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Intel Nova Lake: 52 Kerne und neuer Sockel für 2026

24.01.2026 - 15:43:12

Intel bestätigt die Nova-Lake-Architektur für Desktop-PCs mit bis zu 52 Kernen und dem neuen LGA1954-Sockel. Das Ziel ist die Rückeroberung der Performance-Führerschaft.

Intel bestätigt den nächsten großen Sprung für Desktop-PCs: Die Nova-Lake-Architektur mit bis zu 52 Kernen und einem neuen Sockel kommt Ende 2026. Das Unternehmen will damit die Performance-Führerschaft zurückerobern.

Während der Vorstellung der Quartalszahlen für das vierte Quartal 2025 bestätigte Intel-Chef Lip-Bu Tan die Roadmap. Die als Nova Lake bekannte Architektur soll pünktlich Ende 2026 auf den Markt kommen. Die Ankündigung markiert einen strategischen Wendepunkt für den Chip-Riesen, der unter Druck von AMD steht.

Ein neues Flaggschiff mit 52 Kernen

Das Herzstück der Enthüllung ist die Kernkonfiguration. Der Top-Prozessor der Nova-Lake-S-Serie wird eine hybride Architektur mit insgesamt 52 Kernen nutzen. Diese setzt sich aus 16 leistungsstarken Coyote-Cove-P-Kernen und 32 effizienten Arctic-Wolf-E-Kernen zusammen. Vier zusätzliche Low-Power-Kerne auf dem SoC-Tile bringen die Gesamtzahl auf 52.

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Diese Konfiguration verdoppelt die Anzahl der Performance-Kerne im Vergleich zur Vorgängergeneration. Ein klares Signal für Intels aggressiven Kurs in Richtung Multi-Threading-Dominanz. Die neuen P-Kerne werden dabei, wie bereits bei Arrow Lake, auf Hyper-Threading verzichten. Stattdessen setzt Intel auf mehr physische Kerne und architektonische Verbesserungen.

Für den Gaming-Markt ist die Einführung des „bLLC“ (Big Last Level Cache) entscheidend. Branchenexperten sehen darin einen direkten Konkurrenten zu gestapelten Cache-Lösungen der Konkurrenz. Der große Cache soll Nova Lake deutliche Vorteile bei Gaming-Framerates und latenzsensitiven Aufgaben bringen. Geleakte Spezifikationen deuten auf bis zu 288 MB Cache bei Top-Modellen hin.

Der neue Sockel LGA1954: Einbruch der Kompatibilität

Mit Nova Lake geht die Ära des LGA1851-Sockels zu Ende. Die neuen Prozessoren benötigen den LGA1954-Sockel. Der Name deutet auf 1.954 aktive Kontaktpins hin – ein deutlicher Sprung, der für die Stromversorgung des 52-Kern-Chips und neue Anschlussstandards nötig ist.

Der Wechsel bedeutet das Aus für die Abwärtskompatibilität. Mainboard-Hersteller haben bereits Ende 2025 mit den Vorbereitungen für die Serienproduktion in der zweiten Hälfte 2026 begonnen. Die neue Plattform wird voraussichtlich verbesserte PCIe-Konfigurationen und schnelleren Speichersupport bieten.

Strategie: Marktanteile sichern und Brücke bauen

CEO Lip-Bu Tan stellte auf der Investor Call am 23. Januar klar, dass Nova Lake zentral für die Strategie ist, Marktanteile und Profitabilität im High-Performance-Computing zu festigen. Er reagierte damit auf den Druck durch AMDs Ryzen-Prozessoren.

Bis zum Launch Ende 2026 will Intel die Lücke mit einem „Arrow Lake Refresh“ (Core Ultra Serie 3) überbrücken. Diese aktualisierte Serie für den bestehenden LGA1851-Sockel soll noch in diesem Jahr erscheinen. Dieser zweistufige Ansatz soll den Marktschwung halten, während die komplexe Fertigung von Nova Lake finalisiert wird.

Integrierte Grafik und KI-Fähigkeiten

Nova Lake bringt auch bei integrierter Grafik und KI große Schritte. Die Prozessoren erhalten eine neue Neural Processing Unit (NPU), die die neuesten „Copilot+“-Anforderungen von Windows übertreffen soll.

In der Grafik kommt die Xe3-„Celestial“-Architektur zum Einsatz. Berichten zufolge könnte die Leistung der integrierten GPU um 20-25 Prozent steigen. High-End-Modelle sollen eine leistungsfähigere „Xe3P“-Variante erhalten. Das unterstreicht Intels Fokus auf integrierte Grafikleistung auch für High-End-Desktops.

Branchenreaktionen und Ausblick

Die Bestätigung der Spezifikationen sendet Wellen durch die Hardware-Branche. Der Schritt zu 52 Kernen ohne Hyper-Threading validiert Intels „Rentable Units“-Strategie, bei der der Scheduler physische Kerne priorisiert. Die hohe Kernzahl ist eine direkte Antwort auf den Bedarf an Parallelverarbeitung in kreativen Workflows.

Das späte Release-Fenster 2026 bringt Nova Lake auf Kollisionskurs mit AMDs voraussichtlicher Zen-6-Generation. Die Einführung des bLLC zeigt, dass Intel den „Gaming-König“-Titel nicht kampflos abgeben will. Für Verbraucher bedeutet die Neuigkeit Vorfreude auf die Performance – und die Gewissheit, dass ein Mainboard-Upgrade Pflicht wird.

Die Branche richtet den Blick nun auf den anstehenden Arrow Lake Refresh. Er wird zeigen, welche Leistung Intel aus der aktuellen Architektur noch herausholen kann, bevor der radikale Nova-Lake-Umbau kommt. Mit ersten Engineering-Samples im Umlauf werden in den kommenden Monaten weitere Details zu Taktraten und Leistungsaufnahme erwartet.

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