Laptop-Abo, Kaufens

HP startet Laptop-Abo: Das Ende des Kaufens?

10.02.2026 - 06:46:12

HP führt ein Abo-Modell für Laptops ein, bei dem Kunden gegen monatliche Gebühr Gerät und Rundum-Support erhalten. Der Vorstoß könnte den Konsumgütermarkt nachhaltig verändern.

HP bringt das Abo-Modell für Laptops in die USA – ein strategischer Schachzug, der den Konsumgütermarkt auf den Kopf stellen könnte. Statt teurer Einmalkäufe zahlen Kunden monatlich für ein aktuelles Gerät mit Rundum-Support. Ein Modell aus der Geschäftswelt erobert nun den Massenmarkt.

Vom Besitz zum Zugang: So funktioniert das Abo

Im Kern ist der HP Laptop Subscription ein Mietdienst. Gegen eine monatliche Gebühr erhalten Nutzer ein Gerät aus einer Auswahl beliebter Modelle, 24/7-Support von Experten und bei Hardware-Defekten einen Austausch am nächsten Werktag. HP bleibt dabei stets Eigentümer des Laptops.

Nach zwölf Monaten haben Abonnenten drei Optionen: Sie können auf ein neueres Modell upgraden, ihr aktuelles Gerät monatlich weiter nutzen oder den Dienst kündigen und den Laptop zurückgeben. Ein späterer Kauf ist nicht vorgesehen – hier geht es klar um Zugang, nicht um Besitz.

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Die Preise variieren je nach Modell. Anfang 2026 kostete etwa das 17-Zoll-HP Envy-Modell rund 45 Euro monatlich. Ein HP EliteBook mit 5G-Funktion lag bei etwa 85 Euro. Ein 30-tägiger Test ohne Risiko ist inklusive. Wer danach vor Ablauf des ersten Jahres kündigt, muss jedoch eine vorzeitige Kündigungsgebühr zahlen.

Rundum-Support – mit einer wichtigen Lücke

Der umfassende Support ist ein zentraler Verkaufsargument. Ein Expertenteam hilft rund um die Uhr bei Problemen. Bei nicht ferngelösten Hardware-Defekten liefert HP am nächsten Werktag Ersatz. Dieser Service deckt typische Garantiefälle ab.

Doch Vorsicht: Der Basistarif schließt keinen Schutz vor unbeabsichtigten Schäden ein. Stürze, verschüttete Getränke oder gebrochene Displays sind nicht abgedeckt. Dafür bietet HP separate, kostenpflichtige Schutzpakete an. Ein wichtiges Detail für die Gesamtkalkulation. Wie bei Drucker-Abos muss der Laptop zudem stets online sein.

Strategischer Trend: Hardware als Dienstleistung

HPs Vorstoß spiegelt einen breiteren Branchentrend wider – weg vom Einmalkauf, hin zu wiederkehrenden Einnahmen. Nach Software und Streaming setzt der Konzern dieses Modell nun auf Hardware um. Die Rechnung: Verbraucher priorisieren zunehmend Bequemlichkeit, kalkulierbare Kosten und Zugang zur neuesten Technik.

Das Abo könnte besonders für Studierende, Remote-Worker und Tech-Enthusiasten attraktiv sein, die moderne Hardware brauchen, aber hohe Anschaffungskosten scheuen. HP testet das Wasser bereits mit seinem umstrittenen „All-In Plan“ für Drucker, der Gerät, Seitenkontingent und Tinte bündelt.

Branchenbeobachter sehen im Laptop-Abo eine logische Weiterentwicklung dieser Strategie. Sollte sich das Modell durchsetzen, dürften andere PC-Hersteller wie Dell oder Lenko nachziehen. Das könnte grundlegend verändern, wie Verbraucher persönliche Technik erwerben und nutzen.

Wird der PC zur Mietware?

Die Einführung wird genau beobachtet. Der Erfolg hängt davon ab, ob der Wertvorteil aus Support und regelmäßigen Upgrades die langfristigen Kosten gegenüber einem Kauf aufwiegt. HP zeigt sich zuversichtlich und hat das Modell bereits auf seine OMEN-Gaming-Systeme ausgeweitet.

Entscheidend für die Zukunft werden die Geräteauswahl, die Wettbewerbsfähigkeit der Preise und die Transparenz der Vertragsbedingungen sein. Kann HP die Vorteile des sorgenfreien Zugangs überzeugend vermitteln, könnte das Unternehmen eine ganz neue Kategorie im Elektronikmarkt etablieren: den Personal Computer als Dienstleistung.

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