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HPE Instant On: Kritische Lücken bedrohen KMU-Netzwerke

20.01.2026 - 04:06:12

Hewlett Packard Enterprise warnt vor vier Schwachstellen in Instant On-Geräten, drei davon erlauben Fernzugriff ohne Passwort. Ein Update auf Version 3.3.2.0 ist zwingend erforderlich.

Sicherheitsupdates für HPE-Geräte sind Pflicht: Vier Schwachstellen, drei davon hochriskant, ermöglichen Angreifern Zugriff ohne Passwort. Die Netzwerk-Infrastruktur Tausender kleiner und mittlerer Unternehmen in Deutschland steht unter Beschuss. Hewlett Packard Enterprise (HPE) warnt vor einer Serie kritischer Sicherheitslücken in seinen beliebten „Instant On“-Access Points und Switches. Ungepatchte Geräte könnten Angreifern als Einfallstor dienen – mit potenziell verheerenden Folgen.

Was die Lücken so gefährlich macht

HPE hat für seine Instant On-Geräte der 1930er Serie mit Software vor Version 3.3.2.0 eine dringende Sicherheitswarnung herausgegeben. Die vier entdeckten Schwachstellen bergen erhebliche Risiken. Drei von ihnen werden mit einem hohen CVSS-Score von 7,5 bewertet und erlauben Remote-Zugriff ohne Authentifizierung.

Die gefährlichste Lücke, CVE-2025-37165, ermöglicht es Angreifern, die interne Netzwerk-Topologie auszuspähen. Ein speziell präpariertes Datenpaket reicht aus, um Details zur VLAN-Segmentierung abzugreifen. Das liefert Kriminellen eine Landkarte des gesamten Firmennetzwerks – die perfekte Grundlage für gezielte Folgeangriffe auf Server mit sensiblen Daten.

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Eine weitere kritische Schwachstelle (CVE-2025-37166) kann für Denial-of-Service-Angriffe (DoS) genutzt werden. Dabei werden Access Points durch manipulierte Pakete lahmgelegt und erfordern einen manuellen Neustart. Für betroffene Unternehmen bedeutet das: komplette Netzwerkausfälle und massive Betriebsstörungen.

So schützen Sie Ihr Unternehmen jetzt

HPE hat bereits reagiert und das Update auf Version 3.3.2.0 bereitgestellt. Das Unternehmen betont: Es gibt keine Workarounds. Das Patchen ist die einzige wirksame Gegenmaßnahme.

Viele Geräte haben das Update möglicherweise bereits automatisch erhalten. HPE begann mit der automatischen Verteilung bereits in der Woche ab dem 10. Dezember 2025. Dennoch sollten IT-Verantwortliche den Status umgehend überprüfen – entweder via Instant On Mobile-App oder das Web-Portal. Steht das Update noch aus, muss es manuell installiert werden.

Besondere Vorsicht ist bei älteren Geräten geboten, die das Ende des Support-Lebenszyklus (EoSL) erreicht haben. Sie erhalten keine Patches mehr und bleiben dauerhaft angreifbar. Hier bleibt nur der Austausch.

Warum KMU besonders im Fokus stehen

Die „Instant On“-Reihe ist explizit für den Mittelstand konzipiert. Die Cloud-verwalteten Geräte versprechen einfache Installation ohne tiefgehendes IT-Wissen. Genau hier liegt das Problem: Viele kleine Firmen haben keine dedizierten Security-Teams, die regelmäßig auf Updates achten.

Die aktuellen Lücken zeigen ein grundsätzliches Risiko auf. Netzwerkkomponenten sind das Rückgrat jeder Digitalisierung – und ein perfektes Angriffsziel. Ein kompromittierter Access Point oder Switch kann zum Sprungbrett in das gesamte Firmennetz werden. Die Offenlegung der VLAN-Struktur ist dabei ein gefundenes Fressen für Angreifer. Sie wissen plötzlich, wo sich welche Daten befinden.

Sicherheitsexperten raten daher zu mehr als nur dem obligatorischen Update. Eine Überprüfung der Netzwerksegmentierung und zusätzliche Zugriffskontrollen können Schadensauswirkungen begrenzen. Auch die Logs der Geräte sollten im Auge behalten werden. Unerklärliche Neustarts oder Abstürze könnten erste Anzeichen eines Angriffsversuchs sein.

Die Botschaft ist klar: Auch vermeintlich einfache Plug-and-Play-Lösungen brauchen kontinuierliche Pflege. Cybersicherheit ist kein Projekt, sondern ein nie endender Prozess – besonders für den oft verwundbaren Mittelstand.

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