KI-Phishing, Angriffswelle

KI-Phishing: Neue Angriffswelle trifft Android und iPhone

29.01.2026 - 15:02:12

Künstliche Intelligenz ermöglicht hochgradig personalisierte Betrugsangriffe per SMS und Telefon, die traditionelle Abwehrmaßnahmen umgehen. Experten warnen vor Deepfakes und geben Schutzempfehlungen.

Eine neue Generation von Cyberangriffen bedroht Smartphone-Nutzer. Angreifer nutzen künstliche Intelligenz (KI), um hochgradig personalisierte Phishing-Attacken zu starten. Diese wirken so authentisch, dass traditionelle Erkennungsmethoden oft versagen.

Sicherheitsexperten und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnen vor neuen Betrugsmaschen. Diese reichen von manipulierten SMS (Smishing) bis zu täuschend echten Anrufen mit geklonten Stimmen (Vishing). Die Angriffe sind nicht mehr an schlechter Grammatik erkennbar, sondern wirken maßgeschneidert.

Hyper-personalisierte Angriffe: KI als Werkzeug der Betrüger

Generative KI-Modelle ermöglichen Angriffe in großem Stil. Die KI analysiert Daten aus sozialen Netzwerken, Unternehmenswebseiten und früheren Datenlecks. So erstellen Betrüger Nachrichten, die auf den individuellen Empfänger zugeschnitten sind – mit Verweis auf reale Projekte oder Kollegen.

Diese Smishing-Angriffe über SMS oder Messenger nehmen deutlich zu. Kürzlich warnten Verbraucherschützer vor gezielten Kampagnen. Betrüger gaben sich als Banken aus und drohten mit Kontosperrungen, um an Zugangsdaten zu gelangen. Experten berichten von einem dramatischen Anstieg des Phishing-Volumens.

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Kein System ist immun: Android und iOS im Visier

Sowohl Android als auch iOS sind anfällig für KI-gestützte Social-Engineering-Taktiken. Phishing zielt auf den Menschen als schwächstes Glied und umgeht so technische Schutzmaßnahmen. Web-basierte Angriffe gelangen über jede App auf das Gerät – per E-Mail, SMS oder soziale Medien.

Die Bedrohungslage ist für beide Systeme ernst. Während Android eine größere Vielfalt an Malware-Bedrohungen aufweist, werden iPhone-Nutzer häufiger Ziel von Phishing-Versuchen. Google und Apple verbessern zwar kontinuierlich ihre Schutzmechanismen. Doch Angreifer entwickeln ihre KI-Modelle permanent weiter.

Die gefährliche Evolution: Voice- und Video-Deepfakes

Die Bedrohung beschränkt sich nicht mehr auf Text. Eine besorgniserregende Entwicklung sind KI-generierte Audio- und Videoinhalten, sogenannte Deepfakes. Kriminelle klonen Stimmen, um sich als Vorgesetzte oder Familienmitglieder auszugeben. Sie drängen dann zu dringenden Geldüberweisungen.

Einige Technologien benötigen nur wenige Sekunden Audiomaterial für eine überzeugende Stimmkopie. Dieser Vishing-Ansatz hat bereits zu erheblichen finanziellen Schäden geführt. Experten prognostizieren, dass solche KI-gestützten Kampagnen zur Standardmethode werden.

Wettrüsten: KI gegen KI

Die Demokratisierung der künstlichen Intelligenz hat die Einstiegshürden für Cyberkriminelle gesenkt. Was früher spezialisiertes Wissen erforderte, kann nun automatisiert werden. Es entsteht ein Wettrüsten: Während Kriminelle KI für ihre Angriffe nutzen, setzen Sicherheitsunternehmen ebenfalls KI zur Abwehr ein.

Branchenanalysten sehen eine fundamentale Veränderung. Identitätsbasierte Angriffe haben klassische Malware als primären Angriffsvektor abgelöst. Für Nutzer bedeutet das: Traditionelle Spam-Filter reichen nicht mehr aus. Die Sensibilisierung für personalisierte Betrugsmaschen wird entscheidend.

Was Nutzer jetzt tun können

Experten rechnen mit einer weiteren Zunahme der Raffinesse von KI-Phishing. Für Smartphone-Nutzer wird eine gesunde Skepsis immer wichtiger – selbst bei Nachrichten, die authentisch wirken. Das BSI empfiehlt konkrete Schutzmaßnahmen:

  • Aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA), wo immer möglich.
  • Installieren Sie Apps nur aus offiziellen Stores wie dem Google Play Store oder dem Apple App Store.
  • Spielen Sie Sicherheitsupdates für Betriebssystem und Anwendungen regelmäßig ein.
  • Verifizieren Sie bei unerwarteten, dringenden Anfragen die Identität des Absenders über einen zweiten, unabhängigen Kanal – etwa einen Rückruf auf einer bekannten Nummer.

Der wirksamste Schutz ist die Kombination aus moderner Sicherheitstechnologie und einem wachsamen, kritischen Verstand.

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