Koralmbahn treibt Kärntner Grundstückspreise in die Höhe
13.01.2026 - 20:02:12Der Immobilienmarkt in Kärnten spaltet sich zu Beginn des Jahres. Während der allgemeine Wohnungsmarkt nur langsam Tritt fasst, entfacht die bevorstehende Koralmbahn eine Preisexplosion für Bauland. Experten sprechen bereits von einem tiefgreifenden Wandel für den Süden Österreichs.
Grundstückpreise explodieren entlang der Strecke
Die Koralmbahn fungiert als starker Motor für den regionalen Immobilienmarkt. Am deutlichsten zeigt sich das bei den Grundstückspreisen. In der Gemeinde St. Paul im Lavanttal haben sich die Preise für Bauland in den letzten zwei Jahren nahezu verdoppelt. Aktuell werden hier Quadratmeterpreise zwischen 120 und 150 Euro aufgerufen.
Dieses gestiegene Interesse wird vor allem von Bauträgern getragen, die das Potenzial der verbesserten Anbindung an den Wirtschaftsraum Graz früh erkannt haben. Auch die Bezirksstadt Wolfsberg und die Region um den Klopeiner See gelten als klare Profiteure. Die Pendeldistanz zur steirischen Landeshauptstadt wird massiv verkürzt.
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Wohnungsmarkt zeigt sich noch verhalten
Im Gegensatz zur Rallye bei den Grundstückspreisen bleibt der Markt für Eigentumswohnungen und Häuser in Kärnten gedämpft. Die Nachwehen der Zinswende und strenge Kreditrichtlinien führten landesweit zu einem Nachfragerückgang. Private Bauträger agieren im Neubau weiterhin zurückhaltend.
Dennoch blickt die Branche optimistisch in die Zukunft. Eine aktuelle Prognose erwartet für Kärnten ein Nachfragewachstum von 4,3 Prozent. Diese Erholung signalisiert eine Stabilisierung. In Kombination mit den Impulsen der Koralmbahn könnte sich eine neue Dynamik entfalten.
Förderprogramme sollen Kaufanreize schaffen
Die Entwicklung wird maßgeblich von regulatorischen Entscheidungen beeinflusst. Die strengen Kreditvergaberichtlinien (KIM-Verordnung) wirkten als Dämpfer. Branchenvertreter sehen nun erste positive Signale für eine Trendwende.
Gleichzeitig setzt die Kärntner Landesregierung auf neue Wohnbauförderungsprogramme. Diese zielen darauf ab, leistbaren Wohnraum zu schaffen und sowohl Neubau als auch Sanierung zu unterstützen. Besonders junge Familien sollen so der Erwerb von Wohneigentum erleichtert werden.
Kärnten nimmt eine Sonderstellung ein
Im Österreich-Vergleich nimmt Kärnten eine Sonderstellung ein. Während alle Bundesländer von einer allgemeinen Markterholung profitieren, verleiht die Koralmbahn einen einzigartigen, langfristigen Wachstumsimpuls. Die Infrastrukturinvestition wertet eine ganze Region auf.
Analysten merken jedoch an: Der Effekt kommt vor allem Unterkärnten zugute. Peripher gelegene Talschaften wie das Gurk- oder Mölltal sind weiterhin mit Abwanderung konfrontiert. Die Bahn schärft das Profil Kärntens, führt aber auch zu einer stärkeren regionalen Differenzierung.
Ein neuer Zentralraum entsteht
Mit der vollständigen Inbetriebnahme der Koralmbahn wird sich die positive Entwicklung weiter beschleunigen. Experten erwarten, dass die steigende Nachfrage nach Grundstücken zeitverzögert auch die Wohnimmobilienpreise beeinflusst.
Die Fahrzeit nach Graz verkürzt sich auf unter eine Stunde. Das macht Kärntner Standorte für eine deutlich größere Gruppe von Pendlern attraktiv. Es entsteht ein neuer Zentralraum mit über einer Million Einwohnern. Für den Kärntner Wohnungsmarkt bedeutet das eine nachhaltige Belebung.
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