HomePod 2, Apple HomePod

HomePod 2 im Klang-Check: Wie gut ist der Apple Smartspeaker wirklich?

08.02.2026 - 08:20:51

Der HomePod 2 ist Apples smarter Smartspeaker für HiFi-Fans. Starker Bass, 3D Audio, Matter-Support: Lohnt sich das Upgrade für dein Wohnzimmer – oder reicht ein günstigerer Lautsprecher?

Wenn der Bass den Raum füllt, ohne die Stimmen zu verschlucken, und sich ein Song anfühlt, als würdest du mitten im Studio stehen, dann trifft der HomePod 2 genau ins audiophile Zentrum. Apples zweiter Anlauf beim großen Apple HomePod will nicht nur hübsch leuchten, sondern ein ernstzunehmender Lautsprecher für Musikfans und Smart-Home-Nerds sein. Die Frage ist: Reicht das Klang- und Feature-Upgrade, um den Preis zu rechtfertigen – und vielleicht sogar eine klassische Stereoanlage im Alltag abzulösen?

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Der HomePod 2 bleibt optisch seinem Vorgänger treu: Zylindrisches Mesh, kompakt, unauffällig – diesmal in Mitternacht und Weiß. Innen hat Apple aber spürbar nachgeschärft. Ein großformatiger High-Excursion-Woofer sitzt zentral und wird von fünf Horn-Tweetern im Ring flankiert. Diese reduzieren zwar die Anzahl der Tweeter gegenüber dem ersten HomePod, arbeiten dafür aber mit intelligenter Strahlformung und einer ausgefeilteren Raumakustik-Analyse.

Ein integriertes Bass-EQ-Mikrofon überwacht permanent den Tiefton und verhindert, dass der Woofer im Regal oder in der Ecke anfängt zu wummern. In der Praxis heißt das: Der Bass wirkt kräftig und körperlich, aber nicht aufgeblasen. Kickdrums kommen trocken, Synth-Bässe schieben ordentlich Luft, ohne deinen Raum in eine einzige wabernde Welle zu verwandeln. Wer vom kleineren Apple Smartspeaker HomePod mini kommt, hört hier sofort, warum der große Apple HomePod deutlich ernsthaftere HiFi-Ambitionen hat.

Das Klangherz des HomePod 2 ist der S7-Chip, den Apple aus der Watch-Sparte zweckentfremdet. Er analysiert in Echtzeit den Raum anhand der eingebauten Mikrofone, erkennt Wandnähe, Ecken und freie Aufstellung und passt das Abstrahlverhalten an. Dadurch wirken Stimmen klarer ortbar, während Effekte sich eher seitlich und nach hinten legen. Der Lautsprecher versucht aktiv, eine Bühne aufzuspannen, statt einfach nur „laut in alle Richtungen“ zu spielen.

Mit Dolby Atmos und 3D Audio zeigt der HomePod 2, dass er nicht nur für Hintergrundberieselung gedacht ist. In Verbindung mit Apple Music und kompatiblen Atmos-Tracks entstehen sehr räumliche Klangkulissen: Chöre wirken gestaffelt, Hallräume scheinen sich hinter die Seitenwand zu öffnen, und fein platzierte Details tauchen plötzlich „über“ dem Gerät auf. Richtig eindrucksvoll wird es, wenn du zwei HomePod 2 im Stereopaar koppelst: Links/Rechts-Trennung, Tiefenstaffelung und die gefühlte Größe der Bühne machen dann einen echten HiFi-Schritt nach vorne.

Gegenüber dem ersten HomePod klingt der HomePod 2 minimal neutraler und weniger bassbetont, mit besserer Sprachverständlichkeit und präziser platzierten Höhen. Der ursprüngliche HomePod konnte manchmal etwas „dick“ klingen, vor allem in kleineren Räumen. Die neue Generation wirkt kontrollierter und erwachsener, besonders bei akustischer Musik, Jazz oder komplexeren Arrangements. Wer allerdings maximalen Party-Boom sucht, findet bei Multiroom-Systemen wie Sonos oder bei Partyboxen von JBL teils mehr Pegel fürs Geld – auf Kosten der Eleganz im Wohnzimmer.

Siri ist beim Apple HomePod Serienstar und Problemkind zugleich. Sprachkommandos werden dank der vier Mikrofone (Apple setzt hier bewusst nicht auf absurde Mengen an Mics) zuverlässig erkannt, selbst bei moderater Musiklautstärke und ein paar Metern Abstand. „Hey Siri, lauter“ funktioniert intuitiv, Playlisten, Radiosender und Favoriten lassen sich sauber steuern. Am angenehmsten: Übergaben von iPhone oder iPad per Handoff – einfach das Gerät kurz an den HomePod halten, und die Musik wandert rüber.

Im Detail merkt man aber, dass Siri trotz Verbesserungen nicht ganz so flexibel oder gesprächig ist wie Alexa oder der Google Assistant. Komplexe Fragen beantwortet sie knapper, und manche Smart-Home-Formulierungen müssen präzise sitzen. Apple gleicht das etwas über kurze Befehle und eine recht gute Zuverlässigkeit bei Routinen aus. Für viele Nutzer im Apple-Ökosystem reicht das alltagstauglich aus, wer jedoch extrem viel mit Sprachexperimenten oder Drittanbieter-Skills spielt, könnte sich bei Amazon oder Google heimischer fühlen.

