Leopoldina fordert Paradigmenwechsel gegen Adipositas-Epidemie
24.01.2026 - 18:09:12Gesundheitsexperten und Politik intensivieren den Kampf gegen Übergewicht und Bewegungsmangel. Angesichts explodierender Folgekosten fordern sie einen Systemwechsel – weg von Appellen an den Einzelnen, hin zu einer präventiven Gesundheitskultur.
Die Zahlen sind alarmierend: Rund zwei Drittel der Männer und fast die Hälfte der Frauen in Deutschland sind übergewichtig oder adipös. Fast jeder fünfte Erwachsene leidet an der chronischen Krankheit Adipositas.
Die gesellschaftlichen Kosten belaufen sich Schätzungen zufolge auf etwa 63 Milliarden Euro pro Jahr. Diese Summe umfasst Behandlungskosten und indirekte Ausgaben durch Arbeitsausfälle.
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Starkes Übergewicht ist ein zentraler Risikofaktor für zahlreiche Folgeerkrankungen:
* Herz-Kreislauf-Leiden
* Diabetes Typ 2
* Bestimmte Krebsarten
* Gelenk- und Rückenprobleme
Laut OECD werden künftig etwa 70 Prozent der Diabetes-Behandlungskosten auf Adipositas zurückgehen. Vier von zehn Todesfällen in Deutschland lassen sich auf Risikofaktoren wie ungesunde Ernährung und Bewegungsmangel zurückführen.
Politik soll gesunde Wahl erleichtern
Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina forderte diese Woche eine umfassende Strategie. Einzelappelle reichen nicht mehr – systemische Veränderungen sind nötig.
Zu den konkreten Vorschlägen gehören:
* Eine Steuer auf stark zuckerhaltige Getränke
* Steuerliche Entlastungen für gesunde Lebensmittel
* Strikte Werbebeschränkungen für ungesunde Kinderprodukte
Ziel ist ein Umfeld, in dem die gesündere Wahl zur leichteren Wahl wird. Im Vereinigten Königreich zeigte eine Zuckersteuer bereits positive Effekte.
Bewegung muss in den Alltag zurückkehren
Initiativen wie der „Runde Tisch Bewegung und Gesundheit“ des Bundesgesundheitsministeriums zielen auf mehr Aktivität im täglichen Leben ab. Der Fokus liegt nicht nur auf Sport, sondern auf Integration:
* Fahrrad statt Auto für den Arbeitsweg
* Treppe statt Aufzug
* Aktive Pausen im Job
Bereits moderate, aber regelmäßige Bewegung senkt das Krankheitsrisiko signifikant. Besonders bei Kindern und Jugendlichen ist sie essenziell – doch laut Robert Koch-Institut erreichen nur 26 Prozent die WHO-Empfehlung von 60 Minuten Aktivität pro Tag.
Deutschland hinkt im internationalen Vergleich hinterher
Länder wie Finnland oder Großbritannien sind in der Präventionspolitik weiter. Die aktuellen Forderungen signalisieren jedoch ein Umdenken.
Investitionen in Prävention entlasten langfristig das Gesundheitssystem. Die Herausforderung: Eine nationale Initiative muss über Legislaturperioden hinaus Bestand haben und alle Lebensbereiche einbeziehen – von der Stadtplanung bis zur Arbeitswelt.
Ein zentrales Vorhaben ist die geplante Einrichtung eines Nationalen Kompetenzzentrums für Bewegungsförderung. Es soll Wissen bündeln und die Koordination verbessern. Der Erfolg hängt davon ab, ob Politik, Gesundheitswesen, Wirtschaft und Zivilgesellschaft an einem Strang ziehen.
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