Immobilienmarkt: Aufholjagd endet mit Preisdämpfer
09.02.2026 - 11:22:12Die Preise für deutsche Immobilien steigen nicht mehr. Nach einer kräftigen Erholung im Jahr 2025 flacht die Dynamik zum Jahresende deutlich ab. Daten des German Real Estate Index (GREIX) zeigen für das vierte Quartal eine deutliche Entschleunigung.
Eigentumswohnungen verlieren leicht an Wert
Besonders im Segment der Eigentumswohnungen ist die Rally gestoppt. Im Vergleich zum Vorquartal sanken die Preise nominal um 0,3 Prozent. Unter Berücksichtigung der Inflation entspricht das einem realen Wertverlust von 0,6 Prozent.
Anders sieht es bei Einfamilienhäusern aus: Hier gab es ein leichtes Plus von 0,8 Prozent. Inflationsbereinigt bleiben davon aber nur 0,4 Prozent übrig. „Die Preise steigen noch, aber mit deutlich geringerer Kraft“, sagt GREIX-Projektleiter Jonas Zdrzalek vom IfW Kiel.
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Leipzig sticht heraus, Berlin schwächelt
Die Entwicklung verläuft regional höchst unterschiedlich. Während einige Städte weiter zulegen, geben andere nach. Die größten Gewinner im vierten Quartal:
* Leipzig: +2,9 %
* Stuttgart: +1,4 %
* Frankfurt am Main: +0,6 %
Zum Verlierer wurde die Bundeshauptstadt. In Berlin fielen die Kaufpreise um 1,5 Prozent. Pauschale Aussagen über „den“ deutschen Markt werden damit immer schwieriger.
Mehr verkauft, aber langsamer
Trotz der abgekühlten Preise ist der Markt aktiv. Die Zahl der verkauften Immobilien lag über dem Niveau des Vorjahres. Besonders stach das Segment der Mehrfamilienhäuser hervor:
* Verkaufszahlen: +8,9 % im Jahresvergleich
* Preisplus im Q4: +4,0 %
Experten warnen jedoch: Die absolute Transaktionszahl bei Mehrfamilienhäusern ist gering. Die starken Ausschläge können von wenigen großen Deals verzerrt werden. Insgesamt nimmt das Tempo der Marktbelebung aber ab.
Inflation frisst nominale Gewinne auf
Im Jahresvergleich liegen die Preise für Wohnungen und Häuser zwar etwa 1,5 Prozent höher als Ende 2024. Diese nominellen Zuwächse werden jedoch von der Inflation nahezu vollständig aufgezehrt. Real betrachtet stagnieren die Immobilienwerte damit – oder sind sogar leicht rückläufig.
Was kommt 2026?
Für das laufende Jahr deuten die Indikatoren auf eine Fortsetzung der Seitwärtsbewegung hin. Die Zeiten extremer Volatilität scheinen vorerst vorbei. Die stabile Preislage könnte Kaufinteressenten mehr Planungssicherheit geben.
Gleichzeitig signalisiert der leichte Rückgang bei Eigentumswohnungen: Verkäufer müssen in einigen Segmenten wieder verhandlungsbereiter sein. Ob das Frühjahr neue Impulse bringt, hängt maßgeblich von der Zinspolitik der EZB und der Konjunktur ab. Vorerst herrscht nüchterne Normalität.
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