wenn du bereit bist, dich auf seine Elektro-Logik einzulassen.

  • Reichweite, die den Kalender statt den Akkustand steuert: Je nach Variante (z. B. EQS 450+, EQS 580 4MATIC) sind WLTP-Reichweiten jenseits der 600-km-Marke möglich. In der Praxis heißt das: Du lädst nicht mehr „weil du musst“, sondern „wenn es gerade passt“. Besonders auf Autobahn-Langstrecken berichten viele Fahrer, dass sich die Reichweitenangst schnell erledigt.
  • Flüsterkomfort auf neuem Level: Dank der dedizierten Elektroplattform, sehr guter Aerodynamik (Luftwiderstandsbeiwert laut Hersteller im Topbereich) und konsequenter Geräuschdämmung beschreiben Nutzer den EQS immer wieder als „leiser als ein Verbrenner-S-Klasse“. Wer viel fährt, merkt das nicht nur im Geräuschpegel, sondern auch in der eigenen Müdigkeit.
  • MBUX und Hyperscreen: High-End-Display, das wirklich hilft: Der optionale MBUX Hyperscreen zieht sich fast über die gesamte Fahrzeugbreite. In Reviews wird gelobt, dass die Software nicht nur hübsch, sondern auch logisch aufgebaut ist – von Navigation mit Ladeplanung bis zu vorgeschlagenen Routen auf Basis deiner Gewohnheiten.
  • Hecklenkung: Stadtflitzer im XXL-Körper: Ein Punkt, den Nutzer auf Reddit und YouTube nahezu unisono feiern: die optionale oder teils serienmäßige Hinterachslenkung. Ein Wagen dieser Länge, der sich in Parkhäusern und engen Straßen anfühlt wie eine Kompaktklasse, ist ein echter Alltags-Vorteil.
  • Komfort-Funktionen, die du jeden Tag spürst: Massage-Sitze, hochwertige Materialien, durchdachte Ambientebeleuchtung, Luftfederung – die Liste ist lang. Wichtig ist: Sie ergeben zusammen ein Gefühl von Ruhe und Entschleunigung, selbst wenn draußen Stau und Hektik herrschen.

Kurz gesagt: Der EQS versucht nicht, „das sportlichste E-Auto“ zu sein, sondern das entspannteste. Und genau das ist sein USP im Vergleich zu vielen Wettbewerbern.

Auf einen Blick: Die Fakten

Die exakten Werte hängen von der von dir gewählten Motorisierung und Ausstattung ab, aber diese Eckpunkte geben dir ein klares Bild, was du erwarten kannst (Stand laut Herstellerangaben und aktuellen Tests, Abweichungen je nach Konfiguration möglich):

Merkmal Dein Nutzen
Reichweite (WLTP, je nach Modell, teils > 600 km) Weniger Ladestopps, entspannte Langstrecken und Alltag ohne ständiges Nachdenken über den Akkustand.
Schnellladen (DC, je nach Variante hohe Ladeleistung) Kurz Pause, Kaffee holen, und der Akku ist wieder für viele hundert Kilometer bereit – ideal für Autobahn-Fahrer.
MBUX (optional mit Hyperscreen) Intuitive Bedienung, klare Navigation mit Ladeplanung und ein Cockpit, das sich wie ein High-End-Tablet-Wall anfühlt.
Hinterachslenkung Großes Auto, kleine Wendekreise: Parkhäuser, Altstadtgassen und enge Einfahrten verlieren ihren Schrecken.
Luftfederung & Fahrwerkskomfort Du schwebst über Schlaglöcher und Bodenwellen, statt sie zu spüren – gerade auf langen Strecken ein echter Gamechanger.
Luxuriöser Innenraum (Sitzkomfort, Materialien, Ambiente) Fühlt sich mehr nach Lounge als nach Auto an – du steigst entspannter aus, als du eingestiegen bist.
Assistenzsysteme der neuesten Generation Adaptive Tempomaten, Spurhalte- und Sicherheitssysteme entlasten dich spürbar im Stau und auf der Autobahn.

Das sagen Nutzer und Experten

Ein Blick in Erfahrungsberichte auf YouTube und in Foren wie Reddit zeigt ein klares Bild: Der EQS polarisiert optisch, aber wer ihn fährt, ist häufig begeistert.

