ING-DiBa: Digitalbanking-Ausfall legt Konten lahm
30.01.2026 - 23:23:12Ein massiver technischer Defekt bei der ING-DiBa hat am Freitagnachmittag zehntausende Kunden in Deutschland von ihren Konten abgeschnitten. Sowohl das Online-Banking-Portal als auch die Banking-App waren für Stunden nicht erreichbar – ausgerechnet zum Start des Wochenendes.
Kunden saßen vor verschlossenen Türen
Die Probleme begannen am späten Freitagnachmittag. Plötzlich konnten Kunden weder per Webportal noch per App auf ihre Konten zugreifen. Einloggen war unmöglich, Kontostände ließen sich nicht abfragen, Überweisungen nicht tätigen. Die Welle der Störungsmeldungen in Netzwerken und auf Ausfall-Portalen zeigte schnell: Hier handelte es sich nicht um Einzelfälle, sondern um einen systemischen Ausfall der Login-Systeme.
Die Bank reagierte vergleichsweise schnell auf ihren offiziellen Social-Media-Kanälen. Sie bestätigte einen technischen Fehler, der die Anmeldung blockiere, und versprach, mit Hochdruck an einer Lösung zu arbeiten. Erst im Laufe des Abends gab die ING Entwarnung: Die Störung sei behoben, alle Systeme wieder voll verfügbar.
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Frust zum Wochenstart – was bedeutet das für Kunden?
Der Zeitpunkt hätte ungünstiger kaum sein können. Viele Verbraucher erledigen ihre Bankgeschäfte traditionell am Freitag, um für das Wochenende gerüstet zu sein. Geplante Überweisungen, Lastschriften oder auch nur die Kontrolle des Kontostands – alles musste warten.
Die ING betonte zwar, dass das Zahlungssystem selbst nicht betroffen gewesen sei. Doch wer nicht auf sein Konto zugreifen kann, kann auch keine Zahlungen anweisen. In Foren und sozialen Netzwerken teilten betroffene Nutzer ihre Erfahrungen: Weder PIN noch biometrische Verfahren funktionierten, egal auf welchem Gerät.
Was steckte hinter der Panne?
Die ING-DiBA hat die genaue Ursache des technischen Totalausfalls noch nicht kommuniziert. Die Symptome deuten jedoch auf ein Problem im zentralen Backend hin. Da sowohl Web- als auch App-Zugang gleichzeitig ausfielen, lag der Fehler vermutlich in den Kernsystemen für Authentifizierung und Kontozugriff – nicht in den Benutzeroberflächen.
Solche Ausfälle sind im Bankensektor nicht einzigartig, aber besonders folgenschwer. Sie zeigen die immense Herausforderung: Millionen Login-Anfragen müssen sicher und ohne Unterbrechung verarbeitet werden. Die Balance zwischen höchsten Sicherheitsstandards und nahtloser Nutzerfreundlichkeit ist eine Dauerbaustelle.
Digitalbanking auf dem Prüfstand
Der Vorfall bei der ING-DiBa ist ein Weckruf. Für eine Direktbank ohne flächendeckendes Filialnetz sind die digitalen Kanäle die Lebensader zum Kunden. Fällt sie aus, ist die Verbindung komplett gekappt. Die digitale Transformation der Finanzbranche bringt nicht nur Komfort, sondern auch neue operative Risiken mit sich.
Wie reagiert eine Bank in so einer Krise? Branchenbeobachter sehen in der Kommunikation einen Schlüsselfaktor. Die schnelle öffentliche Bestätigung des Problems durch die ING war hier ein richtiger Schritt. Entscheidend wird nun die Aufarbeitung sein: Eine gründliche Ursachenanalyse und wirksame Maßnahmen, um einen solchen Totalausfall künftig zu verhindern.
Das sollten betroffene Kunden jetzt tun
Finanzexperten raten allen, die am Freitag dringende Zahlungen tätigen wollten: Überprüfen Sie jetzt Ihre Kontobewegungen. Prüfen Sie den Kontoauszug auf ausstehende oder fehlgeschlagene Transaktionen. Initiierten Sie notwendige Überweisungen neu, um mögliche Mahngebühren zu vermeiden.
Der Ausfall ist auch eine praktische Lektion für alle Bankkunden. Die Bequemlichkeit des Digitalbankings ist unbestritten – aber die Abhängigkeit von seiner ständigen Verfügbarkeit ebenso. Es kann sinnvoll sein, die alternativen Servicemöglichkeiten der eigenen Bank für Störfälle zu kennen. In einer zunehmend digitalen Finanzwelt wird die Fähigkeit der Institute, solche Pannen zu beherrschen, zum entscheidenden Vertrauensfaktor.
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