Hamburg verhängt 45.000 Euro Bußgeld für illegale Airbnb-Vermietung
07.02.2026 - 02:12:12Das Bezirksamt Eimsbüttel hat ein Bußgeld von 45.000 Euro gegen die Vermieter eines Apartmenthauses verhängt. Grund ist die systematische Zweckentfremdung von 49 Wohnungen für Monteursunterkünfte und Airbnb. Der Fall zeigt den harten Kurs der Stadt gegen den Entzug von Wohnraum.
Der 50er-Jahre-Bau im Grindelhof 87 in Rotherbaum umfasst 70 Kleinapartments. Nachdem die alten Mieter wegen angekündigter Sanierungen ausgezogen waren, wurden die Wohnungen nicht modernisiert. Stattdessen vermietete sie die Betreiberfirma HKI Consulting kurzfristig und gewerblich weiter – ein klarer Verstoß gegen das Hamburger Wohnraumschutzgesetz.
Neben der Strafe muss der Vermieter die Wohnungen bis spätestens März wieder dauerhaft vermieten. Andernfalls drohen weitere Strafen von bis zu 3.000 Euro pro Einheit.
Nach der Rückführung ins reguläre Mietangebot stehen Vermieter vor einer konkreten Frage: Welche Miete ist rechtlich zulässig und wie begründe ich eine Anpassung korrekt? Der kostenlose Mietspiegel‑Report 2025 liefert Vergleichsmieten für deutsche Städte, rechtssichere Begründungshilfen, Musterformulierungen und praktische Tabellen, mit denen Sie Mieterhöhungen wasserdicht erklären. In wenigen Minuten erhalten Vermieter einen klaren Fahrplan für rechtssichere Entscheidungen. Mietspiegel-Report 2025 kostenlos herunterladen
So lief der systematische Missbrauch ab
Die Apartments waren früher für günstige Mieten unter 400 Euro bekannt. Nach einem Verkauf 2022 und Sanierungsankündigungen mussten die Mieter gehen. Doch die versprochene Modernisierung blieb aus.
Stattdessen deckten Ermittlungen auf: 49 der 70 Wohnungen wanderten in die illegale Kurzzeitvermietung. Eine Bürgerinitiative hatte den Fall durch eine Akteneinsicht angestoßen. Das Bezirksamt setzte nun eine Frist bis zum 10. April, um die Rückführung in den normalen Mietmarkt nachzuweisen.
Hamburgs scharfes Schwert: Das Wohnraumschutzgesetz
Die rechtliche Grundlage ist das Hamburgische Wohnraumschutzgesetz (HmbWoSchG). Es gilt seit 1971 und zählt zu den strengsten in Deutschland. Sein Kern: Wohnraum muss dem Wohnen dienen.
In den letzten Jahren verschärfte die Stadt das Gesetz gezielt gegen Plattformen wie Airbnb. Seitdem gilt:
* Eine Registrierungspflicht mit Wohnraumschutznummer für alle Vermieter.
* Bußgelder bis zu 500.000 Euro für Verstöße.
* Die behördliche Anordnung, Wohnraum sofort wieder dem Markt zuzuführen.
Ziel ist klar: Spekulation mit knappem Wohnraum unterbinden.
Ein Gebäude, zwei Konflikte: Vermietung und Nachverdichtung
Der Fall ist nur eine Front im Grindelhof. Der Eigentümer plant zusätzlich neun Stadthäuser im Innenhof des Komplexes – ein umstrittenes Nachverdichtungsprojekt.
Anwohner und eine Bürgerinitiative fürchten den Verlust einer wichtigen Grünfläche. Während der Bezirk Eimsbüttel kritisch ist, unterstützt der Hamburger Senat das Bauvorhaben, um neuen Wohnraum zu schaffen.
Die jetzt aufgedeckte illegale Vermietung nährt die Kritik. Sie scheint zu belegen, dass es dem Investor weniger um bezahlbaren Wohnraum als um Profitmaximierung geht. Die Bußgeld-Entscheidung sendet daher ein starkes Signal für den Mieterschutz.
Schärfere Kontrollen – höheres Risiko für Investoren
Der Fall Grindelhof zeigt: Die Hamburger Kontrollen greifen. Die Aufdeckung gelang durch behördliche Arbeit und bürgerliches Engagement.
Für Immobilieninvestoren steigt das Risiko. Die Stadt setzt auf ein Online-Meldesystem, über das Bürger Leerstand oder Missbrauch anzeigen können. Der Druck, Wohnungen nicht zu Spekulationsobjekten werden zu lassen, wächst weiter.
Die Entwicklung am Grindelhof bleibt auf der Watchlist – sowohl der Behörden als auch der Bürgerinitiativen.
PS: Wenn Wohnungen wieder dauerhaft vermietet werden, ist ein klarer Überblick über Vergleichsmieten und die richtigen Formulierungen für Mieterhöhungen entscheidend. Der kostenlose Mietspiegel‑Report 2025 bietet Tabellen mit Vergleichsmieten, Mustervorlagen, Praxis‑Tipps für die Kommunikation mit Mietern und Hinweise, wie Sie Nachweise gegenüber Behörden stichfest aufbereiten. So sind Sie vorbereitet, falls Vermietungssituationen rechtlich geprüft werden. Jetzt Mietspiegel-Report anfordern


