HIIT stärkt das Gehirn nachweislich besser als moderates Training
15.01.2026 - 20:25:11Kurze, intensive Workouts wie HIIT steigern die Gehirnleistung nachhaltig. Aktuelle Studien belegen, dass diese Trainingsform kognitive Fähigkeiten stärkt und sogar vor altersbedingtem Abbau schützen kann.
Der Turbo für die Neuronen
Die Wirkung entfaltet sich im Gehirn über eine neurobiologische Kaskade. Im Zentrum steht das Protein BDNF (Brain-Derived Neurotrophic Factor), ein Wachstumsfaktor für das Gehirn. HIIT lässt dessen Spiegel besonders effektiv ansteigen – teilweise stärker als längere, moderate Einheiten.
BDNF fördert die Neuroplastizität, also die Fähigkeit des Gehirns, neue Verbindungen zu knüpfen. Das ist die Grundlage für Lernen und Gedächtnis. Zudem schützt regelmäßiges HIIT den Hippocampus, eine zentrale Gedächtnisregion, vor dem altersbedingtem Schrumpfen.
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Sofortige Klarheit, langfristiger Schutz
Die Vorteile wirken auf zwei Ebenen:
* Akut: Schon eine einzelne HIIT-Einheit unter 30 Minuten kann die kognitive Leistung, besonders die Aufmerksamkeit, sofort verbessern. Das belegt eine Meta-Analyse der UC Santa Barbara von Ende 2024.
* Langfristig: Eine Studie der University of Queensland zeigt den nachhaltigen Effekt. Die kognitiven Verbesserungen durch ein sechsmonatiges HIIT-Programm bei Älteren waren selbst fünf Jahre nach Trainingsende noch messbar.
Welche Fähigkeiten profitieren?
HIIT stärkt vor allem die exekutiven Funktionen, das Kommandozentrum des Gehirns. Konkret verbessert werden:
* Kognitive Flexibilität (schnelles Wechseln zwischen Aufgaben)
* Inhibitorische Kontrolle (Ausblenden unwichtiger Reize)
* Arbeitsgedächtnis
* Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit
Besonders profitiert das räumliche Lernen und Gedächtnis, das eng mit einem gesunden Hippocampus verknüpft ist.
Effizienz für eine alternde Gesellschaft
Die Erkenntnisse kommen zum richtigen Zeitpunkt. In einer alternden Gesellschaft gewinnen präventive, kostengünstige Maßnahmen gegen kognitiven Abbau an Bedeutung. HIIT punktet hier mit seiner Zeiteffizienz.
Vergleiche mit moderatem Ausdauertraining (MICT) deuten darauf hin, dass HIIT nicht nur die kognitive Flexibilität stärker fördert, sondern auch wirksamer dem Verlust von Gehirnvolumen entgegenwirkt. Für Menschen mit vollem Terminkalender wird es so zur attraktiven Strategie für lebenslange Gehirngesundheit.
Wohin geht die Forschung?
Die Wissenschaft arbeitet nun an der Feinjustierung. Zukünftige Studien sollen personalisierte Trainingsprotokolle entwickeln, um die Effekte für verschiedene Altersgruppen zu maximieren. Ein weiterer Fokus liegt auf den genauen Mechanismen, wie etwa der Reduktion von Entzündungen.
Langfristig könnten HIIT-basierte Programme fester Bestandteil von Präventionsempfehlungen werden. Dafür sind jedoch noch weitere groß angelegte Langzeitstudien nötig.


