HomePod 2, Apple HomePod

HomePod 2 im Klang-Check: Wie gut ist Apples Smartspeaker wirklich im Wohnzimmer-Alltag?

07.02.2026 - 18:11:58

Der HomePod 2 verspricht besseren Klang, mehr Smart-Home-Power und 3D Audio. Wie gut schlägt sich der Apple Smartspeaker in der Praxis – und lohnt sich das Upgrade für Apple?User?

Der erste Eindruck des Apple HomePod 2 ist akustisch: ein warmer, dichter Klangteppich, der den Raum füllt, bevor man den Smartspeaker überhaupt bewusst wahrnimmt. Der HomePod 2 will mehr sein als ein hübscher Siri-Zylinder – er will die Schaltzentrale fürs Apple?Heimkino und das Smart Home werden. Die Frage ist: Reicht das Upgrade, um Musikfans und Apple?Nutzer wirklich zu überzeugen?

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Optisch bleibt Apple beim Apple HomePod seiner Linie treu: ein kompakter Zylinder mit nahtlosem 3D-Mesh, wahlweise in Mitternacht (dunkel) oder Weiß. Das neue, leicht gewachsene Touchfeld auf der Oberseite leuchtet farbig auf, sobald Siri zuhört oder 3D Audio läuft. Minimalistisch, zurückhaltend – genau die Sorte Design, die neben einem OLED?TV oder auf einem Sideboard nicht schreit, sondern flüstert: „Ich gehöre hierher.“

Unter dem Gewebe steckt aber ein klar verändertes Innenleben. Der HomePod 2 setzt auf einen großen, nach oben gerichteten High-Excursion-Woofer, der für den tiefen, kontrollierten Bass verantwortlich ist, und ein Ring-Array aus fünf Hochtönern (statt sieben wie beim ersten Modell). Gesteuert wird das Ganze vom S7?Chip, den man aus der Apple Watch kennt – ein smarter, energieeffizienter Prozessor, der hier die Rolle des Dirigenten übernimmt. Er analysiert permanent das Signal, passt die Lautstärke einzelner Frequenzbereiche an und nutzt Beamforming, um Stimmen und Details im Raum besser zu platzieren.

Im Hörtest wirkt das Ergebnis erstaunlich erwachsen: Der Bass des HomePod 2 reicht für einen einzelnen Smartspeaker tief hinunter, ohne in einem dumpfen Wummern zu versacken. Kickdrums kommen trocken, Synth?Bässe rollen mit Druck, bleiben aber präzise konturiert. Apple hat außerdem die Raumkorrektur verfeinert: In der Praxis bedeutet das, dass man den Apple HomePod ziemlich nah an eine Wand oder sogar in ein Regal stellen kann, ohne dass der Sound völlig überbetont oder dröhnig wird. Der integrierte Tiefton?EQ zieht die schlimmsten Raummoden automatisch glatt.

Im Mittenbereich punktet der Apple Smartspeaker mit Klarheit: Stimmen stehen stabil im Raum, Podcasts und Hörbücher klingen angenehm nah und verständlich, auch bei niedriger Lautstärke. Die Hochtöner des HomePod 2 zeichnen Becken, Saitenattacken und Rauminformation fein nach, ohne aggressiv zu werden. Wer von günstigen Bluetooth?Boxen oder vielen Soundbars kommt, wird den Qualitätssprung sofort hören – besonders bei lossless oder hochaufgelösten Streams aus Apple Music.

Spannend wird es, wenn 3D Audio mit Dolby Atmos ins Spiel kommt. Der HomePod 2 beherrscht Spatial Audio mit entsprechenden Apple?Music?Tracks und im Zusammenspiel mit Apple TV 4K auch für Filme und Serien. Ein einziger HomePod 2 erzeugt bereits eine Art halbräumliche Bühne, bei der Effekte breiter und höher wirken als bei klassischem Stereo. Richtig interessant wird es mit einem Stereo?Paar: Zwei identische HomePod 2 links und rechts vom Fernseher verwandeln sich in ein kompaktes Atmos?Setup, das vor allem in kleineren Wohnräumen vielen Soundbars ernsthaft Konkurrenz macht.

Im Vergleich zum ersten HomePod hat Apple an mehreren Stellschrauben gedreht. Die Anzahl der Hochtöner wurde zwar reduziert, doch durch den neuen Chip, verbesserte Algorithmen und ein optimiertes Gehäuse klingt der HomePod 2 kontrollierter und räumlicher. Der Bass wirkt straffer, die Bühne breiter, die Sprachverständlichkeit konstanter – gerade bei gemischten Inhalten wie Serien, in denen Dialoge und Soundeffekte gleichzeitig um Aufmerksamkeit kämpfen.

Smart wird der HomePod 2 durch seine Sensorik und seine Integration ins Apple?Ökosystem. Zwei integrierte Sensoren messen Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Raum, was nicht nur in der Home?App angezeigt wird, sondern auch Automationen triggert: „Wenn das Wohnzimmer über 24 Grad hat, schalte die Klimaanlage ein.“ Oder: „Wenn die Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer zu niedrig ist, aktiviere den Luftbefeuchter.“ Für Smart?Home?Fans ist das mehr als Spielerei – das ist ein Baustein in einer dezent automatisierten Wohnumgebung.

Für die Rolle als Smart?Home-Zentrale unterstützt der Smartspeaker Matter und Thread. Der HomePod 2 kann zusammen mit einem Apple TV 4K als Steuerzentrale (Home Hub) fungieren und so Matter?Geräte verschiedener Hersteller in Apple Home einbinden. Das löst eines der zentralen Probleme älterer Smart?Home?Generationen: Inseln aus proprietären Systemen. Im Alltag heißt das: Lampen, Steckdosen, Heizkörperthermostate oder Sensoren unterschiedlicher Marken lassen sich in Szenen und Automationen zusammenführen, solange sie Matter sprechen.

