Menopause, Risiko

Menopause erhöht Risiko für Alzheimer bei Frauen

05.02.2026 - 21:23:12

Eine großangelegte Studie belegt, dass der Östrogenverlust in den Wechseljahren zu messbarem Verlust von grauer Hirnsubstanz führt und das Demenzrisiko erhöht.

Eine neue Studie der Universität Cambridge zeigt: Die hormonellen Veränderungen während der Wechseljahre verändern das weibliche Gehirn messbar. Die Forschung weist einen Verlust an grauer Substanz in für Gedächtnis und Emotionen zuständigen Regionen nach – denselben Arealen, die früh von Alzheimer betroffen sind.

Die Studie basiert auf Daten von fast 125.000 Frauen aus der UK Biobank. Sie belegt, dass die neurologischen Folgen der Menopause weit über bekannte Symptome wie Hitzewallungen hinausgehen. Die Ergebnisse unterstreichen die Dringlichkeit, das Thema zu enttabuisieren.

Östrogenverlust schwächt den Gehirnschutz

Im Fokus steht der drastische Abfall des Hormons Östrogen. Es wirkt im Gehirn als starker Neuromodulator: Es fördert die Bildung neuer Nervenverbindungen, reguliert den Zellstoffwechsel und hemmt Entzündungen.

Mit Beginn der Menopause fällt dieser Schutzschild weg. Das Gehirn wird anfälliger für altersbedingte Schäden. Der Mangel kann die Ansammlung schädlicher Amyloid-Beta-Plaques begünstigen – ein Hauptmerkmal von Alzheimer. Dies erklärt teilweise, warum zwei Drittel aller Alzheimer-Patienten Frauen sind.

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„Brain Fog“ ist mehr als ein vorübergehendes Symptom

Viele Frauen klagen in den Wechseljahren über Konzentrationsschwäche und Gedächtnislücken. Lange wurden diese Beschwerden als „Brain Fog“ verharmlost. Die Forschung bestätigt nun ihren neurobiologischen Ursprung.

Eine kanadische Studie fand einen direkten Zusammenhang: Je mehr Wechseljahresbeschwerden wie Schlafstörungen auftraten, desto höher war das Risiko für spätere kognitive Probleme. Pro zusätzlichem Symptom stieg das Risiko um etwa fünf Prozent. Sind diese Beschwerden also frühe Warnsignale?

Hormontherapie: Kein einfacher Schutz fürs Gehirn

Die Rolle der Hormonersatztherapie (HRT) wird kontrovers diskutiert. Die Cambridge-Studie fand die Veränderungen der grauen Substanz unabhängig von einer HRT.

Andere Forschungen deuten darauf hin, dass der Zeitpunkt entscheidend sein könnte. Ein früher Beginn in der Menopause scheint das Demenzrisiko zu senken, ein späterer nicht. Klare Empfehlungen gibt es noch nicht; eine HRT wird aktuell nicht primär zur Demenzprävention empfohlen.

Paradigmenwechsel: Menopause als Wendepunkt verstehen

Die Erkenntnisse markieren einen Wandel. Die Menopause wird nicht länger als isolierte Phase betrachtet, sondern als kritischer Wendepunkt für die langfristige Gehirngesundheit.

Expertinnen wie die Neurowissenschaftlerin Lisa Mosconi fordern, diese Lebensphase als präventives Zeitfenster zu begreifen. Etwa 80 Prozent der Frauen haben Symptome, die mit Schlaf und Stimmung zusammenhängen – die Herausforderung ist komplex und weitreichend.

Zukunft setzt auf Prävention und Personalisierung

Die Forschung arbeitet an Biomarkern, um individuelle Risiken früher zu erkennen. Projekte wie das europäische Netzwerk MenoBrain zielen darauf ab, Wissenslücken zu schließen.

Neben möglichen Therapien rückt der Lebensstil in den Fokus:
* Gesunde Ernährung
* Regelmäßige körperliche und geistige Aktivität
* Effektives Stressmanagement

Die Botschaft lautet: Frauen können aktiv die Gesundheit ihres Gehirns unterstützen. Die Menopause ist damit auch eine Chance, die Weichen für ein langes, geistig fittes Leben zu stellen.

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