Harvard-Studie, Low-Carb

Harvard-Studie beendet Low-Carb vs. Low-Fat-Debatte

16.02.2026 - 08:10:11

Eine große Langzeitstudie zeigt, dass nicht Fett oder Kohlenhydrate, sondern die Qualität der Lebensmittel das Herzrisiko beeinflusst. Gesunde Varianten beider Diätformen sind vorteilhaft.

Eine große Harvard-Studie rückt den jahrzehntealten Diät-Streit in ein neues Licht. Nicht die Menge an Fett oder Kohlenhydraten ist entscheidend für die Herzgesundheit, sondern die Qualität der Lebensmittel. Das zeigt die Analyse von Daten fast 200.000 Menschen über 30 Jahre.

Die Qualität macht den Unterschied

Die im Journal of the American College of Cardiology veröffentlichte Studie kommt zu einem klaren Ergebnis: Sowohl eine gesunde, pflanzenbasierte Low-Carb-Diät als auch eine gesunde Low-Fat-Diät senken das Risiko für Herzerkrankungen. Ungesunde Varianten beider Ernährungsformen erhöhen es dagegen.

„Die Qualität der Ernährung ist wichtiger als die reine Zusammensetzung der Makronährstoffe“, erklärt Hauptautor Zhiyuan Wu. Dies könnte erklären, warum frühere Studien oft widersprüchliche Ergebnisse lieferten – sie unterschieden nicht zwischen gesunden und ungesunden Varianten.

Gesunde vs. ungesunde Varianten im Check

Was unterscheidet eine gesunde von einer ungesunden Diät? Die Antwort liegt in der Lebensmittelauswahl:

  • Gesunde Low-Carb-Ernährung: Setzt auf pflanzliche Proteine und Fette (Avocados, Nüsse, Olivenöl), viel Gemüse und Vollkorn in Maßen.
  • Ungesunde Low-Carb-Ernährung: Basiert stark auf tierischen Fetten und Proteinen (rotes Fleisch, Butter) und schließt gesunde Kohlenhydrate wie Obst aus.
  • Gesunde Low-Fat-Ernährung: Enthält viele Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Obst und Gemüse mit hochwertigen Fettquellen.
  • Ungesunde Low-Fat-Ernährung: Ersetzt Fett oft durch stark verarbeitete Produkte, Weißmehl und Zucker.

Die Botschaft ist eindeutig: Der pauschale Verzicht auf eine Nährstoffgruppe nützt nichts, wenn die verbleibenden Kalorien aus minderwertigen Quellen stammen.

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Ein Paradigmenwechsel in der Ernährungswissenschaft

Die Studie untermauert einen Trend in der Forschung: Der Fokus verschiebt sich von der Fixierung auf einzelne Nährstoffe hin zu ganzen Ernährungsmustern. Statt Fett oder Kohlenhydrate zu verteufeln, geht es um eine Ernährung mit unverarbeiteten, nährstoffreichen Lebensmitteln.

Die neuen Daten bestätigen auch frühere Warnungen: Die langfristigen Risiken einer Diät – ob für Herz oder Gesamtsterblichkeit – hängen stark von der Qualität der gewählten Lebensmittel ab. Ein hoher Anteil tierischer Produkte in Low-Carb-Diäten bleibt kritisch.

Was bedeutet das für die Zukunft?

Die Ergebnisse unterstützen den Weg zur personalisierten Ernährung. Die eine Diät für alle scheint überholt. Die Forschung wird sich künftig stärker darauf konzentrieren, wie Genetik oder Stoffwechsel die individuelle Reaktion auf verschiedene, aber hochwertige Ernährungsweisen beeinflussen.

Für Verbraucher bleibt eine klare Empfehlung: Eine flexible, überwiegend pflanzenbasierte Ernährung mit hochwertigen Zutaten ist der sicherste Weg – egal ob man sie Low-Carb oder Low-Fat nennt.

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