Siri bleibt die Stimme des Ganzen – und hier liegt Licht und Schatten eng beieinander. Sprachbefehle zum Steuern von Musik, Timer, Wetter, Shortcuts oder eben Smart?Home?Geräten setzt der HomePod 2 schnell und in der Regel zuverlässig um. Mikrofon?Arrays hören auch bei Hintergrundmusik erstaunlich gut zu; der Befehl wird meist selbst aus der Küche oder vom Sofa aus erkannt. Positiv fällt auf, dass Siri auf dem Apple HomePod für grundlegende Aufgaben kaum noch Verständnisprobleme zeigt. Komplexere Fragen oder Suchanfragen bleiben allerdings Googles oder Amazons Assistenten oft vorbehalten. Wer primär Apple?Dienste nutzt und seine Abläufe über Kurzbefehle (Shortcuts) abbildet, wird mit Siri im HomePod 2 zufrieden sein – Wissens?Junkies werden hingegen gelegentlich an Grenzen stoßen.

Für den Musikalltag ist die Bedienung angenehm reduziert: Ein Tipp auf das Touchfeld pausiert oder spielt, Plus/Minus regeln die Lautstärke, längeres Antippen ruft Siri. Über iPhone, iPad oder Mac schleust man Audio via AirPlay 2 auf den HomePod 2 – inklusive Multiroom?Unterstützung. Mehrere Apple HomePod oder HomePod mini lassen sich in Gruppen zusammenfassen, so dass die gleiche Playlist synchron in Küche, Bad und Wohnzimmer läuft. Für Haushalte, die ohnehin tief im Apple?Kosmos stecken, fühlt sich das so nahtlos an, wie es sich die Konkurrenz oft wünscht.

Im Heimkino?Kontext zeigt der HomePod 2 eine seiner stärksten Seiten. In Kombination mit einem Apple TV 4K lässt sich der Smartspeaker als Standard?Audioausgabe des Fernsehers definieren, sogar für HDMI?Quellen, die am TV hängen. Ein Stereo?Paar HomePod 2 ersetzt in vielen Setups eine klassische Soundbar – mit dem Bonus echter 3D?Audio?Unterstützung für Dolby?Atmos?Inhalte aus Apple TV+, Disney+ oder anderen Diensten. Natürlich kann ein solches Setup kein dediziertes 5.1.2?System mit Deckenlautsprechern vollständig schlagen, aber für Wohnungen, in denen keine Kabel durch den Raum laufen sollen, liefert der Apple Smartspeaker einen beeindruckend breiten, luftigen Klang, der deutlich über dem vieler Soundbars in ähnlicher Preisregion liegt.

Die Konkurrenz schläft allerdings nicht. Ein Sonos One (bzw. Sonos Era 100) spielt ähnlich kompakt und bietet ein stärker plattformunabhängiges Ökosystem, während ein Amazon Echo mit integriertem Zigbee?Hub bei reiner Smart?Home?Steuerung günstiger einsteigt. Der HomePod 2 positioniert sich klar als Premium?Option für Menschen, die bereits ein iPhone, möglicherweise ein Apple TV 4K und vielleicht sogar einen Mac nutzen. In dieser Kombination spielt er seine Stärken voll aus: nahtlose Übergabe von Musik zwischen Geräten, schnelle Steuerung per Kontrollzentrum, tief integrierte Home?App und starke Audio?Qualität.

Im Alltag fällt zudem der niedrige Grundrauschpegel und die gute Energieeffizienz auf. Der Apple HomePod schaltet im Leerlauf in einen sehr sparsamen Standby?Modus, bleibt aber als Home?Hub und Smartspeaker ständig bereit. Wer Wert auf Datenschutz legt, findet bei Apple außerdem die bekannten Versprechen: Verarbeitung möglichst vieler Sprachbefehle on?device, optionale Deaktivierung des „Hey Siri“-Features und ein klar kommuniziertes Opt?in für Datenanalysen.

Bleibt die Preisfrage. Der HomePod 2 ist kein Schnäppchen und positioniert sich bewusst oberhalb einfacher Bluetooth?Boxen und vieler Standard?Smartspeaker. Wer lediglich eine Küchenbox für Radio und gelegentliche Playlist sucht, wird mit einem HomePod mini oder einem günstigeren Echo?Modell vermutlich glücklicher. Wer allerdings Wert auf ernstzunehmende Klangqualität, räumliches Hören mit 3D Audio, eine saubere Integration ins Apple?Ökosystem und Matter?fähige Smart?Home-Steuerung legt, findet im HomePod 2 ein erstaunlich vielseitiges Audiogerät.

Der Kern des Produkts ist damit klar umrissen: Der HomePod 2 ist ein audiophiler Smartspeaker für Menschen, die ohnehin im Apple?Universum leben und ihren Wohnraum klanglich wie funktional aufwerten möchten. Musikfans bekommen einen präzisen, kraftvollen, raumfüllenden Sound, der sich kaum mit herkömmlichen „Nebenbei?Lautsprechern“ vergleichen lässt. Smart?Home?Nutzer bekommen eine zuverlässige, Matter?fähige Schaltzentrale, die Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Automationen im Blick behält. Wer beides will – und bereit ist, den Apple?Preis dafür zu zahlen – findet hier eines der derzeit stimmigsten Gesamtpakete im Smartspeaker?Segment.

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