Kündigungsschutz, Erstberatung

Kündigungsschutz: Warum die Erstberatung entscheidet

28.01.2026 - 09:02:12

Vor dem Hintergrund politischer Unsicherheit wird eine frühe Rechtsberatung für Arbeitgeber und Arbeitnehmer immer wichtiger, um Kündigungsrisiken zu minimieren und kostspielige Prozesse zu vermeiden.

Eine Kündigung ist ein juristisches Minenfeld – für beide Seiten. Angesichts der politischen Debatte um eine mögliche Lockerung des Kündigungsschutzes wächst die Unsicherheit. Eine frühe anwaltliche Beratung wird zum entscheidenden Instrument, um teure Gerichtsverfahren zu vermeiden.

Das Kündigungsdilemma: Strenge Regeln, kurze Fristen

Das Kündigungsschutzgesetz schützt Arbeitnehmer in Betrieben mit mehr als zehn Mitarbeitern umfassend. Eine Kündigung ist nur aus personenbedingten, verhaltensbedingten oder dringenden betrieblichen Gründen wirksam. Für Arbeitgeber ist das eine hohe Hürde: Schon formale Fehler wie eine mangelhafte Betriebsratsanhörung können eine Kündigung kippen.

Arbeitnehmer stehen unter enormem Zeitdruck. Sie müssen innerhalb von nur drei Wochen nach Kündigungserhalt Klage erheben. Verstreicht diese Frist, gilt die Kündigung als wirksam – egal, ob sie rechtmäßig war oder nicht.

Die Kostenfalle: Warum Prozesse so teuer werden

Ein Kündigungsschutzverfahren ist ein finanzielles Risiko. Die Kosten richten sich nach dem Streitwert, der pauschal mit drei Bruttomonatsgehältern angesetzt wird. Eine Besonderheit: In erster Instanz trägt jede Partei ihre eigenen Anwaltskosten, unabhängig vom Urteil.

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Für Unternehmen kommt ein weiteres Risiko hinzu. Wird die Kündigung für unwirksam erklärt, besteht das Arbeitsverhältnis fort. Der Arbeitgeber muss dann rückwirkend den vollen Lohn für die gesamte Prozessdauer nachzahlen – eine Belastung, die schnell fünfstellige Beträge erreichen kann.

Strategische Beratung: Der erste Schritt zur Lösung

Vor diesem Hintergrund ist die anwaltliche Erstberatung kein Luxus, sondern eine strategische Notwendigkeit. Sie bietet Klarheit in einer komplexen Lage.

Für Arbeitgeber bedeutet dies: Ein Fachanwalt prüft die geplante Kündigung auf Herz und Nieren. Sind die Gründe stichhaltig? Wurden alle Formalien eingehalten? Oft zeigt sich hier, dass ein Aufhebungsvertrag die risikoärmere Alternative ist.

Für Arbeitnehmer geht es darum, realistische Erfolgsaussichten einzuschätzen. Ist die Kündigung angreifbar? Oft ist das Ziel gar nicht die Rückkehr an den alten Arbeitsplatz, sondern die Verhandlung einer angemessenen Abfindung.

Abfindung: Der Königsweg in unsicheren Zeiten

Die aktuelle politische Debatte zeigt: Das Arbeitsrecht ist im Fluss. In dieser Unsicherheit gewinnen außergerichtliche Einigungen an Bedeutung. Deutschland ist in Europa für vergleichsweise hohe Abfindungen bekannt – eine direkte Folge des starken Kündigungsschutzes.

Viele Verfahren enden daher nicht mit einem Urteil, sondern mit einem Vergleich. Eine professionelle Erstberatung hilft, die realistische Höhe einer Abfindung zu taxieren und eine Verhandlungsstrategie zu entwickeln. So lässt sich das Prozessrisiko für beide Seiten minimieren.

Die Kontrolle über eine Kündigungssituation beginnt nicht vor Gericht, sondern mit dem ersten beratenden Gespräch. In unsicheren Zeiten ist diese Investition in Rechtssicherheit oft die beste Entscheidung.

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