Marks and Spencer Group plc, GB0031215220

Marks & Spencer-Aktie: Comeback im UK-Handel – lohnt jetzt der Einstieg?

16.02.2026 - 08:09:29

Marks & Spencer überrascht mit einem starken Turnaround im britischen Einzelhandel. Doch was bedeutet das für deutsche Anleger – und ist nach der Rally noch Rendite-Potenzial in der Aktie?

Bottom Line zuerst: Die Aktie von Marks & Spencer Group plc hat sich in den vergangenen Monaten eindrucksvoll zurückgemeldet. Nach Jahren des Umbruchs präsentiert sich der britische Traditionshändler wieder als Wachstumsstory – mit Chancen, aber auch klaren Risiken für deutsche Anleger. Was Sie jetzt wissen müssen, bevor Sie die Aktie ins Depot legen.

Für Investoren aus Deutschland ist Marks & Spencer vor allem über die Listings an der London Stock Exchange (Ticker: MKS) und über außerbörsliche Handelsplätze in Euro interessant. Die jüngste Kursentwicklung spiegelt ein neues Vertrauen in die Sanierungsstrategie des Managements wider – getrieben von höheren Margen, besserer Kostenkontrolle und einem klareren Markenprofil.

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Analyse: Die Hintergründe des Kursverlaufs

Marks & Spencer gilt als Barometer für die Kauflaune der britischen Mittelschicht. Nach Jahren mit rückläufigen Umsätzen, Filialschließungen und strategischer Unsicherheit hat der Konzern seine Hausaufgaben gemacht: Modernisierte Lebensmittel-Sortimente, ein klar fokussiertes Bekleidungsangebot und starke Partnerschaften im Online-Vertrieb (u. a. mit Ocado) treiben das Vertrauen der Investoren.

In den jüngsten Quartals- und Halbjahreszahlen überzeugte insbesondere der Lebensmittelbereich mit robustem Wachstum und verbesserten Margen. Das Modegeschäft – lange das Sorgenkind – zeigt Zeichen einer nachhaltigen Erholung: weniger Abschriften, modisch schärferes Profil und eine deutlich verbesserte Online-Conversion. Parallel dazu wurden unrentable Flächen geschlossen und das Filialnetz auf Standorte mit hoher Frequenz und besserer Profitabilität ausgerichtet.

Die Kursbewegung der Aktie in letzter Zeit lässt sich im Wesentlichen auf drei Faktoren zurückführen:

  • Solide Ergebnisse: Mehrere Quartale in Folge mit Wachstums- und Margenverbesserung haben die Glaubwürdigkeit der Turnaround-Story gestärkt.
  • Erhöhte Prognosen: Das Management hat seine Ausblicke vorsichtig, aber mehrfach nach oben angepasst – ein wichtiges Signal an den Markt.
  • Makro-Unterstützung: Abnehmender Inflationsdruck im Vereinigten Königreich und eine Entspannung bei Energiekosten entlasten die Konsumausgaben und die Kostenbasis des Unternehmens.

Im deutschsprachigen Raum spielt Marks & Spencer operativ nur eine Nebenrolle, ist aber aus Investorensicht aus zwei Gründen interessant: Erstens als konsumzyklische Ergänzung zu deutschen Blue Chips wie Adidas, Zalando oder Ceconomy; zweitens als Diversifikationsbaustein mit Fokus auf den britischen Markt und die Währungsentwicklung des Pfund gegenüber dem Euro.

Kennzahl Aktueller Stand* Kommentar
Unternehmen Marks & Spencer Group plc Britischer Einzelhandelskonzern (Lebensmittel, Bekleidung, Home)
ISIN / Ticker GB0031215220 / MKS (London) Handel in GBP an der LSE, in EUR über verschiedene deutsche Plattformen
Marktsegment FTSE-Indexmitglied Relevanter Konsumwert im britischen Leitindex-Umfeld
Strategischer Fokus Turnaround & Effizienz Filialoptimierung, Margensteigerung, Online-Ausbau
Relevanz für D-A-CH Indirekter Konsum- und Währungs-Play Diversifikation weg von Euro-Retailern; Exposure zu GBP

*Angaben auf Basis öffentlich zugänglicher Finanzquellen; für tagesaktuelle Kurse bitte Broker- oder Kursinformationssystem nutzen. Bei fehlenden Realtime-Daten gilt: Letzter bekannter Schlusskurs ("Last Close").

Für Anleger im Euro-Raum ist besonders die Währungsseite zentral: Ein stärkeres britisches Pfund kann die in GBP erzielte Performance in Euro zusätzlich hebeln – oder im Negativfall Rendite kosten. Wer die Aktie über deutsche Handelsplätze kauft, erhält in der Regel eine Euro-Notiz, deren Entwicklung sowohl vom GBP-Kurs als auch von der Bewegung der Aktie in London abhängt.

