KI-Videomarkt, Giganten

KI-Videomarkt 2026: Drei Giganten kämpfen um die Vorherrschaft

23.01.2026 - 03:00:12

Der Markt für KI-generierte Videos ist im Januar 2026 in Bewegung geraten. Neben dem etablierten Sora 2 von OpenAI drängen mit Kling 2.6 und Google Veo 3.1 zwei mächtige Konkurrenten nach vorne. Für Nutzer bedeutet das mehr Wahl – und eine schwierige Entscheidung.

Die größte Überraschung der Woche kommt aus China: Kling 2.6 des Entwicklers Kuaishou wird bereits als potenzieller „Sora-Killer“ gehandelt. Das Modell setzt neue Maßstäbe bei der Simulation von Physik und Bewegung. Komplexe Interaktionen wie fließendes Wasser, sich bewegende Stoffe oder realistische Lichteffekte meistert es mit bisher unerreichter Präzision.

Der Schlüssel liegt in einer Architektur, die auf 3D-konsistenter Szenenmodellierung basiert. Dadurch verschwinden Objekte nicht mehr plötzlich oder verschmelzen unnatürlich – ein häufiges Problem früherer KI-Tools. Besonders für Filmemacher und VFX-Artist:innen ist die „Motion Control“-Funktion ein Game-Changer: Sie können ein Referenzvideo hochladen, um Bewegungen wie einen Tanz exakt zu steuern. Diese Kontrolle geht weit über reine Textbefehle hinaus.

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Google Veo 3.1: Spezialist für Social Media

Während Kling filmische Qualität anstrebt, zielt Google Veo 3.1 gezielt auf die Creator-Ökonomie. Das Modell ist von Grund auf für vertikale Videos (9:16) optimiert – das native Format für TikTok, Instagram Reels und YouTube Shorts. Creator sparen sich so das mühsame Zuschneiden von horizontalen Clips, bei dem Qualität und Komposition leiden.

Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal ist das „Ingredients to Video“-Tool. Nutzer laden bis zu drei Referenzbilder hoch, um Charaktere und Hintergrund über mehrere Clips hinweg konsistent zu halten. Integriert in Googles Ökosystem, etwa YouTube Shorts, bietet Veo 3.1 Influencern und Marketern die pragmatischste Lösung für schnelle, plattformgerechte Inhalte.

Sora 2: Der etablierte Allrounder

OpenAIs Sora 2 bleibt trotz der Konkurrenz der Benchmark. Sein Vorteil ist die Reife und Verlässlichkeit. Das Modell hat sich für den Geschäftseinsatz weiterentwickelt: Die „S2V“-Integrationen richten sich explizit an kleine Unternehmen. Die Aufteilung in „Basic“ für Marketing-Clips und „Pro“ für filmische Qualität mit Kamerasteuerung bedient unterschiedliche Bedürfnisse.

Besonders für längere Erzählungen ist das „Storyboard“-Tool für Pro-Nutzer entscheidend. Es ermöglicht, mehrere generierte Clips zu einer zusammenhängenden Geschichte zu verknüpfen. Für Nutzer im OpenAI-Ökosystem bietet Sora 2 nach wie vor die nahtloseste Erfahrung.

Die Wahl des richtigen Tools: Es kommt auf den Anwendungsfall an

Der Markt fragmentiert sich in Spezialisten. Ein eindeutiger „Sieger“ ist nicht in Sicht.

  • Für hyperrealistische Effekte & Film: Kling 2.6 ist aktuell unschlagbar.
  • Für Social-Media & Geschwindigkeit: Google Veo 3.1 führt das Feld an.
  • Für Business & narrative Projekte: Sora 2 bleibt die verlässliche Allzweckwaffe.

Die nächste Innovationswelle zeichnet sich bereits ab. Der Fokus wird sich von der reinen Bildqualität hin zu granularer Editierbarkeit verschieben. Nutzer wollen künftig einzelne Elemente – wie die Farbe eines Hemds – ändern, ohne den gesamten Clip neu generieren zu müssen. Gerüchte über ein „Sora 2.5“-Update als Antwort auf Kling zeigen: Das Wettrennen hat gerade erst begonnen. Die Toolbox für KI-Videos ist so mächtig wie nie – die Wahl des besten Werkzeugs hängt nun vollends vom Projekt ab.

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