Immobilienpreise, Zinsen

Immobilienpreise steigen trotz hoher Zinsen weiter

18.02.2026 - 04:30:12

Die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland legten 2025 um 4,0 Prozent zu, angetrieben von einem strukturellen Wohnraummangel und regionalen Unterschieden. Experten erwarten für 2026 ein moderates weiteres Wachstum.

Die Preise für Häuser und Wohnungen in Deutschland klettern unvermindert. Eine neue Analyse der Helaba bestätigt den anhaltenden Aufwärtstrend. Die Nachfrage übertrifft das knappe Angebot deutlich und treibt die Kosten weiter in die Höhe.

Markt erholt sich robust

Der Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) verzeichnete für 2025 einen Preisanstieg von 4,0 Prozent. Das ist doppelt so viel wie im Vorjahr. Besonders stark verteuerten sich Mehrfamilienhäuser mit plus 5,3 Prozent. Auch Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen legten um 3,0 Prozent zu. Die kontinuierlichen Zuwächse signalisieren eine stabile Erholung nach der Zinswende.

Metropolen bleiben Preistreiber

Die Entwicklung verläuft regional sehr unterschiedlich. Die sieben größten Städte – Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf – treiben die Preise mit einem Plus von durchschnittlich 4,7 Prozent an. Die Spanne ist groß: Frankfurt führt mit 5,7 Prozent, Stuttgart wächst mit 2,2 Prozent am moderatesten. In ländlichen Regionen fiel der Anstieg generell schwächer aus.

Struktureller Wohnraummangel als Hauptursache

Warum werden Immobilien nicht billiger? Das Kernproblem ist ein struktureller Mangel an Wohnraum. Die Bautätigkeit hält nicht mit dem Bedarf Schritt. Für dieses Jahr erwarten Experten sogar einen Rückgang der fertiggestellten Neubauwohnungen. Gleichzeitig bleiben die Baukosten hoch. Solange diese Lücke besteht, sind signifikante Preisrückgänge unwahrscheinlich.

Neue Normalität auf hohem Niveau

Der Markt hat sich nach dem Zinsschock stabilisiert. Käufer und Verkäufer haben sich an die höheren Finanzierungskosten gewöhnt. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Energieeffizienz: Modernisierte Objekte erzielen deutlich höhere Preise als sanierungsbedürftige Bestandsbauten. Branchenverbände fordern nun politische Maßnahmen, um den Wohnungsneubau wieder anzukurbeln.

Prognose: Moderates Wachstum setzt sich fort

Was bedeutet das für Kaufinteressenten? Die meisten Experten rechnen 2026 mit weiteren Preissteigerungen von zwei bis vier Prozent. Ein Immobilien-Crash gilt als unwahrscheinlich. Der Tiefpunkt bei den Wohnungsfertigstellungen wird voraussichtlich dieses Jahr erreicht. Ein Abwarten lohnt sich kaum – weder Preise noch Bauzinsen werden voraussichtlich bald sinken. Die Frage nach bezahlbarem Wohnraum bleibt eine zentrale Herausforderung.

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