Ein-Jahres-Rückblick: Gewinn oder Verlust?

Wer vor rund einem Jahr in die Marks-&-Spencer-Aktie eingestiegen ist, blickt aus heutiger Sicht – abhängig vom Einstiegszeitpunkt – auf eine bemerkenswerte Wertentwicklung in britischen Pfund. Die Turnaround-Fantasie und die Fortschritte bei Umsatz und Profitabilität wurden vom Markt mit einer deutlichen Neubewertung honoriert.

Für Anleger aus Deutschland ergibt sich daraus ein zweistufiges Bild:

  • Aktienperformance in GBP: Der Kursanstieg in der Heimatwährung des Unternehmens bildet das operative Comeback ab.
  • Währungseffekt in EUR: Je nach Entwicklung des Pfund-Euro-Kurses kann die tatsächliche Rendite im Depot höher oder niedriger ausfallen als die reine GBP-Performance.

Ein vereinfachtes Beispiel: Hätte ein deutscher Anleger für 5.000 € vor einem Jahr Marks-&-Spencer-Aktien erworben, wäre der Gegenwert zunächst in GBP umgerechnet worden. Steigt der Aktienkurs in GBP deutlich, während das Pfund gegenüber dem Euro stabil bleibt oder sich leicht aufwertet, liegt die Depotperformance in Euro spürbar über dem Ausgangswert. Schwächt sich das Pfund hingegen ab, mindert dies den in Euro sichtbaren Gewinn.

Der Reality Check: Die Aktie ist – gemessen an ihrer Historie – kein klassischer Dividendenwert, sondern aktuell klar eine Turnaround-Story mit zyklischem Risiko. Wer auf Sicht von zwölf Monaten investiert, muss bereit sein, kurzfristige Rückschläge im Zuge schwächerer Konsumdaten, Inflationsschübe oder Währungsturbulenzen auszuhalten.

Das sagen die Profis (Kursziele)

Analysten großer Häuser wie britischer und internationaler Investmentbanken bewerten Marks & Spencer inzwischen überwiegend als stabilisierte Turnaround-Story. Nach mehreren Quartalen mit Ergebnisüberraschungen nach oben haben einige Institute ihre Einschätzungen von "Halten" auf "Kaufen" angehoben oder ihre Kursziele spürbar erhöht.

Wesentlich ist dabei die veränderte Argumentation:

  • Früher: Fokus auf strukturelle Schwächen in der Mode, Überkapazitäten im Filialnetz, Digitalisierungslücke.
  • Heute: Anerkennung der Fortschritte im Food-Segment, verbesserte operative Marge und ernsthafte Kostendisziplin.

Unter Analysten herrscht dennoch keine Euphorie um jeden Preis. Immer wieder hervorgehobene Risiken:

  • Konsumklima: Als Händler im mittleren Preissegment ist Marks & Spencer stark von der realen Kaufkraft der britischen Haushalte abhängig.
  • Wettbewerb: Discount-Player wie Aldi und Lidl im Lebensmittelbereich sowie Fast-Fashion-Anbieter im Bekleidungssegment erhöhen den Preisdruck.
  • Ausführungsrisiko: Der Turnaround ist zwar weit fortgeschritten, aber nicht unumkehrbar. Einzelne Fehlentscheidungen bei Sortiment oder Preispositionierung könnten schnell wieder auf die Margen drücken.

Für deutsche Privatanleger übersetzen sich die Profi-Einschätzungen in ein Bild, das sich grob so zusammenfassen lässt: Solider Buy-/Hold-Konsens mit selektivem Chance-Risiko-Profil. Die Aktie ist keine sichere Bank, bietet aber – bei weiterem operativen Fortschritt – zweistellige Renditechancen, insbesondere falls sich das Pfund zusätzlich gegenüber dem Euro stärkt.

Wer über Einstieg oder Aufstockung nachdenkt, sollte die aktuelle Bewertung (Kurs-Gewinn-Verhältnis, Margenentwicklung, Cashflow) mit vergleichbaren europäischen Einzelhändlern (z. B. Ahold Delhaize, Tesco, Carrefour) abgleichen und beachten, dass der Markt bereits einen Teil des Turnarounds eingepreist hat.

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Risikohinweis: Finanzinstrumente, insbesondere CFDs auf Rohstoffe wie Gold, sind komplex und bergen aufgrund der Hebelwirkung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren. Auch vermeintlich sichere Häfen können volatil sein. Du solltest überlegen, ob du verstehst, wie diese Instrumente funktionieren, und ob du es dir leisten kannst, das hohe Risiko einzugehen, dein Geld zu verlieren. Dieser Inhalt dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar.

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