  • Was Nutzer lieben: Immer wieder werden der leise Innenraum, der extreme Fahrkomfort und die Reichweite hervorgehoben. Viele Fahrer berichten, dass sie nach längeren Strecken weniger erschöpft sind als in ihren vorherigen Verbrenner-Limousinen.
  • Der „Wow“-Moment: Für viele ist der erste Kontakt mit dem MBUX Hyperscreen der Moment, in dem sie merken: Das hier ist keine klassische Limousine mehr, das ist ein rollendes Interface. Dazu kommt das fast lautlose Gleiten – besonders in der Stadt wirkt der EQS fast surreal ruhig.
  • Kritikpunkte: Mehrere Nutzer bemängeln, dass das Bedienkonzept mit den vielen Funktionen anfangs erschlagend wirken kann. Manche finden das Karosserie-Design von außen weniger elegant als eine klassische S-Klasse. Zudem wird in einigen Berichten erwähnt, dass Software-Updates und digitale Services in der Praxis eine gewisse Eingewöhnung erfordern.
  • Experten-Resümee: Fachmagazine loben die Effizienz des Antriebs, den Komfort und die Reichweite. Häufig fällt der Vergleich: „S-Klasse-Feeling, aber elektrisch“ – mit dem Zusatz, dass die Konkurrenz beim Infotainment und bei der Integration von Assistenzsystemen oft einen Schritt hinterher sei.

Unterm Strich ist der Ton: Wer sich bewusst für Luxus, Komfort und Ruhe entscheidet, fühlt sich im EQS extrem gut aufgehoben. Wer das letzte bisschen Sportlichkeit sucht, landet eher bei anderen Marken – und verpasst dafür das Komfort-Level, das der EQS bietet.

Alternativen vs. Mercedes EQS

Natürlich steht der EQS nicht allein auf dem Markt. Tesla Model S, BMW i7, Porsche Taycan oder Audi e-tron GT sind Namen, die immer wieder als Alternativen fallen. Aber jedes dieser Fahrzeuge setzt andere Schwerpunkte.

  • Tesla Model S: Sehr stark bei Schnelllade-Infrastruktur und Effizienz, aber beim wahrgenommenen Innenraum-Luxus und der Geräuschdämmung sehen viele Tester den EQS vorne.
  • BMW i7: Ebenfalls Luxus pur, etwas klassischer im Auftritt, aber nicht als reine Elektro-Plattform entwickelt wie der EQS. Beim aerodynamischen Feinschliff und teils bei der Effizienz punktet Mercedes.
  • Porsche Taycan / Audi e-tron GT: Deutlich sportlicher abgestimmt, emotionales Fahren, aber weniger Fokus auf Extremeffizienz und Reichweite bei Langstreckenkomfort.

Der Mercedes EQS positioniert sich bewusst als Luxus-Gleiter. Wenn du Reichweite, Komfort und Ruhe über kompromisslose Sportlichkeit stellst, ist er oft die schlüssigere Wahl – vor allem, wenn du viel fährst und dein Auto eher als rollendes Büro oder Rückzugsort siehst.

Dazu kommt der Marken-Background: Der EQS stammt von der Mercedes-Benz Group AG (ISIN: DE0007100000) – einem Konzern, der seit Jahrzehnten Oberklasse-Limousinen baut und dieses Know-how sichtbar in die Elektro-Ära übersetzt.

Fazit: Lohnt sich der Kauf?

Der Mercedes EQS ist kein Auto für alle – und genau das macht ihn so spannend. Er will nicht der lauteste, härteste, schrillste Elektro-Sportler sein. Er will das Auto sein, in das du nach einem langen Tag steigst, die Tür schließt, einatmest – und der Rest der Welt kurz leiser wird.

Wenn du ein Fahrzeug suchst, das:

  • dich mit hoher realer Reichweite und DC-Schnellladen langstreckentauglich macht,
  • dir einen Innenraum bietet, der eher nach First Class als nach Fahrerkabine aussieht,
  • und digitale Technologien liefert, die dir den Alltag wirklich erleichtern statt nur zu blenden,

dann gehört der EQS ganz oben auf deine Liste der Kandidaten. Er ist teuer, ja. Aber in seinem Segment ist er ein Statement: für leisen Luxus, für Zukunft ohne Verzicht – und für die Idee, dass ein Elektroauto mehr sein kann als ein Akku auf Rädern.

Am Ende bleibt nur eine Frage: Willst du in drei Jahren zurückschauen und sagen, du warst einer der Ersten, die den Sprung in diese neue Art von Oberklasse gewagt haben – oder weiterhin tanken, während andere schon lautlos vorbeigleiten?

@ ad-hoc-news.de