Impostor-Syndrom: Wenn Erfolg sich wie Betrug anfühlt
08.02.2026 - 21:44:12Impostor-Syndrom plagt immer mehr Menschen mit der Angst, nicht gut genug zu sein. Die quälende Überzeugung, ein Hochstapler zu sein, belastet Beruf und Privatleben. Aktuelle psychologische Erkenntnisse zeigen, wie tief diese Selbstzweifel sitzen – und wie man sie überwinden kann.
Betroffene schreiben ihre Erfolge dem Zufall zu und leben in ständiger Angst vor Entlarvung. Das Phänomen ist keine offizielle Diagnose, kann aber zu schwerem Stress, Burnout oder Depressionen führen. Die eigene Kompetenz wird systematisch infrage gestellt.
Der Teufelskreis aus Angst und Perfektionismus
Das Hochstapler-Phänomen beschreibt einen psychologischen Zyklus. Neue Aufgaben lösen sofort Selbstzweifel aus. Die Reaktion: extremes Arbeiten bis zur Erschöpfung oder lähmendes Aufschieben.
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Der Perfektionismus soll jede Kritik verhindern. Gelingt die Aufgabe, wird der Erfolg nicht den eigenen Fähigkeiten, sondern der übermenschlichen Anstrengung zugeschrieben. Das festigt den Glauben: „Ohne diesen Irrsinn hätte ich versagt.“ Typische Merkmale sind:
* Chronische Selbstzweifel
* Angst vor der Entlarvung als „Betrüger“
* Unfähigkeit, Lob anzunehmen
* Verzerrte Selbstwahrnehmung trotz äußerer Erfolge
Warum leiden gerade Erfolgreiche?
Die Wurzeln liegen oft in der Kindheit. Ein Umfeld, das Leistung über alles stellt und Lob an Erfolge knüpft, prägt: „Ich bin nur wertvoll, wenn ich perfekt bin.“ Ständige Vergleiche verstärken das Gefühl der Unzulänglichkeit.
Interessanterweise trifft es oft Hochqualifizierte und Engagierte. Psychologinnen beschrieben das Syndrom erstmals 1978 bei erfolgreichen Akademikerinnen. Heute weiß man: Es betrifft Männer und Frauen gleichermaßen. Besonders gefährdet sind Pioniere – etwa die Ersten in einer Familie, die studieren. Der Druck, in einer neuen Welt bestehen zu müssen, schürt die Angst.
Drei Schritte aus der Selbstzweifel-Falle
Der Ausweg aus dem Kreislauf erfordert bewusstes Umlernen. Diese Strategien helfen:
1. Fakten von Gefühlen trennen
Hören Sie auf den inneren Kritiker – und schreiben Sie dann eine sachliche Liste Ihrer tatsächlichen Erfolge und Fähigkeiten. Die Gegenüberstellung entlarvt die verzerrte Wahrnehmung.
2. Perfektionismus ablegen
Akzeptieren Sie Fehler als notwendigen Teil jedes Lernprozesses. Fragen Sie sich: Muss das wirklich perfekt sein, oder reicht „gut genug“? Das reduziert den enormen Druck sofort.
3. Austausch suchen und Lob annehmen
Sprechen Sie mit Vertrauten oder einem Mentor. Sie werden feststellen: Viele kämpfen mit ähnlichen Ängsten. Trainieren Sie, Komplimente einfach anzunehmen, ohne sie sofort abzuwerten.
Ein Symptom der Leistungsgesellschaft
Die zunehmende Diskussion um das Impostor-Syndrom spiegelt einen gesellschaftlichen Wandel wider. „Die Sorge, als Betrüger entlarvt zu werden, ist mit viel Angst und Stress verbunden“, sagt Dr. Mona Leonhardt von der Goethe-Universität Frankfurt. Eine Arbeitswelt, die ständige Höchstleistung fordert, befeuert das Problem.
Die Entstigmatisierung schreitet voran, auch weil Prominente offen über ihre Zweifel sprechen. Unternehmen erkennen langsam, dass die mentale Gesundheit ihrer Mitarbeiter wirtschaftlich relevant ist – und bieten zunehmend Programme zur Resilienz-Stärkung an.
Der Fokus verschiebt sich: weg von reiner Leistungsoptimierung, hin zum Aufbau eines stabilen Selbstwertgefühls. Dieses sollte nicht von äußerer Bestätigung abhängen. Das Ziel ist die innere Gewissheit: „Ich bin auch mit Fehlern wertvoll und kompetent.“ Für Betroffene kann professionelle Hilfe durch Coaching oder Therapie der entscheidende Schritt sein.
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