KNDS und TYTAN bauen europäische Drohnenabwehr aus
08.02.2026 - 17:00:12München, 08. Februar 2026 – Der Rüstungskonzern KNDS und der Drohnenabwehr-Spezialist TYTAN Technologies verstärken ihre Zusammenarbeit. Ziel ist eine neue Generation mobiler Abwehrsysteme gegen feindliche Drohnen – eine direkte Antwort auf die veränderte Kriegsführung.
Boxer-Panzer wird fliegende Abwehrplattform
Kern der Partnerschaft ist die Integration von TYTANs kinetischer „Interceptor-S“-Drohne in den gepanzerten Boxer von KNDS. Das System wurde bereits im Herbst 2025 der Bundeswehr vorgeführt. Die Abfangdrohnen lagern in einem modularen Kanistersystem im Fahrzeug und können während der Fahrt eingesetzt werden.
Passend zum Thema Dual‑Use‑ und Exportkontrollen: Hersteller und Zulieferer von Drohnen- und Rüstungstechnik müssen komplexe Genehmigungspflichten beachten – sonst drohen Lizenzverluste und hohe Strafen. Der kostenlose Praxis‑Leitfaden erklärt Schritt für Schritt, welche Bauteile unter die Dual‑Use‑VO fallen, wie Sie Risikoanalysen durchführen und Ausfuhrgenehmigungen sicher beantragen. Unverzichtbar für Entwickler, Exportverantwortliche und Compliance‑Teams, die ihre Lieferketten rechtssicher gestalten wollen. Gratis Dual‑Use‑Leitfaden herunterladen
Diese „Drohne-gegen-Drohne“-Technologie schützt Truppen und Konvois unmittelbar vor Bedrohungen wie Kamikaze-Drohnen, ohne auf externe Luftabwehr angewiesen zu sein. Die Partnerschaft will diese Integration nun für weitere Landsysteme von KNDS optimieren.
Interceptor-S: KI-gesteuert und hochpräzise
Die Abfangdrohne Interceptor-S ist ein reiner Wirkmittelträger. Mit einem Startgewicht von etwa fünf Kilogramm und einer Reichweite von bis zu fünf Kilometern kann sie Ziele mit hoher Geschwindigkeit neutralisieren. Entscheidend ist ihre KI-gesteuerte Autonomie.
Das System erkennt und bekämpft Bedrohungen eigenständig – eine Fähigkeit, die gerade gegen Drohnenschwärme unverzichtbar ist. Die Reaktion erfolgt schneller, als es menschliche Operatoren je könnten. TYTAN setzt damit auf eine kosteneffiziente Antwort auf die Flut billiger Angriffsdrohnen.
Antwort auf ein verändertes Schlachtfeld
Die Allianz ist eine direkte Konsequenz aus den Lehren aktueller Konflikte. Billige, aber tödliche Drohnen haben die Gefechtsfelder revolutioniert und selbst moderne Panzer verwundbar gemacht. Die Nachfrage nach integrierten, mobilen Abwehrlösungen ist daher dringlicher denn je.
KNDS bringt seine Expertise in gepanzerten Landsystemen ein, TYTAN die innovative Abwehrtechnologie. Gemeinsam entwickeln sie nicht nur Fahrzeugintegrationen, sondern auch Lösungen zum Schutz von Stützpunkten und an der Front. Diese mehrschichtige Strategie gilt als Schlüssel für eine wirksame Drohnenabwehr.
Auf dem Weg zu einem europäischen Standard
Die erweiterte Kooperation zielt darauf ab, eine souveräne europäische Fähigkeit in der mobilen Drohnenabwehr zu etablieren. Ein gemeinsamer Standard für mobile Startlösungen könnte die Integration bei NATO- und Partnerstreitkräften vereinfachen und die Interoperabilität stärken.
Mit fortschreitender Drohnentechnologie wächst der Bedarf an robusten Systemen. Die Partnerschaft setzt auf KI, Modularität und Anpassungsfähigkeit – auch gegen koordinierte Schwarmangriffe. Erkenntnisse aus dem Einsatz älterer TYTAN-Modelle in Konfliktzonen wie der Ukraine sollen die Weiterentwicklung für europäische Armeen beschleunigen.
Übrigens: Wer Systeme mit KI‑Autonomie entwickelt, sollte zusätzlich die Exportkontrolle und nationale Genehmigungen frühzeitig prüfen. Unsere Checkliste bietet schnelle Maßnahmen zur Klassifizierung von Komponenten, Praxisbeispiele aus der Verteidigungsindustrie und Tipps zur Zusammenarbeit mit Behörden – so vermeiden Sie Verzögerungen bei Exporten und Auftragsverlust. Besonders wichtig bei grenzüberschreitender Lieferung an NATO‑Partner und in EU‑Mitgliedstaaten. Kostenloser Download für Projektleiter und Compliance‑Beauftragte. Jetzt Dual‑Use‑Checkliste sichern


