Lerntypen-Mythos: Neurowissenschaft entlarvt populären Irrglauben
28.01.2026 - 07:56:12Die Einteilung in visuelle oder auditive Lerntypen verbessert den Lernerfolg nicht. Das belegen aktuelle neurowissenschaftliche Erkenntnisse. Stattdessen empfehlen Experten evidenzbasierte, multimodale Lernmethoden.
Die Idee, dass Menschen als visuelle, auditive oder haptische Typen lernen, ist in Schulen und Ratgebern allgegenwärtig. Rund 90 Prozent der Lehrkräfte glauben Umfragen zufolge an dieses Konzept. Die Wissenschaft zeichnet ein anderes Bild: Zahlreiche Studien finden keine Belege für einen Lernerfolg durch angepasste Methoden.
Warum das Gehirn anders tickt
Die zentrale Schwachstelle des Modells ist die Verwechslung von Vorliebe und Wirksamkeit. Nur weil jemand lieber Videos schaut, lernt er dadurch nicht automatisch besser. Entscheidend ist die Art des Lernstoffs: Eine Landkarte ist nun mal ein visuelles Medium, eine Fremdsprache lernt sich leichter durch Hören und Sprechen.
Das Gehirn arbeitet grundsätzlich multimodal. Es verknüpft Informationen aus verschiedenen Quellen. „Wissen entsteht, wenn neue Inhalte in einen Kontext eingebettet werden“, erklärt Neurowissenschaftler Henning Beck. Eine Beschränkung auf einen einzigen Sinneskanal behindert diesen Vernetzungsprozess eher.
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Die riskanten Folgen einer falschen Etikette
Das Festhalten am Lerntypen-Mythos kann sogar schädlich sein. Es verführt Lernende in eine Lernmonokultur. Wer sich als „visueller Typ“ sieht, meidet vielleicht wichtige Diskussionen oder Podcasts. Die Kategorisierung kann auch als bequeme Entschuldigung für Lernschwierigkeiten dienen.
Eine Studie aus dem Jahr 2023 warnte zudem vor stereotypen Annahmen. Die Einteilung lenkt von den wahren Erfolgsfaktoren ab: Vorwissen, Motivation und die Anwendung richtiger Techniken.
Gehirngerecht lernen: Diese Methoden wirken
Was also tun? Experten setzen auf evidenzbasierte Strategien, die die Biologie des Gehirns berücksichtigen.
- Multimodales Lernen: Kombinieren Sie Sinneskanäle. Sehen Sie ein Erklärvideo und fassen Sie es dann schriftlich zusammen.
- Aktiver Abruf: Fragen Sie sich aktiv ab, was Sie gelernt haben – mit Karteikarten oder eigenen Quizfragen.
- Gespreiztes Lernen: Wiederholen Sie den Stoff in wachsenden Zeitabständen, um ihn im Langzeitgedächtnis zu verankern.
- Bedeutungsvolles Lernen: Verknüpfen Sie Neues mit Ihrem vorhandenen Wissen und schaffen Sie Bezüge.
Die Abkehr vom Lerntypen-Mythos ist ein Schritt zu einer effektiveren Lernkultur. Für Schulen bedeutet das: Lehrkräfte müssen in evidenzbasierten Methoden geschult werden. Für alle Lernenden bietet sich die Chance, sich von einschränkenden Etiketten zu befreien und das volle Potenzial ihres Gehirns auszuschöpfen.
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