Kindergeld steigt 2026: Vier Euro mehr pro Kind und Monat
18.01.2026 - 19:01:12Ab Januar erhalten Familien mehr Geld vom Staat – ohne Antrag. Die automatische Erhöhung von Kindergeld und Kinderfreibetrag soll die Haushalte entlasten.
Die neuen Regelungen sehen eine moderate Anhebung vor. Das monatliche Kindergeld steigt um vier Euro auf 259 Euro. Der steuerliche Kinderfreibetrag für zusammen veranlagte Eltern erhöht sich um 156 Euro auf 9.756 Euro jährlich. Die Umstellung erfolgt automatisch durch die Familienkassen.
So profitieren Familien ab sofort
Konkret bedeutet die Erhöhung 48 Euro mehr pro Kind im Jahr 2026. Der Gesamtfreibetrag setzt sich aus zwei Teilen zusammen: 6.828 Euro für das sächliche Existenzminimum und unveränderte 2.928 Euro für Betreuung und Erziehung.
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Doch welche Entlastung ist für wen die bessere? Das Finanzamt prüft das automatisch. Bei der jährlichen Steuererklärung erfolgt eine Günstigerprüfung. Für Familien mit geringerem Einkommen lohnt sich meist das direkte Kindergeld. Bei höheren Einkommen bringt der Freibetrag oft mehr, da er das zu versteuernde Einkommen mindert.
Inflation ausgleichen, kalte Progression bekämpfen
Die Anpassungen sind Teil eines größeren Pakets. Parallel stieg auch der Grundfreibetrag auf 12.348 Euro. Ziel ist es, die Effekte der Inflation auszugleichen. Lohnerhöhungen sollen nicht durch überproportionale Steuern aufgezehrt werden.
Die in der letzten Legislaturperiode diskutierte Kindergrundsicherung wird nicht weiterverfolgt. Die Regierung setzt stattdessen auf das bestehende System. Der Kinderzuschlag bleibt in der Höhe unverändert, die Beantragung wird jedoch vereinfacht. Künftig soll er gemeinsam mit dem Wohngeld digital beantragt werden können.
Einfacherer Zugang zu Leistungen als Trend
Experten erwarten regelmäßige Nachjustierungen der Familienleistungen. Die Politik will Kindergeld und Kinderfreibetrag stärker koppeln, um alle Einkommensgruppen ausgewogen zu entlasten.
Der Trend geht zu digitalen und unbürokratischeren Lösungen. Familien sollten weitere Leistungen im Blick behalten: den Entlastungsbetrag für Alleinerziehende oder das Bildungs- und Teilhabepaket. Welche weiteren Schritte folgen, um Haushalte mit Kindern langfristig zu stabilisieren, bleibt abzuwarten.


