HausVorteil erhält Gewerbeerlaubnis für Immobilien-Teilverkauf
28.01.2026 - 01:12:12HausVorteil darf offiziell Immobilien-Teilverkäufe vermitteln. Das Hamburger Unternehmen erhielt die notwendige Erlaubnis nach § 34c der Gewerbeordnung. Die Genehmigung fällt in eine hitzige Debatte über dieses umstrittene Geschäftsmodell.
Was die Erlaubnis wirklich bedeutet
Die § 34c-Erlaubnis ist ein Standardverfahren für Immobilienmakler und -verwalter. Sie bestätigt lediglich die persönliche Zuverlässigkeit der Geschäftsführung – nicht aber das Geschäftsmodell selbst. Die Prüfung umfasst Vorstrafen und Vermögensverhältnisse.
Wichtig: Diese Gewerbeerlaubnis ist keine Finanzlizenz. Sie unterliegt nicht der strengen Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Genau hier entzündet sich die aktuelle Kritik: Der Teilverkauf wirkt wie ein Darlehen, entgeht aber den scharfen Finanzregeln.
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So funktioniert der umstrittene Teilverkauf
Das Modell richtet sich vor allem an ältere Eigentümer. Sie verkaufen bis zu 50 Prozent ihrer Immobilie an ein Unternehmen und erhalten dafür eine Einmalzahlung. Im Gegenzug sichern sie sich ein lebenslanges Wohnrecht im Grundbuch.
Doch Verbraucherschützer und die BaFin warnen seit Jahren:
* Verkäufer zahlen monatliches Nutzungsentgelt für den abgetretenen Anteil
* Sie tragen weiterhin volle Instandhaltungskosten
* Bei Rückkauf oder Gesamtverkauf drohen hohe Zusatzkosten
Die regulatorische Grauzone
Kritiker fordern klare Gesetze. Ihr Hauptargument: Wirtschaftlich gleicht der Teilverkauf einem Darlehen – rechtlich wird er aber als reiner Immobilienkauf behandelt. Diese Lücke ermöglicht den Anbietern, strenge Verbraucherkredit-Regeln zu umgehen.
Eine Einstufung als Verbraucherdarlehen hätte Folgen:
* BaFin-Aufsicht wäre verpflichtend
* Anbieter müssten die Kreditwürdigkeit prüfen
* Transparente Kostenaufklärung wäre vorgeschrieben
Unsichere Zukunft für den Markt
Die Erlaubnis für HausVorteil ist rechtlich routinemäßig. Strategisch startet das Unternehmen in ein Feld voller Reputationsrisiken. Die politische Debatte über schärfere Regeln dürfte weiter eskalieren.
Entscheidend wird sein: Schließt der Gesetzgeber die regulatorische Lücke? Verbraucherschützer drängen auf schnelles Handeln. Für Anbieter wie HausVorteil könnten damit deutlich strengere Spielregeln kommen.


