Lithium-Akkus, Schulen

Lithium-Akkus: Deutsche Schulen unterschätzen Brandgefahr

09.02.2026 - 05:01:12

Die wachsende Zahl von Laptops und Tablets in Schulen erhöht das Risiko für Akku-Brände. Sicherheitsexperten fordern eine dringende Überarbeitung der Gefährdungsbeurteilungen.

Die Digitalisierung in Klassenzimmern schafft neue Risiken: Hunderte Laptops und Tablets mit Lithium-Ionen-Akkus stellen eine unterschätzte Brandgefahr dar. Sicherheitsexperten fordern dringend neue Gefährdungsbeurteilungen.

Die Warnung der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) vom 5. Februar 2026 zu Bränden in Elektroautos wirft ein Schlaglicht auf ein Problem, das direkt vor der Schultür steht. In jedem Tablet, Laptop oder Lehrer-E-Bike steckt die gleiche Risikotechnologie. Die Zahl dieser Geräte in Schulen explodiert – und mit ihr die potenzielle Brandlast.

Die spezifische Gefahr heißt thermisches Durchgehen. Ein innerer Kurzschluss, eine Beschädigung oder Überladung kann eine unkontrollierbare Kettenreaktion auslösen. Die Folge: extreme Hitze, Brände, Explosionen und hochgiftige Gase. In Schulen potenziert sich dieses Risiko. Oft lagern Dutzende Geräte eng beieinander in Lade- oder Aufbewahrungswagen – eine ideale Bedingung für einen Brand, der sich rasend schnell ausbreitet.

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Die Pflicht der Schulträger: Gefährdungsbeurteilung anpassen

Rechtlich sind die Schulträger in der Pflicht. Die gesetzlich vorgeschriebene Gefährdungsbeurteilung muss die neuen Risiken durch Lithium-Akkus jetzt systematisch erfassen. Dies ist kein einmaliges Dokument, sondern ein dynamischer Prozess, der die wachsende Zahl und Leistung der Akkus berücksichtigen muss.

Als Grundlage dient die DGUV Information 205-041. Sie stellt klar: Die erhöhte Brandgefahr beim Laden von Akkus ist allgemein bekannt. Das unterstreicht die Sorgfaltspflicht der Verantwortlichen. Die Beurteilung muss den kompletten Lebenszyklus abdecken – von der Anschaffung über die tägliche Nutzung bis zur Entsorgung defekter Geräte.

Konkrete Maßnahmen für mehr Sicherheit im Schulalltag

Aus der Analyse müssen klare Regeln für den Alltag folgen. Experten empfehlen einen mehrstufigen Ansatz.

Sicheres Laden und Lagern
Das Laden ist die kritischste Phase. Nur originale Ladegeräte sollten verwendet werden. Ideal ist das Beaufsichtigen des Ladevorgangs auf nicht brennbaren Unterlagen. Für große Geräte-Pools sind separate, feuerbeständige Räume oder spezielle Sicherheitsschränke die beste Wahl. Ein Mindestabstand von 2,5 Metern zu anderen brennbaren Materialien ist Pflicht. Das Laden in Fluchtwegen ist strikt verboten.

Sensibilisierung und Inspektion
Lehrkräfte und Schüler müssen für die Risiken sensibilisiert werden. Dazu gehören regelmäßige Sichtprüfungen auf Schäden, Verformungen oder Überhitzung. Ein aufgeblähter oder beschädigter Akku ist ein Stopp-Signal: Er darf nicht weiter genutzt werden und muss als Gefahrgut fachgerecht entsorgt werden.

Im Brandfall: Feuerwehr braucht spezielles Wissen

Trotz aller Vorsicht kann es brennen. Dann wird es gefährlich. Ein Akku-Brand kann sich selbst unterhalten und immer wieder neu entzünden. Daher ist es entscheidend, dass die örtliche Feuerwehr informiert ist: Wo und wie viele Lithium-Akkus lagern in der Schule? Nur mit diesem Wissen kann sie im Ernstfall gezielt und mit der richtigen Taktik löschen.

Die Digitalisierung der Schulen ist notwendig. Sie darf aber nicht auf Kosten der Sicherheit von Schülern und Lehrkräften gehen. Die Zeit für proaktives Handeln ist jetzt. Schulträger müssen ihre Gefährdungsbeurteilungen überarbeiten und ein umfassendes Risikomanagement etablieren. Nur so bleiben Klassenzimmer ein sicherer Ort zum Lernen.

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