Instagram-Warnung, Private-Viewer-Apps

Instagram-Warnung: Private-Viewer-Apps sind Phishing-Fallen

25.01.2026 - 04:09:12

Betrüger locken Instagram-Nutzer mit Apps zum Ausspähen privater Profile. Die vermeintlichen “Private Account Viewer” erbeuten stattdessen Zugangsdaten. Sicherheitsexperten warnen eindringlich vor der Nutzung.

Die Apps versprechen, die Privatsphäre-Einstellungen anderer Nutzer zu umgehen. Technisch ist das jedoch unmöglich, ohne die eigenen Login-Daten preiszugeben. Instagrams Sicherheitsprotokolle verhindern den Zugriff Dritter auf private Konten. Die Betreiber nutzen diese Tatsache für ihre Masche aus.

Die Vorgehensweise ist meist simpel und dreist: Nutzer werden aufgefordert, ihren Instagram-Benutzernamen und ihr Passwort in der Drittanbieter-App einzugeben. Manchmal wird auch eine Verknüpfung des eigenen Kontos gefordert.

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  • Volle Kontrolle für Kriminelle: Nach der Eingabe haben Betrüger vollen Zugriff auf das Konto des Opfers.
  • Fake-Profile und Betrug: Mit den Daten können Angreifer identische Profile erstellen, um im Namen des Opfers Kontakte anzuschreiben oder Betrugsmaschen durchzuführen.
  • Malware-Gefahr: Viele Apps leiten auf zwielichtige Umfrageseiten weiter oder fordern zum Download schadhafter Software auf, die Viren enthalten kann.

Die Folgen reichen von Identitätsdiebstahl bis zu finanziellen Verlusten.

Warum Phishing so gefährlich ist

Die gestohlenen Daten sind für Kriminelle wertvoll. Sie nutzen sie, um gezielte und persönlich wirkende Phishing-Angriffe zu starten. Selbst scheinbar harmlose Profildaten wie die E-Mail-Adresse erhöhen die Erfolgschance weiterer Betrugsversuche erheblich.

Ein weiteres Risiko: Die Nutzung solcher Drittanbieter-Apps verstößt gegen Instagrams Nutzungsbedingungen. Das kann zur vorübergehenden Sperrung oder sogar Löschung des eigenen Kontos führen.

So schützen Sie Ihr Konto

Experten raten zu diesen konkreten Maßnahmen:

  • Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) aktivieren: Der wichtigste Schritt. Selbst mit dem Passwort kommt ein Angreifer so nicht ins Konto.
  • Starke, einzigartige Passwörter nutzen: Nie dasselbe Passwort für mehrere Dienste verwenden.
  • Drittanbieter-Apps überprüfen: In den Instagram-Einstellungen prüfen, welche Apps Zugriff haben – und unbekannte Verbindungen sofort entfernen.
  • Phishing-Mails erkennen: Instagram fordert Nutzer nie per E-Mail zur Passworteingabe auf. Verdächtige Nachrichten direkt in der App melden.

Die Bedrohung durch solche Social-Media-Angriffe wächst. Kriminelle verfeinern ihre Methoden ständig. Letztlich gilt: Ein Dienst, der zu gut klingt, um wahr zu sein, ist es in der digitalen Welt fast immer. Der Schutz der eigenen Daten hat Priorität.

@ boerse-global.de