KUKA, LogiMAT

KUKA zeigt auf der LogiMAT die vernetzte Roboter-Fabrik

11.02.2026 - 11:25:12

KUKA demonstriert auf der LogiMAT 2026 die nahtlose Integration verschiedener Roboter in Logistikprozesse. Kernstück ist die Vorstellung eines neuen autonomen Schwerlast-Gabelstaplers.

KUKA setzt mit einer riesigen Demo-Arena auf offene Standards und gemischte Roboterflotten. Im Zentrum: ein neuer autonomer Gabelstapler.

Der Augsburger Robotik-Konzern KUKA kündigt für die LogiMAT 2026 in Stuttgart eine spektakuläre Weltpremiere an. Vom 24. bis 26. März will das Unternehmen in einer über 600 Quadratmeter großen „Interoperability Arena“ demonstrieren, wie sich verschiedene Roboter nahtlos in einen Arbeitsfluss integrieren lassen. Kern der Ankündigung ist die Vorstellung des neuen autonomen Mobil-Gabelstaplers KMF 1500P-CB.

Die Arena: Wo mobile und stationäre Roboter verschmelzen

In Halle 8 (Stand B61) inszeniert KUKA eine reale Logistikumgebung. Die Botschaft ist klar: Die Zukunft liegt nicht in isolierten Automatisierungsinseln, sondern in durchgängigen, flexiblen Materialflüssen. In einer 75 Quadratmeter großen Interaktionszone arbeiten mobile Plattformen wie der KMP 250P mit einem stationären KR IONTEC-Industrieroboter zusammen. Dieser stapelt Kartons auf Paletten, die von den mobilen Robotern angeliefert werden – ganz ohne menschliches Zutun.

Die Demonstration ist ein Gemeinschaftsprojekt mit Partnern wie der Software-Schmiede SYNAOS und dem Ladespezialisten WIFERION. Sie zeigt, wie heterogene Flotten – also Roboter verschiedener Hersteller – über eine einheitliche Steuerungsebene orchestriert werden können. Ein Schlüssel dazu ist der offene Kommunikationsstandard VDA 5050.

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Premiere: Der autonome Schwerlast-Gabelstapler

Das neue Flaggschiff für die Intralogistik ist der KMF 1500P-CB. Der autonome Gabelstapler soll die Lücke zwischen Lagerlogistik und Produktionslinien schließen.

Seine technischen Daten im Überblick:
* Tragfähigkeit: 1.500 Kilogramm
* Hubhöhe: Bis zu 3 Meter
* Navigation: Autonom über KUKA.AMR OS
* Integration: Nahtlos in die KUKA.AMR Fleet-Software

Die Besonderheit: Der Stapler ist von Haus aus in dieselbe Softwareumgebung integriert wie KUKAs flache Transportroboter. Damit will der Konzern die typischen Software-Silos auflösen, die verschiedene Fahrzeugtypen oft voneinander trennen. Das System ist für Standardpaletten und Gitterboxen ausgelegt und soll sich so einfach in bestehende Lagerinfrastrukturen einfügen.

Software als Schlüssel zur Flexibilität

Die Arena macht deutlich: Die Hardware ist nur die Hälfte der Lösung. Die wahre Intelligenz steckt in der Software. Mit der SYNAOS Intralogistics Platform und KUKA.AMR Fleet werden Verkehrsfluss und Aufgabenverteilung in der gemischten Flotte gesteuert.

Die Partnerschaft mit SYNAOS unterstreicht eine strategische Wende. KUKA demonstriert, dass seine Roboter auch in herstellerunabhängigen Ökosystemen funktionieren. Das ist ein entscheidendes Argument für Großkunden, die Geräte verschiedener Lieferanten beschaffen und keine Abhängigkeit von einem einzigen Anbieter riskieren wollen.

Ein weiteres Praxisproblem adressiert Partner WIFERION mit induktiven Ladelösungen. Roboter können ihre Batterien in kurzen Betriebspausen kontaktlos „auftanken“. Das ermöglicht theoretisch einen 24/7-Dauerbetrieb ohne lange Ladezeiten.

Markttrend: Die Grenze zwischen Produktion und Logistik verschwimmt

Der Zeitpunkt der Ankündigung ist kein Zufall. Der Logistiksektor steht unter massivem Automatisierungsdruck, getrieben von Fachkräftemangel und dem Wachstum des E-Commerce.

Experten beobachten einen fundamentalen Wandel: Die traditionelle Trennung zwischen stationärer Produktion und mobiler Logistik löst sich auf. Starre Fließbänder werden durch flexible, intelligente mobile Einheiten ersetzt – eine Entwicklung hin zur „Matrix-Produktion“. In KUKAs Arena werden mobile Roboter zu den „Beinen“ für stationäre Roboterarme. So entstehen Produktionszellen, die per Software neu konfiguriert werden können und nicht mehr aufwändig umgebaut werden müssen.

Diese Strategie folgt einem Branchentrend. Führende Roboterhersteller verkaufen nicht mehr nur Einzelmaschinen, sondern vernetzte Systeme. Indem KUKA die Interoperabilität mit Drittsoftware validiert, nimmt es Kunden die Angst vor dem „Vendor Lock-in“ – der gefürchteten Abhängigkeit von einem einzigen Anbieter.

Ausblick: Rollout noch 2026

Nach der LogiMAT-Premiere Ende März wird KUKA den neuen Gabelstapler voraussichtlich noch 2026 auf den europäischen und nordamerikanischen Märkten einführen. Der Fokus auf den VDA-5050-Standard legt nahe, dass künftige Produkt-Updates die Kompatibilität mit offenen Schnittstellen priorisieren werden.

Für Logistikmanager ist die „Interoperability Arena“ ein Proof-of-Concept für das vollautomatisierte Lager. Die Branche erwartet eine langfristige Entwicklung hin zu „Lights-out“-Logistikzentren, in denen die Übergabe zwischen autonomen Fahrzeugen, Gabelstaplern und Roboterarmen komplett ohne Menschen abläuft. Die Zukunft der Fabrikhalle könnte bald menschenleer sein.

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