HomePod 2, Apple HomePod

HomePod 2 im Klangcheck: Wie gut ist Apples Smartspeaker der zweiten Generation wirklich?

07.02.2026 - 16:32:55

Der HomePod 2 verspricht raumfüllenden 3D-Sound, tiefen Bass und clevere Smart-Home-Steuerung. Lohnt sich das Upgrade für Apple-Fans und Audio-Enthusiasten – oder reicht ein günstigerer Smartspeaker?

Wenn der erste Akkord durch den Raum rollt, spürt man schnell, dass der Apple HomePod 2 mehr sein will als nur ein weiterer Smartspeaker. Der HomePod 2 zielt auf Hörer, die Musik nicht nur nebenbei laufen lassen, sondern jede Nuance im Mix wahrnehmen wollen – und gleichzeitig ihr Smart Home im Griff behalten möchten. Die Frage bleibt: rechtfertigt er den Preis und ist er das Upgrade gegenüber dem Vorgänger oder kleineren Modellen wirklich wert?

Jetzt aktuellen Preis des HomePod 2 auf Amazon checken

Willst du sehen, was die Leute sagen? Hier geht's zu den echten Meinungen:

Apple positioniert den Apple HomePod klar als audiophilen Smartspeaker, der Design, Bedienkomfort und Klangqualität vereinen soll. In der zweiten Generation verfeinert Apple das Konzept: ein High-Excursion-Woofer für Druck im Tiefton, fünf Beamforming-Hochtöner im Ringlayout und eine interne Mikrofonanordnung, die den Raum scannt und den Sound anpasst. Unterstützt wird das Ganze vom S7-Chip, der manch einem von der Apple Watch bekannt vorkommen dürfte.

Das Ergebnis wirkt im Alltag deutlich weniger technisch, als die Daten vermuten lassen. Der Bass des HomePod 2 ist satt, aber kontrolliert – mehr Substanz als beim HomePod mini, weniger übertriebene Vibration als bei vielen Partyboxen. Bei moderner elektronischer Musik legt der Woofer eine erstaunlich tiefe Bühne an, ohne Stimmen zu verschlucken. Gerade bei geringer und mittlerer Lautstärke bleibt der Klang voll und warm, was im Alltag wichtiger ist als der Maximalpegel.

Spannend wird es, sobald 3D Audio mit Dolby Atmos ins Spiel kommt. In Kombination mit Apple Music entfaltet der HomePod 2 eine breitere, fast schon umhüllende Bühne. Streicher bekommen Luft, Synth-Flächen stehen nicht mehr nur aus einem Punkt im Raum, sondern staffeln sich hörbar in Tiefe und Breite. Im Vergleich zum ersten HomePod wirkt die Abbildung sortierter: weniger Basswummern, genauer platzierte Vocals, sauberere Becken. Der HomePod 2 ist kein Ersatz für ein echtes Stereo-Setup mit hochwertigen Monitoren, aber für einen All-in-one-Speaker erstaunlich räumlich.

Richtig interessant wird der HomePod 2 im Doppelpack als Stereo-Paar. Zwei identische Geräte koppeln sich zu einem Setup, das Filme und Serien mit deutlich mehr Breite und Lokalisierung präsentiert. In Kombination mit einem Apple TV 4K wird der Smartspeaker so zur TV-Soundbar-Alternative, inklusive Unterstützung für Dolby Atmos bei kompatiblen Inhalten. Explosionen haben dann nicht nur Druck, sondern werden auch besser im Raum platziert, Dialoge rücken klar in die Mitte. Ein älterer HomePod der ersten Generation lässt sich allerdings nicht mit dem neuen Modell zu einem Stereo-Paar kombinieren – wer aufrüsten will, braucht also zwei gleiche HomePod 2.

Auch als Smart-Home-Zentrale macht der HomePod 2 eine deutlich ernstere Figur als viele Konkurrenz-Speaker. Integrierter Temperatursensor und Luftfeuchtigkeitssensor erlauben Automationen, die über reines Licht an/aus hinausgehen. In der Praxis bedeutet das: Das System kann beispielsweise die Heizung oder einen Ventilator über HomeKit oder Matter-fähige Geräte steuern, sobald der Raum eine bestimmte Temperatur oder Luftfeuchtigkeit erreicht. Gerade in Verbindung mit HomeKit-Szenen ergibt das ein sehr fein steuerbares, gleichzeitig aber angenehm unsichtbares Smart Home.

Das Thema Matter-Support ist für die Zukunftsfähigkeit entscheidend. Der HomePod 2 dient als Steuerzentrale für Thread- und Matter-Geräte, was den Apple Smartspeaker deutlich offener macht als frühere HomeKit-Generationen. Wer smarte Glühbirnen, Steckdosen oder Sensoren unterschiedlicher Hersteller nutzen möchte, ist nicht mehr vollständig auf das klassische HomeKit-Label angewiesen. In der Praxis reduziert das den Geräte-Frust und erweitert den Horizont des Apple HomePod deutlich – vorausgesetzt, die jeweiligen Hersteller liefern saubere Matter-Implementierungen.

