Harvard-Studie, Kaffee

Harvard-Studie: Kaffee senkt Demenzrisiko deutlich

16.02.2026 - 05:40:12

Eine große Langzeitstudie zeigt, dass zwei bis drei Tassen Kaffee täglich das Demenzrisiko signifikant reduzieren können. Der Effekt ist auf Koffein zurückzuführen und unabhängig von genetischen Risikofaktoren.

Eine neue Harvard-Studie zeigt: Zwei bis drei Tassen Kaffee am Tag können das Demenzrisiko um bis zu 18 Prozent senken. Die in dieser Woche veröffentlichte Langzeitstudie liefert die bisher stärksten Belege für die schützende Wirkung von Koffein auf das Gehirn.

Das größte Rätsel der Demenzforschung

Was schützt unser Gehirn vor dem Verfall? Eine Antwort könnte überraschend alltäglich sein. Forscher von Mass General Brigham und der Harvard University analysierten über 43 Jahre hinweg die Daten von mehr als 130.000 Menschen. Ihr Ergebnis, veröffentlicht im Journal of the American Medical Association (JAMA), ist eindeutig: Regelmäßiger Kaffeekonsum geht mit einem deutlich geringeren Risiko für Demenz im Alter einher.

Die optimale Dosis? Zwei bis drei Tassen koffeinhaltigen Kaffee täglich. Bei dieser Menge war das Demenzrisiko im Vergleich zu Nicht-Kaffeetrinkern um 18 Prozent reduziert. Auch Tee zeigte einen ähnlichen, etwas schwächeren Effekt.

Die Kernpunkte der Studie auf einen Blick:
* Optimale Dosis: 2-3 Tassen koffeinhaltiger Kaffee pro Tag
* Risikoreduktion: Bis zu 18% geringeres Demenzrisiko
* Wirkstoff: Der Effekt trat nicht bei entkoffeiniertem Kaffee auf
* Mehr hilft nicht: Über drei Tassen brachten keinen zusätzlichen Schutz

Warum Koffein das Gehirn schützen könnte

Die Studie legt nahe, dass Koffein selbst der Schlüssel ist. Aber wie wirkt es? Wissenschaftler vermuten mehrere Schutzmechanismen. Koffein könnte Entzündungsprozesse im Gehirn bremsen und oxidativen Stress reduzieren – beides Faktoren, die den kognitiven Verfall beschleunigen.

Besonders spannend: Laborstudien deuten darauf hin, dass Koffein die Bildung schädlicher Proteinablagerungen hemmen kann. Diese sogenannten Amyloid-Plaques gelten als Hauptmerkmal der Alzheimer-Erkrankung. Die Harvard-Daten stützen nun diese Theorien mit handfesten Bevölkerungsdaten.

Ein Schutz, der für fast alle gilt

Ein bemerkenswerter Aspekt der Studie ist ihre breite Gültigkeit. Die Forscher prüften, ob der Effekt vom genetischen Risiko der Teilnehmer abhängt. Das Ergebnis: Der schützende Effekt des Kaffees zeigte sich unabhängig von der erblichen Vorbelastung für Demenz.

Das bedeutet: Die tägliche Tasse Kaffee könnte für einen großen Teil der Bevölkerung einen robusten Schutzmechanismus darstellen – eine einfache Lebensstilanpassung mit potenziell großer Wirkung.

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Studie mit Gewicht, aber ohne endgültigen Beweis

Die Debatte um Kaffee und Gesundheit ist alt, frühere Studien lieferten oft widersprüchliche Ergebnisse. Die aktuelle Untersuchung überzeugt jedoch durch ihre schiere Größe und den extrem langen Beobachtungszeitraum. Experten betonen dennoch eine wichtige Einschränkung: Es handelt sich um eine Beobachtungsstudie. Sie zeigt eine starke Korrelation, kann aber keine endgültige Kausalität beweisen.

Theoretisch könnten auch andere, nicht erfasste Gewohnheiten von Kaffeetrinkern für den Effekt verantwortlich sein. Die Forscher raten daher nicht dazu, nur aus Gesundheitsgründen mit dem Kaffeetrinken zu beginnen. Für diejenigen, die es bereits tun, liefert die Studie jedoch eine beruhigende Botschaft.

Ein neuer Baustein für die Prävention

Die Ergebnisse eröffnen neue Perspektiven. Sie unterstreichen, wie wichtig Lebensstilfaktoren für die Gesundheit unseres Gehirns im Alter sind. Koffein ist kein Wundermittel, aber die Evidenz wächst: Die tägliche Tasse Kaffee könnte mehr sein als ein Wachmacher – sie könnte ein einfacher und angenehmer Beitrag zur langfristigen Vorsorge sein.

@ boerse-global.de

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