KI-Betrüger überrollen Deutschland mit neuen Tricks
23.01.2026 - 05:33:12Eine neue Welle von KI-gestützten Betrugsanrufen und -SMS überrollt Deutschland. Kriminelle klonen Stimmen von Angehörigen und fälschen Behörden-Schreiben, um an Geld und Daten zu gelangen. Das Bundeskriminalamt (BKA) und Verbraucherzentralen warnen eindringlich vor den perfiden Methoden.
KI-Stimmen und gefälschte Polizisten: Die neuen Maschen
Die Betrüger setzen auf raffinierte Technik und Psychologie. Besonders besorgniserregend ist der Einsatz von Audio-Deepfakes. Mit KI imitieren Täter Stimmen täuschend echt – oft anhand kurzer Clips aus sozialen Medien. In sogenannten Schockanrufen täuschen sie dann eine Notlage eines Familienmitglieds vor.
Parallel blühen klassische Maschen in neuem Gewand:
* „Falsche Polizeibeamte“: Anrufer behaupten, in der Nachbarschaft seien Einbrecher gefasst worden. Die Wertsachen des Opfers seien zu Hause nicht mehr sicher.
* Gefälschte Justiz-Schreiben: Opfer erhalten Anrufe oder Briefe, die angeblich von Staatsanwaltschaft oder Amtsgericht stammen. Darin wird unter Nennung echter Behördennamen eine „Abwicklungsgebühr“ für vermeintlich beschlagnahmtes Vermögen gefordert.
Smishing: Wenn die Bank plötzlich per SMS klingelt
Auch der Betrug per Textnachricht – Smishing – floriert. Massen-SMS, die vorgeben, von Banken, Paketdiensten oder Streamingdiensten zu stammen, fordern zum Klick auf einen Link auf. Die Gründe sind vielfältig: angebliche Konto-Updates, Drittanbietersperren oder nicht zugestellte Pakete. Dahinter stecken gefälschte Webseiten zum Abgreifen von Passwörtern und Daten.
Passend zum Thema Smishing und gefälschte Anrufe: Viele Betrugsfälle beginnen mit manipulierten SMS oder fingierten Behördenanrufen und arbeiten mit Zeitdruck und emotionaler Erpressung. Das kostenlose Anti-Phishing-Paket bietet eine klare 4-Schritte-Anleitung, wie Sie Phishing-Mails, gefälschte Webseiten und CEO-Fraud erkennen und sofortige Schutzmaßnahmen einrichten. Praktisch für Privatpersonen und Firmen, die sich schnell besser schützen wollen. Jetzt Anti‑Phishing‑Paket sichern
Warum die Tricks so gut funktionieren
Die Täter setzen gezielt auf Angst, Vertrauen und erzeugten Handlungsdruck. Sie schalten rationales Denken aus. Das BKA betont: Echte Polizisten oder Staatsanwälte fordern nie am Telefon Geld. Die Anrufe kommen oft aus internationalen Call-Centern.
Besonders ältere Menschen werden durch Varianten des „Enkeltricks“ getäuscht. Doch auch Jüngere sind gefährdet, etwa durch gefälschte Mails zu Bank-Sicherheitsverfahren. Die Bundesnetzagentur geht zwar gegen Rufnummernmissbrauch vor, die Strafverfolgung bleibt jedoch schwierig, da die Täter oft im Ausland sitzen.
Technisches Wettrüsten: Wer gewinnt das Duell?
Telekommunikationsanbieter rüsten auf. Die Deutsche Telekom setzt auf „Branded Calls“, bei denen der verifizierte Namen des Anrufers angezeigt wird, und SMS-Firewalls. Doch Experten warnen: Kriminelle werden ihre Methoden weiter verfeinern, etwa mit Deepfake-Videos in Videoanrufen.
Die wichtigste Verteidigungslinie bleibt der informierte Bürger. Die einfache Regel lautet: Bei unerwarteten Geldforderungen am Telefon sofort auflegen. Danach selbstständig über eine offizielle Nummer rückversichern.


