Keto-Diät, Studie

Keto-Diät: Studie warnt vor Fettleber und Diabetes-Risiko

28.01.2026 - 17:03:11

Eine aktuelle Studie an Mäusen zeigt, dass eine langfristige ketogene Ernährung zu Leberschäden führen und die Blutzuckerregulation stören kann, was das Diabetesrisiko erhöhen könnte.

Eine neue Studie stellt die langfristige Sicherheit der extrem kohlenhydratarmen Ernährung infrage. Forscher des University of Utah Medical Center fanden bei Mäusen schwere Stoffwechselschäden nach längerer ketogener Diät.

Die im Fachjournal Science Advances veröffentlichte Untersuchung zeigt paradoxe Effekte: Zwar nahmen die Tiere zunächst ab, doch gleichzeitig entwickelten sie eine nichtalkoholische Fettleber (NAFLD). Die dauerhaft hohe Fettzufuhr überforderte offenbar den Stoffwechsel der Leber.

Alarmierender „Zucker-Crash“ nach Kohlenhydrat-Gabe

Noch beunruhigender war die Reaktion auf Kohlenhydrate. Nach langer Diätzeit löste eine kleine Menge Zucker einen extremen und lang anhaltenden Blutzuckeranstieg aus. Die Forscher sprechen von einem „glykämischen Schock“.

Ursache war eine Schädigung der insulinproduzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse. Die konstante hohe Fettkonzentration hatte ihre Funktionsfähigkeit beeinträchtigt. Das wirft eine entscheidende Frage auf: Könnte die Keto-Diät bei Unterbrechung das Diabetes-Risiko sogar erhöhen?

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Tierstudie als Warnung für Menschen

Die Studie wurde zwar an Mäusen durchgeführt, doch die beteiligten Wissenschaftler betonen die Ähnlichkeit grundlegender Stoffwechselprozesse bei Säugetieren. Die Ergebnisse bestätigen langgehegte Bedenken von Ernährungsexperten.

Kritiker der Keto-Diät verweisen seit Langem auf:
* Mangelrisiko bei Vitaminen und Ballaststoffen
* Mögliche ungünstige Auswirkungen auf die Blutfettwerte
* Die extreme Einschränkung ganzer Lebensmittelgruppen

Kein Freifahrtschein, sondern therapeutisches Werkzeug

Die ketogene Diät entstand als Therapie für medikamentenresistente Epilepsie. In diesem klinischen Kontext unter ärztlicher Aufsicht bleibt sie wichtig. Als Lifestyle-Diät für die breite Bevölkerung sehen die neuen Daten jedoch deutliche Warnschilder.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt weiterhin eine ausgewogene Kost mit mindestens 50 Prozent der Energie aus Kohlenhydraten. Bis Langzeitstudien am Menschen die Risiken klären, bleibt Vorsicht geboten. Die Vorstellung von der „Wunderdiät“ bekommt erhebliche Risse.

@ boerse-global.de