KfW, Staat

KfW und Staat pumpen Milliarden in deutsche Unternehmen

10.02.2026 - 09:53:12

Die KfW erhöht ihr Fördervolumen auf 61 Milliarden Euro, während die attraktivere Forschungszulage und neue Programme wie der Deutschlandfonds Unternehmen Kapital bieten.

Die deutsche Wirtschaft steht vor einem Finanzierungs-Boom. Mit der KfW-„Förderwende“ und einer massiv aufgestockten Forschungszulage fließen 2026 Milliarden an frischem Kapital in Innovation und Digitalisierung. Für Firmenchefs wird die aktive Suche nach Fördertöpfen zur Chefsache.

Die milliardenschwere „Förderwende“ der KfW

Deutschlands Förderbank stellt die Weichen neu. KfW-Chef Stefan Wintels verkündete Anfang Februar eine strategische „Förderwende“, um den Industriestandort zu stärken. Das Volumen für die heimische Wirtschaftsförderung stieg um ein Drittel auf rund 61 Milliarden Euro. Ein Herzstück ist der neue Deutschlandfonds. Er soll private Investitionen in Zukunftstechnologien hebeln. Für Start-ups wurde parallel das ERP-StartGeld modernisiert. Höhere Kreditlimits und angepasste Konditionen sollen die schwierigen Frühphasen absichern.

Forschungszulage 2.0: Der Turbo für Innovation

Noch direkter wirkt die reformierte Forschungszulage. Seit 1. Januar 2026 ist sie durch das Wachstumschancengesetz deutlich attraktiver. Für das Management ergeben sich vier zentrale Neuerungen:

  1. Höhere Obergrenze: Der förderfähige Aufwand pro Jahr steigt von 10 auf 12 Millionen Euro.
  2. Attraktivere Quote: Der Zuschuss auf Personalkosten beträgt jetzt 35% statt bisher 25%.
  3. Mehr für Chefs: Die ansetzbare Stundensatz für mitarbeitende Geschäftsführer liegt nun bei 100 Euro.
  4. Pauschale für Gemeinkosten: Eine neue 20%-Pauschale vereinfacht die Beantragung und erhöht die Fördersumme.

Berater bezeichnen die Zulage nun als einen der weltweit attraktivsten Steueranreize für Forschung und Entwicklung – besonders für Software- und Prozessinnovationen.

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Schnell realisierbare Chancen nutzen

Neben den Großprogrammen locken 2026 auch schnell umsetzbare „Quick Wins“. Seit 2. Februar können Unternehmen beim EU-SME-Fund Voucher beantragen. Sie erstatten bis zu 75% der Kosten für Marken- und Designanmeldungen. Die Fördermittel sind begrenzt und werden nach dem Windhundprinzip vergeben. Ein Fehler ist dabei teuer: Der Antrag muss vor der Einreichung der Marke gestellt werden.

Gleichzeitig entlastet das Vierte Bürokratieentlastungsgesetz (BEG IV). Die Aufbewahrungsfrist für Buchungsbelege sank von zehn auf acht Jahre. Firmen können so Archive früher leeren und sparen Lagerkosten. Zudem läuft seit Jahresbeginn die digitale Bekanntgabe von Steuerbescheiden an, was den Schriftverkehr mit den Finanzbehörden beschleunigt.

Ausblick: DeepTech und Klimaverträge

Am Förderhorizont zeichnen sich zwei Schwerpunkte für die kommenden Jahre ab: Hightech und Dekarbonisierung. Der Zukunftsfonds tritt 2026 in eine zweite Phase ein. „Zukunftsfonds II“ zielt explizit auf kapitalintensive DeepTech- und Biotech-Firmen ab, um eine Finanzierungslücke für europäische Scale-ups zu schließen.

Parallel laufen die Vorbereitungen für die nächste Ausschreibungsrunde der Klimaschutzverträge (Carbon Contracts for Difference). Nach der Pilotphase sollen 2026 die Zugangshürden für den industriellen Mittelstand gesenkt werden. Diese Verträge sichern die Preisdifferenz zwischen klimafreundlicher und konventioneller Produktion ab und nehmen so das Investitionsrisiko aus der grünen Transformation.

Die Botschaft an die Unternehmenslenker ist klar: Das Kapital ist da. Doch wer es nutzen will, braucht einen aktiven „Funding Radar“. Das passive Warten auf den Jahresabschluss reicht nicht mehr aus. Die kontinuierliche Beobachtung des Förderdschungels ist zur Kernaufgabe des Managements geworden.

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