Intel, Hersteller

Intel zwingt Hersteller zu schnellem RAM für Arc-Grafik

07.02.2026 - 13:39:12

Intel führt eine strenge Leistungsklassifizierung für seine neuen Panther-Lake-Prozessoren ein. Nur Laptops mit sehr schnellem Arbeitsspeicher dürfen die wertvolle „Intel Arc“-Marke für ihre integrierte Grafikeinheit tragen. Andernfalls wird selbst die gleiche Hardware als einfache „Intel Graphics“ ausgewiesen – mit drastischen Performance-Einbußen.

Der Chipriese setzt damit ein klares Zeichen an seine Hardware-Partner. Die integrierte Grafikeinheit der neuen Core Ultra Series 3 „Panther Lake“-Prozessoren erhält den Premium-Namen „Intel Arc“ nur, wenn der Laptop mit Arbeitsspeicher von mindestens 7.467 MT/s ausgestattet ist. Systeme mit langsameren RAM-Modulen werden im Windows-Task-Manager und in der Werbung herabgestuft.

Hinter der Maßnahme steckt eine klare Logik: Integrierte Grafiklösungen teilen sich den Speicher mit dem Prozessor. Ist dieser zu langsam, wird die Leistung der modernen Xe3-„Battlemage“-Architektur massiv ausgebremst. Intel will so verhindern, dass Billig-Konfigurationen den Ruf der Arc-Marke für Gaming-Power beschädigen. Branchenbeobachter sprechen von einer „DRM-ähnlichen“ Qualitätskontrolle.

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Massive Leistungsunterschiede: Doppelte Framerate möglich

Der Unterschied zwischen „Arc“ und „Intel Graphics“ ist keineswegs nur kosmetisch. Benchmarks zeigen ein extremes Leistungsgefälle. In synthetischen Tests wie 3DMark Time Spy erreicht eine „Intel Arc B390“-Grafik mit schnellem Speicher über 6.200 Punkte. Die als „Intel Graphics“ deklarierte Variante kommt mit langsamerem RAM nur auf etwa die Hälfte – rund 3.000 Punkte.

Für Verbraucher wird der Kauf dadurch komplexer. Intel führt zwar eine neue „X“-Bezeichnung in den Prozessornamen ein, die auf die leistungsstärkste Grafik-Siliziumvariante hinweist (z.B. Core Ultra X9 388H). Doch garantiert ist das Arc-Erlebnis erst mit der richtigen Speichergeschwindigkeit. Tests am neuen Asus Zenbook Duo 2026 zeigen, dass korrekt konfigurierte Systeme selbst anspruchsvolle Titel wie Cyberpunk 2077 mit spielbaren Frameraten meistern können.

Intel greift den Handheld-Markt an

Parallel bereitet Intel einen gezielten Vorstoß in den Handheld-Markt vor. Für tragbare Konsolen wie die MSI Claw entwickelt der Konzern eine spezielle Core Ultra G3 „Panther Lake“-Serie, die im zweiten Quartal 2026 erscheinen soll.

Die Chips sind auf hohe Energieeffizienz und konstante Gaming-Leistung getrimmt. Die Top-Variante „Core Ultra G3 Extreme“ soll mit der vollen Arc B390-Grafik (12 Xe3-Kerne) aufwarten. Damit stellt sich Intel direkt dem aktuellen Marktführer AMD mit dessen Ryzen Z-Serie.

Tipps für Käufer: Drei Spezifikationen prüfen

Die neue Strategie bringt mehr Transparenz, erfordert von Käufern aber auch mehr Aufmerksamkeit. Wer die maximale Grafikleistung aus einem Panther-Lake-Laptop herausholen will, muss drei Dinge checken:

  1. Den Prozessornamen („Core Ultra X“-Serie für maximale Grafikkerne).
  2. Den Speichertyp (muss LPDDR5X sein).
  3. Die Speichergeschwindigkeit (mindestens 7.467 MT/s, besser 8.533 oder 9.600 MT/s).

Modelle wie das MSI Prestige 14 Flip AI Plus zeigen, wie es funktioniert: Hier sorgt der schnelle LPDDR5X-8533-Speicher in Kombination mit einem X7-Prozessor für die volle Arc-Leistung. Die Branche beobachtet nun gespannt, ob sich die strengeren Vorgaben flächendeckend durchsetzen oder ob Billig-Modelle mit gedrosselter Grafik den Markt fluten.

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