Krypto-Betrüger, Handy-Werbung

Krypto-Betrüger kapern Handy-Werbung für Millionenschäden

16.01.2026 - 19:24:12

Betrüger nutzen manipulierte Werbeanzeigen in Alltags-Apps und KI-gestützte Deepfakes, um Nutzer auf gefälschte Handelsplattformen zu locken und Millionenschäden zu verursachen.

Eine neue Welle von Cyberkriminalität nutzt manipulierte Werbung in Alltags-Apps, um Anleger in Krypto-Fallen zu locken. Die Anzeigen in Spielen oder Dienstprogrammen führen zu gefälschten Handelsplattformen, die digitale Geldbörsen leeren. Behörden warnen vor immer professionelleren Methoden, die Millionenschäden verursachen.

Von der Werbung zur leeren Wallet: So funktioniert die Masche

Der Betrug beginnt mit professionellen Werbeanzeigen in seriösen Apps. Sie versprechen utopische Renditen mit Bitcoin oder Ethereum. Ein Klick darauf führt jedoch auf betrügerische Plattformen.

Oft müssen Nutzer eine gefälschte App installieren, die echter Krypto-Software täuschend ähnlich sieht. Eine als „WalletConnect“ getarnte App entwendete so über fünf Monate Kryptowährungen im Wert von 70.000 US-Dollar. Andere Anzeigen leiten auf Phishing-Seiten, die private Schlüssel stehlen.

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KI und Deepfakes: Die neue Waffe der Betrüger

Künstliche Intelligenz macht die Lockangebote immer überzeugender. Das Schweizer Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) warnt vor einem Anstieg KI-gestützter Betrugsversuche. Besonders perfide sind Deepfake-Videos, in denen Prominente oder angebliche Experten für Fake-Plattformen werben.

Ein deutsches Opfer verlor fast sein gesamtes Vermögen, nachdem es über eine solche Anzeige auf eine Fake-Trading-Seite gelockt wurde. Über Messenger wie WhatsApp bauten dann psychologisch geschulte „Berater“ Druck für weitere Einzahlungen auf.

App-Stores: Das trügerische Sicherheitsversprechen

Die Betrüger nutzen das hohe Vertrauen in offizielle Stores von Apple und Google aus. Immer wieder gelingt es ihnen, Sicherheitskontrollen zu umgehen. In den USA laufen Sammelklagen gegen Apple. Der Vorwurf: Das Unternehmen schütze Nutzer nicht ausreichend vor betrügerischen Krypto-Apps.

Zwar entfernen die Plattformen schädliche Apps nach ihrer Identifizierung. Für die betroffenen Nutzer ist der finanzielle Schaden dann aber oft schon eingetreten.

Wie sich Verbraucher schützen können

Verbraucherschützer wie die Arbeiterkammer Oberösterreich warnen vor Angeboten, die schnellen Reichtum ohne Risiko versprechen. Die Masche beginnt häufig mit kleinen Einstiegssummen. Zeigen sich erste, manipulierte „Gewinne“, folgt der Druck, deutlich mehr zu investieren. Auszahlungen scheitern dann an neuen Gebühren oder führen zur Kontosperrung.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) rät zu diesen Maßnahmen:
* Apps nur aus offiziellen Stores laden.
* App-Berechtigungen immer genau prüfen.
* Bei Werbung mit unrealistischen Versprechen höchste Skepsis walten lassen.
* Vor jeder Investition unabhängig recherchieren und Warnlisten der Finanzaufsicht checken.

Da Betrüger ihre Methoden mit KI stetig verfeinern, bleibt die Wachsamkeit der Nutzer der wichtigste Schutz.

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