Kribbeln, Fingern

Kribbeln in den Fingern: Warnsignal für Büroarbeiter

16.01.2026 - 07:52:12

Fehlhaltungen am Arbeitsplatz können zu Nervenproblemen wie dem Karpaltunnelsyndrom führen. Ergonomie und regelmäßige Übungen sind entscheidend für die Prävention.

Ein Kribbeln in den Fingern kann auf ernste Nervenprobleme hindeuten. Immer mehr Menschen mit Bürojobs oder im Homeoffice kennen dieses Symptom. Arbeitsmediziner warnen: Statt es zu ignorieren, sollte man die Ursachen verstehen und gegensteuern.

Wenn Nerven unter Druck geraten

Das lästige Gefühl ist meist kein Zufall. Es entsteht, wenn eine der drei Hauptnervenbahnen in Arm oder Hand eingeklemmt wird.
* Beim Karpaltunnelsyndrom wird der Medianusnerv im Handgelenk gequetscht. Folge: Taubheit in Daumen, Zeige- und Mittelfinger.
* Das Kubitaltunnelsyndrom drückt den Ulnarisnerv am Ellenbogen. Das löst Kribbeln in Klein- und Ringfinger aus.
* Auch Probleme an der Halswirbelsäule können Schmerzen bis in die Hände ausstrahlen.

Gemeinsamer Auslöser sind oft Fehlhaltungen und einseitige Belastungen am Schreibtisch.

So schafft man ein gesundes Arbeitsumfeld

Die beste Strategie ist eine kluge Ergonomie. Der Arbeitsplatz sollte eine neutrale, entspannte Haltung fördern.
* Stuhl und Tisch so einstellen, dass Füße flach stehen und Unterarme locker aufliegen. Ellbogen und Knie bilden idealerweise einen 90-Grad-Winkel.
* Tastatur und Maus so platzieren, dass die Handgelenke gerade bleiben – nicht nach oben abgeknickt. Vertikalmäuse oder geteilte Tastaturen entlasten.
* Der Monitor gehört so weit weg, dass die oberste Zeile auf Augenhöhe ist. Das verhindert einen angespannten Nacken.

Einfache Übungen für sofortige Entlastung

Neben der richtigen Ausstattung ist regelmäßige Bewegung der Schlüssel. Starres Sitzen ist Gift. Besser: dynamisch sitzen und die Position oft wechseln.

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Kurze Pausen mit einfachen Übungen wirken Wunder:
* Handgelenke sanft beugen und strecken.
* Eine Faust machen und die Finger langsam wieder spreizen.
* Schultern kreisen und den Kopf vorsichtig zur Seite neigen.

Diese Mini-Workouts lockern verspannte Muskeln und entlasten die Nervenbahnen – und passen in jede Kaffeepause.

Ein Problem der digitalen Arbeitswelt

Die Zunahme der Beschwerden hängt direkt mit der Digitalisierung zusammen. Im Homeoffice fehlen oft ergonomische Standards, die im Büro gelten. Die Folge: mehr Muskel-Skelett-Erkrankungen und nervenbedingte Ausfälle.

Unternehmen investieren daher zunehmend in betriebliche Gesundheitsförderung. Denn eine frühe Diagnose kann chronische Verläufe und Operationen verhindern.

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