Hypershell, Ultra

Hypershell X Ultra: Neuer Roboter-Anzug revolutioniert Mobilität im Alter

30.01.2026 - 11:03:12

Roboter-Exoskelette verlassen die Klinik und werden zu Alltagshelfern. Start-ups und etablierte Unternehmen treiben die Kommerzialisierung mit KI-gesteuerten Systemen für mehr Mobilität voran.

Die Zukunft der Mobilität für Senioren und Outdoor-Fans hat begonnen. Eine neue Generation von KI-gesteuerten Roboter-Exoskeletten verlässt die Klinik und erobert den Alltag. Start-ups und Branchenriesen treiben die Kommerzialisierung voran – und stellen die Regulierung vor große Fragen.

KI-Anzug für Berge und Alltag: Hypershell startet durch

Der chinesische Roboter-Pionier Hypershell hat mit dem „X Ultra“ ein Exoskeleton für die freie Natur vorgestellt. Das System soll die Muskelkraft beim Gehen um 20 Prozent und beim Radfahren um 39 Prozent verstärken. Kern ist eine künstliche Intelligenz, die „AI MotionEngine Ultra“. Sie passt die Unterstützung millisekundengenau dem Gang des Nutzers an – selbst auf Sand, Schnee oder unwegsamem Gelände.

Besonders für ältere Menschen ist eine Funktion entscheidend: Die Ausdauer der Hüftbeuger soll um 63 Prozent steigen. Ein spezieller „Abstiegs-Assistent“ entlastet zudem die Knie beim Bergabgehen. Das rund 1000 Watt starke System hat bereits eine Performance-Zertifizierung des TÜV SÜD-Konkurrenten SGS erhalten und einen IFA Innovationspreis gewonnen. Die Botschaft ist klar: Mobilitätshilfen sind keine reinen Medizinprodukte mehr, sondern werden zu High-Tech-Ausrüstung für ein aktives Leben.

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Branchenriesen rüsten sich für den Massenmarkt

Während Start-ups die Consumer-Märkte erobern, positionieren sich etablierte Player für die globale Vermarktung. Das französische Unternehmen Wandercraft holte sich Ende Januar den CEO des Mobilitätskonzerns Permobil, Chuck Witkowski, in den Aufsichtsrat. Ein klares Signal für den strategischen Schwenk von der Forschung zur breiten Markteinführung.

Wandercraft testet derzeit sein selbstbalancierendes Exoskelett „Atalante X“ in einer US-Klinik. Ziel ist der Einsatz auf Intensivstationen, um den Personalaufwand für die Mobilisierung von Patienten zu reduzieren. Die Berufung Witkowskos legt nahe, dass auch das persönliche Exoskelett „Eve“ bald für die tägliche Nutzung zu Hause verfügbar sein soll.

Gleichzeitig festigt der japanische Marktführer CYBERDYNE seine US-Präsenz durch eine Partnerschaft mit der Carnegie Mellon University. Gemeinsam will man an „Physical AI“ forschen – der nahtlosen Verschmelzung von KI mit robotischen Systemen. Die Technologie „Cybernics“ liest bioelektrische Signale, um die Roboterbewegung mit der menschlichen Absicht zu synchronisieren.

Sicherheitsdaten ebnen den Weg für den Durchbruch

Die Kommerzialisierung wird durch neue Studien und Sicherheitsnachweise gestützt. Eine Untersuchung betonte Ende Januar die Notwendigkeit, ältere Menschen direkt in den Designprozess einzubeziehen. Nur so ließen sich Alltagsprobleme lösen, nicht nur technische Kennzahlen verbessern.

Das Unternehmen HeroWear veröffentlichte zudem Langzeitdaten aus Logistikzentren, die über 311.000 Nutzungsstunden abdecken. Die Ergebnisse zeigen eine Reduzierung von Belastungsverletzungen – ohne dass sich das Risiko in andere Körperregionen verlagert. Solche Daten sind entscheidend, um Aufsichtsbehörden von der Sicherheit leichter „Exosuits“ für Senioren im Alltag zu überzeugen.

Drei Trends treiben den Markt voran

Marktbeobachter identifizieren drei zentrale Entwicklungen:
1. Miniaturisierung: Neue Modelle wiegen pro Bein weniger als 3 Kilogramm und sind damit den ganzen Tag tragbar.
2. KI-Integration: Adaptive „Physical AI“ ersetzt starre Bewegungsmuster und meistert reale Hindernisse wie Treppen oder Bordsteine autonom.
3. Consumer-Preise: Die Vermarktung über den Outdoor-Sektor senkt durch Skaleneffekte die Kosten und ebnet den Weg für breite Anwendungen.

Finanzexperten verweisen auf das Unternehmen Lifeward (ehemals ReWalk Robotics), das durch eine Kapitalspritze die Vermarktung persönlicher Exoskelette beschleunigen will. Das Ziel: Vom experimentellen Nischenprodukt zum Standardgerät in der Medizintechnik.

Unsichtbare Hilfe: Was kommt als Nächstes?

Für 2026 erwarten Branchenkenner eine regulatorische Zäsur. Die Grenze zwischen „Fitness-Gadget“ und „Medizinprodukt“ verschwimmt immer mehr. Der nächste große Meilenstein wird die Erstattungsfähigkeit der Systeme durch Krankenkassen sein.

Langfristig könnten sich harte Exoskelette mit weicher „smarter“ Kleidung vereinen. Forscher zeigten diese Woche etwa Formgedächtnis-Legierungen, die wie Stoffmuskeln arbeiten. Der heilige Gral der Alters-Technologie rückt näher: Unsichtbare Kleidung, die aktiv beim Aufstehen, Gehen und Balancieren hilft.

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