KIMM-Exosuit: Samsung unterstützt revolutionäre Roboter-Kleidung
18.01.2026 - 17:42:12Ein neuartiger, weicher Roboteranzug aus Südkorea könnte Menschen mit Muskelerkrankungen ein neues Maß an Selbstständigkeit schenken. Das textile Exoskelett, dünner als ein Haar, reduziert die Muskelbelastung um über 40 Prozent und hebt bis zu 15 Kilogramm. Klinische Tests laufen bereits.
Ein Anzug aus Zukunftsfasern
Der Traum von einer leichten, alltagstauglichen Roboterhülle rückt näher. Forscher des Korea Institute of Machinery and Materials (KIMM) und des Seoul National University Hospital haben ein Exoskelett entwickelt, das sich wie Kleidung anfühlt. Es besteht aus ultradünnen Fäden und ist damit ein radikaler Gegenentwurf zu den klobigen, starren Modellen der Vergangenheit. Finanziert wird das Projekt durch eine Philanthropie-Initiative der Samsung-Familie, die sich auf seltene Krankheiten bei Kindern konzentriert.
„Der Schlüssel liegt in der Weichheit“, erklärt das Prinzip. Das System unterstützt gleichzeitig Ellbogen, Schultern und die Hüfte. Für Patienten mit fortschreitendem Muskelschwund, wie der Duchenne-Muskeldystrophie, ist das ein Hoffnungsschimmer. Die Technologie bewahrt Kraft und reduziert Erschöpfung – zwei entscheidende Faktoren für die Lebensqualität.
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Klinische Erfolge und persönliche Hoffnungen
Die ersten Ergebnisse aus den klinischen Studien sind vielversprechend. Professor Lee Woo-hyung von der Seoul National University Hospital betont den praktischen Nutzen: Bisherige Orthesen und Roboterhilfen seien oft zu schwer und zu teuer für den täglichen Gebrauch. Dieser textile Anzug hingegen lässt sich wie ein Pullover an- und ausziehen – und bietet dabei aktive Muskelunterstützung.
Für den 15-jährigen Myung Ha-yul, der auf einen Elektrorollstuhl angewiesen ist, könnte die Technologie alles verändern. Einfache Handgriffe selbstständig ausführen zu können, wäre ein enormer Gewinn. Die Anwendungen gehen über seltene Erkrankungen hinaus: Auch ältere Menschen mit altersbedingtem Muskelschwund (Sarkopenie) könnten profitieren.
Samsungs Strategie: Roboter als Wachstumsmotor
Das Engagement ist kein Zufall, sondern Teil einer klaren Strategie. Samsung-CEO Roh Tae-moon bekräftigte erst kürzlich auf der CES 2026, dass Roboter ein zentraler Zukunftsmotor für den Konzern sind. Man bereite den Eintritt in Geschäfts- und Privatkundenmärkte vor und prüfe weitere Investitionen in Robotik-Firmen.
Die Entwicklung solcher Assistenzsysteme ist untrennbar mit Fortschritten in Künstlicher Intelligenz (AI) und Sensortechnik verbunden. Moderne Exoskelette lernen, die Absicht des Nutzers zu interpretieren und passen die Unterstützung in Echtzeit an. Samsung baut mit AI in Millionen Geräten genau das Ökosystem auf, das für die Steuerung dieser nächsten Roboter-Generation nötig ist.
Vom Reha-Zentrum in den Alltag
Die textile Revolution markiert einen Wendepunkt. Bisher dominieren starre Rahmengestelle den Markt, die vor allem in Kliniken zur Rehabilitation nach Schlaganfällen eingesetzt werden. Die neuen „Exosuits“ sind leiser, leichter und unauffälliger. Sie ebnen den Weg für den breiten Einsatz zu Hause und unterwegs.
Der globale Markt für tragbare Exoskelette wird auf Milliardenhöhe prognostiziert, angetrieben von alternden Gesellschaften. Bis zur Serienreife sind zwar noch Hürden wie Kosten, Zulassung und Schulung zu nehmen. Doch der Trend ist klar. Der nächste Schritt für das koreanische Team sind größere klinische Studien. Ihr Erfolg würde den Weg für die Zulassung und Kommerzialisierung frei machen – und Science-Fiction zur gelebten Realität für Millionen Menschen werden lassen.
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