Spannend wird der HomePod 2, wenn du ihn als Smart-Home-Hub denkst. Er unterstützt Matter, Thread und fungiert als zentrale Steuerzentrale für Apple Home. Lampen, Steckdosen, Thermostate und Sensoren unterschiedlicher Marken können über die gemeinsame Matter-Basis in Home zusammengeführt werden. Gerade hier punktet Apple mit einer sehr übersichtlichen App und zuverlässigen Automationen – etwa: „Wenn der Bewegungsmelder im Flur auslöst und es nach Sonnenuntergang ist, schalte gedimmtes Licht ein“.

Der Apple Smartspeaker wird damit zur stillen Schaltzentrale, die im Alltag einfach funktioniert. Und weil der HomePod 2 als Thread-Border-Router fungiert, profitieren kompatible Geräte von einer stabileren, energieeffizienten Verbindung. Im Vergleich zu einem reinen Echo Dot oder Google Nest Mini zahlt man hier natürlich einen Aufpreis – bekommt dafür aber eine hochwertigere Audio-Performance und eine tiefe Integration in iOS, macOS, tvOS und Home.

Im Zusammenspiel mit Apple TV 4K zeigt der HomePod 2 eine seiner stärksten Seiten: als TV-Speaker. Ein einzelner HomePod kann den Fernsehton bereits deutlich aufwerten, Dialoge klar herausarbeiten und Effekte breiter in den Raum malen. Richtig interessant wird ein Stereo-Setup mit zwei HomePod 2 vor dem TV: Für Filme mit Dolby Atmos entsteht eine erstaunlich dichte Surround-Illusion, ohne dass du den Raum mit Lautsprechern zupflastern musst. Eine vollwertige, diskrete 5.1- oder 7.1-Anlage wird damit nicht vollständig ersetzt, aber für viele Wohnzimmer ist das Setup ein sehr eleganter Sweet Spot zwischen Klangqualität, Platzbedarf und Bedienkomfort.

Im Vergleich zur Konkurrenz positioniert sich der HomePod 2 klar im Premium-Segment. Sonos One/ Era 100, diverse Bose-Kompaktlautsprecher und größere Bluetooth-Boxen liegen preislich oft günstiger oder vergleichbar, bieten aber entweder weniger tiefe Apple-Integration oder ein anderes Klang-Tuning. Wer Apple Music, Apple TV, iPhone, iPad und Mac intensiv nutzt, spürt beim Apple HomePod immer wieder diese kleinen Komfortmomente: nahtlose Übergaben, AirPlay 2, Multiroom, Home-Steuerung direkt über das Kontrollzentrum.

Wer allerdings in einem gemischten Ökosystem mit Android-Smartphones, Windows-PCs und unterschiedlichen Streamingdiensten lebt, umgeht mit neutraleren Plattformen wie Sonos einige Hürden. Der HomePod 2 spielt zwar via AirPlay 2 auch mit anderen Geräten zusammen, fühlt sich aber objektiv erst so richtig „zu Hause“, wenn der Rest deines digitalen Lebens bereits einen Apfel trägt.

Die Steuerung erfolgt wahlweise per Siri oder über das berührungsempfindliche Touchfeld oben. Ein Tippen pausiert oder spielt, Wischen reguliert die Lautstärke. Die bunt pulsierende Lichtwelle im oberen Glas gibt visuelles Feedback, wenn Siri zuhört oder arbeitet. Das ist dezent genug, um nicht zu nerven, aber auffällig genug, um sofort zu sehen, ob der HomePod 2 gerade reagiert.

Beim Datenschutz spielt Apple seine bekannte Karte aus: Anfragen werden so weit wie möglich lokal verarbeitet, und personalisierte Features setzen in der Regel auf On-Device-Intelligenz. Für viele, die keinen permanent mithörenden Smart Speaker eines Werberiesen im Wohn- oder Schlafzimmer wollen, kann genau das der entscheidende Punkt für den Apple Smartspeaker sein.

Unterm Strich zielt der HomePod 2 klar auf Nutzer, die ihr Zuhause ohnehin mit iPhone, iPad, Mac und Apple TV bespielen. Wer vor allem Spotify über einen Androiden hören oder einen offen standardisierten Sprachassistenten nutzen möchte, fährt mit Alternativen besser – trotz klanglicher Abstriche. Wer hingegen Apple Music liebt, ein gepflegtes Wohnzimmer-Setup schätzt und seine Smart-Home-Geräte zuverlässig und elegant steuern will, bekommt einen Lautsprecher, der deutlich mehr ist als nur „Smartspeaker mit Siri“.

Fazit: Der HomePod 2 ist kein Schnäppchen, aber ein konsequent gedachtes Apple-Produkt: starker, kontrollierter Klang, beeindruckendes 3D Audio, tief integriertes Smart Home mit Matter und Thread. Für Apple-User, die sich zwischen Soundbar, Multiroom und Smart-Home-Hub entscheiden müssen, kann dieser Lautsprecher gleich mehrere Geräte ersetzen – und dabei auch noch gut aussehen.

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