KI-Betrug, Deepfakes

KI-Betrug: Deepfakes kapern jetzt auch Ihre Immobilien-Zahlung

12.01.2026 - 18:24:12

Kriminelle nutzen KI-generierte Stimmen und Videos, um in Geschäftskommunikationen einzudringen und hohe Zahlungen umzuleiten. Die Immobilienbranche ist besonders gefährdet.

Kriminelle nutzen künstliche Intelligenz, um Verbraucher bei Großzahlungen auszuspähen und abzuzocken. Eine neue Welle hochprofessioneller E-Mail-Betrugsmasche bedroht insbesondere Käufer von Immobilien. Die Täter setzen auf täuschend echte KI-Stimmen und -Videos.

Die Zeiten plumper Phishing-Mails sind vorbei. Sicherheitsexperten warnen für 2026 vor einem massiven Anstieg sogenannter „Business Email Compromise (BEC) 2.0“-Angriffe. Dabei übernehmen Kriminelle die digitale Identität vertrauenswürdiger Geschäftspartner – von Maklern über Anwälte bis zu Handwerkern. Ihr Ziel: Sie leiten hohe Zahlungen wie Hauskauf-Raten oder Firmenrechnungen auf betrügerische Konten um. Die gefälschten Kommunikationen sind durch KI so realistisch, dass sie kaum noch von echten zu unterscheiden sind.

So funktioniert der perfide Ablauf

Der Betrug beginnt oft klassisch: Die Täter ergaunern sich per Phishing die Login-Daten für ein E-Mail-Konto eines Beteiligten. Anschließend agieren sie als „Mann in der Mitte“. Sie lauern wochenlang unentdeckt in der Kommunikation, studieren Vertragsdetails, Zahlungstermine und den Sprachstil.

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Zum entscheidenden Moment schlagen sie zu. Kurz vor Fälligkeit einer sechsstelligen Überweisung fälschen sie die Zahlungsanweisung. Die Betrüger nutzen generative KI, um täuschend echte E-Mails im richtigen Ton zu verfassen. Immer häufiger kommen Deepfake-Audioanrufe oder -Videos dazu, die die neuen Bankdaten „persönlich“ bestätigen. Für das Opfer wirkt alles authentisch.

Deepfake-as-a-Service senkt die Hemmschwelle

Die Technologie dafür ist immer leichter verfügbar. Auf illegalen „Deepfake-as-a-Service“-Plattformen kann jeder diese Täuschungstechnik mieten. Das senkt die Einstiegshürde für Kriminelle erheblich. Das Weltwirtschaftsforum warnt bereits, dass solche KI-Fälschungen klassische Sicherheitsverfahren wie „Know-Your-Customer“-Checks bei Banken aushebeln können. Gestohlene Ausweisdaten kombiniert mit Gesichtstausch-Tools überlisten biometrische Verifikation.

Immobilienbranche im Visier

Besonders im Fokus steht die Immobilienbranche. Hier sind die Überweisungssummen hoch, die Fristen eng und die Abläufe oft standardisiert. Ein erfolgreicher Betrug kann die komplette Eigenkapitalzahlung eines Hauskäufers vernichten. Aber auch Anwaltskanzleien, Gesundheitsunternehmen und Finanzinstitute sind gefährdet.

Für die Opfer sind die Folgen verheerend. Das Geld wird innerhalb von Minuten ins Ausland transferiert und ist praktisch unwiederbringlich verloren. Neben dem finanziellen Ruin bleibt ein massives Gefühl des Vertrauensbruchs.

Wie können sich Verbraucher schützen?

Experten betonen: Technische Lösungen allein reichen nicht. Der wichtigste Schutz ist gesunder Menschenverstand und eine mehrstufige Verifikation.

  • Nie allein auf E-Mails verlassen! Bestätigen Sie jede Zahlungsanweisung für große Summen telefonisch – und zwar über eine bereits bekannte Nummer, nicht über eine in der verdächtigen E-Mail angegebene.
  • Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren! Schützen Sie Ihre E-Mail-Konten mit einer Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA). Das verhindert oft schon den initialen Account-Diebstahl.
  • Skepsis als Prinzip: Seien Sie bei unerwarteten Zahlungsänderungen, neuem Dringlichkeitsdruck oder kleinen Abweichungen in E-Mail-Adressen sofort alarmiert.

Angesichts der wachsenden Bedrohung sind Aufmerksamkeit und strikte Überprüfungsroutinen die letzte und wirksamste Verteidigungslinie für Verbraucher.

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