Immobilienmarkt, Preise

Hamburger Immobilienmarkt: Preise stabil auf hohem Niveau

07.02.2026 - 21:01:12

Der Hamburger Immobilienmarkt zeigt nach der Korrekturphase wieder leichte Preiszuwächse. Die Nachfrage übersteigt das knappe Angebot, besonders in Top-Lagen. Experten erwarten für 2026 ein moderates Wachstum.

Der Markt für Eigentumswohnungen in Hamburg zeigt sich robust. Nach einer Korrekturphase haben sich die Preise gefestigt und verzeichnen teilweise wieder leichte Zuwächse. Die Nachfrage bleibt hoch, während das Angebot knapp ist – eine Konstellation, die die Preise stützt. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis bewegt sich derzeit zwischen 6.000 und 6.400 Euro.

Große Unterschiede zwischen den Stadtteilen

Die Preisspanne innerhalb der Stadt ist enorm. In Top-Lagen wie Winterhude müssen Käufer mit über 8.100 Euro pro Quadratmeter rechnen, in Eimsbüttel sind es rund 7.600 Euro. Deutlich moderater präsentieren sich Randlagen: In Rahlstedt liegen die Durchschnittspreise bei etwa 4.400 Euro. Für eine 80-Quadratmeter-Bestandswohnung bedeutet das eine Spanne von rund 267.000 Euro in Eißendorf bis zu 966.000 Euro in der HafenCity. Die Mikrolage bleibt der entscheidende Preisfaktor.

Nach der Talsohle: Leichte Erholung setzt ein

Die Phase der Preiskorrekturen nach der Zinswende 2022 scheint überwunden. Marktbeobachter sehen eine Bodenbildung und erste Anzeichen einer Erholung. Aktuelle Daten für Anfang 2026 weisen eine leichte jährliche Preissteigerung von bis zu 2,2 Prozent aus. Ein klares Signal: Das Transaktionsgeschehen hat sich belebt. Käufer und Investoren sind mit angepassten, realistischen Erwartungen zurückgekehrt.

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Warum die Preise so hoch bleiben

Zwei fundamentale Faktoren stützen das Preisniveau:
* Angebotsknappheit: Die Anziehungskraft Hamburgs sorgt für stetigen Zuzug. Gleichzeitig wurde in den vergangenen Jahren deutlich weniger gebaut. Die Projektpipeline ist ausgedünnt.
* Hohe Baukosten: Gestiegene Material- und Finanzierungskosten machen Neubauprojekte teuer. Das wirkt sich auch auf den Wert des Bestands aus.

Besonders qualitativ hochwertige und energetisch moderne Bestandsimmobilien in guten Lagen sind stark nachgefragt.

Hamburgs resiliente Sonderstellung

Im Vergleich zu anderen deutschen Metropolen beweist der Hamburger Markt eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit. Die breite Wirtschaftsbasis, der internationale Hafen und die hohe Lebensqualität machen die Stadt für Eigennutzer und Kapitalanleger attraktiv. Die Phase der extremen Preissteigerungen ist zwar vorbei, doch die strukturelle Nachfrage übersteigt weiterhin das Angebot. Für Investoren bietet die beruhigte Zinslandschaft wieder mehr Kalkulierbarkeit.

Ausblick: Moderates Wachstum erwartet

Experten prognostizieren für 2026 eine Fortsetzung des stabilen Trend mit moderaten Preiszuwächsen. Ein erneuter Preisrutsch gilt als unwahrscheinlich, solange die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stabil bleiben. Sollte das Zinsniveau sogar leicht sinken, könnte das der Nachfrage zusätzlichen Schub verleihen. Die größte Herausforderung bleibt die Schaffung von neuem Wohnraum. Solange der Neubau nur langsam anzieht, wird der Druck auf den Bestandsmarkt hoch bleiben.

@ boerse-global.de