Siri bleibt die Stimme des Ganzen und war lange der Schwachpunkt im Vergleich zu Alexa oder dem Google Assistant. Im HomePod 2 wirkt Siri spürbar reaktionsfreudiger, Sprachkommandos werden in ruhigen Umgebungen zuverlässig erkannt. Musiksteuerung, Timer, Kurzbefehle und Home-Kontrolle funktionieren inzwischen im Alltag erstaunlich entspannt. Komplexe Wissensfragen oder ausgefallene Smarthome-Szenarien erfordern aber weiterhin Geduld und saubere Einrichtung in der Home-App. Der große Durchbruch in Sachen „Conversational AI“ ist Siri noch nicht gelungen, aber als Musik- & Smart-Home-Assistent ist die Performance im 2024er-Kontext deutlich praxisnäher.

Akustisch profitiert der HomePod 2 stark von seiner Raumkalibrierung. Die eingebauten Mikrofone analysieren Reflexionen und passen das Abstrahlverhalten der Hochtöner und den Bass an. In einer Ecke platziert, versucht das System, Überbetonungen im Bass zu entschärfen, frei stehend wird die Bühne weiter und luftiger. Im Alltag kann man den Apple HomePod relativ unkritisch ins Regal oder auf ein Sideboard stellen, ohne sich in akustische Details vertiefen zu müssen. Wer allerdings den letzten Tick aus dem Smartspeaker herauskitzeln will, stellt ihn mit etwas Abstand zu Wänden und Ecken – die musikalische Belohnung ist hörbar.

Im Vergleich zum ersten HomePod gibt sich der Neue weniger spektakulär im Bass, dafür kontrollierter und langfristig weniger ermüdend. Höhen sind feinzeichnender, Stimmen sitzen natürlicher im Raum. Wer von einem HomePod mini kommt, erlebt beim HomePod 2 ein deutliches Upgrade: mehr Volumen, bessere Dynamik, vor allem aber eine klar überlegenere Darstellung komplexer Musikpassagen. Gegenüber klassischen Multiroom-Systemen wie Sonos bietet der Apple Smartspeaker die tiefste Integration ins Apple-Ökosystem, bleibt aber stärker auf dieses Ökosystem fokussiert.

Genau hier liegt der zentrale Punkt: Der Apple HomePod entfaltet seine Stärken fast ausschließlich im Apple-Kosmos. Wer mit iPhone, iPad, Mac, Apple TV 4K und Apple Music unterwegs ist, bekommt einen clever vernetzten Knotenpunkt, der sich natürlich anfühlt: Handoff von Musik vom iPhone an den HomePod 2, Intercom-Funktion zwischen mehreren Apple HomePod im Haushalt, nahtloses Zusammenspiel mit Apple TV, Automationen in der Home-App. Wer hingegen primär Android nutzt oder auf Spotify Connect und Chromecast setzt, wird immer wieder an Grenzen stoßen und sollte den Kauf sehr kritisch abwägen.

Gegenüber anderen Smartspeaker-Alternativen wie Amazons Echo Studio oder dem Sonos One / Era 100 spielt der HomePod 2 seine Stärken in drei Bereichen aus: die Integration in Apple-Geräte, die Dolby-Atmos-Fähigkeiten in Verbindung mit Apple TV und Apple Music, sowie die Kombination aus Temperatur-/Feuchtigkeitssensor und Matter/Thread-Steuerzentrale. Dafür fehlt ihm die plattformübergreifende Offenheit mancher Konkurrenten. Beim reinen Klang liegt er im Oberfeld seiner Klasse: warm, detailreich und überraschend druckvoll für seine Größe, aber er ersetzt keine dedizierte HiFi-Anlage mit separatem Verstärker und großen Lautsprechern.

Unterm Strich richtet sich der HomePod 2 glasklar an Nutzer, die tief im Apple-Universum verankert sind und einen ästhetisch unauffälligen, aber klanglich erwachsenen Smartspeaker suchen. Wer ohnehin Apple Music abonniert, ein iPhone in der Hosentasche hat und sein Smart Home via Home-App steuert, erhält ein sehr rundes Paket. Wer dagegen Plattform-Freiheit und maximale Flexibilität bei Streaming-Diensten priorisiert, sollte Alternativen in Betracht ziehen – auch wenn diese beim Design oder bei der Integration ins Apple-Setup nicht ganz mithalten.

Für Apple-Nutzer, die mehr als Hintergrundbeschallung wollen, ist der HomePod 2 ein stimmiger Mittelpunkt im Wohnzimmer: als Musikmaschine, als TV-Sound-Upgrade und als ruhiger Dirigent des Smart Homes im Hintergrund. In dieser Kombination macht der Apple HomePod genau das, was man sich von einem modernen Smartspeaker wünscht – ohne sich klanglich zu verstecken.

Jetzt HomePod 2 sichern, bevor der Preis wieder steigt

@ ad-hoc-news.de