Gordon’s Gin im Test: Warum genau dieser Gin deine Bar vom Feierabend-Okay zur Cocktail-Ansage macht
01.01.2026 - 11:29:45Du kennst das: Du willst einen guten Gin & Tonic mixen – und am Ende schmeckt alles irgendwie nach „geht so“. In diesem Artikel schauen wir uns an, warum ausgerechnet Gordon’s Gin seit Jahrzehnten als Klassiker gilt – und ob er 2026 immer noch dein Go-to-Gin sein sollte.
Wenn dein Gin & Tonic nur nach „nassem Eiswürfel“ schmeckt
Stell dir vor: Es ist Freitagabend. Freunde kommen vorbei, der Kühlschrank ist voll, die Musik passt – aber dein Gin & Tonic schmeckt nach… nichts. Ein bisschen bitter, ein bisschen flach, viel Wasser, wenig Wow. Du hast dir Mühe gegeben, gute Gläser rausgeholt, frische Limette geschnibbelt – und trotzdem wirkt der Drink wie der traurige Cousin dessen, was du in einer guten Bar bekommst.
Genau hier entscheidet sich, ob ein Abend „ganz nett“ oder „legendär“ wird. Ein Gin kann alles killen oder alles retten: Aroma, Frische, diesen berühmten „ersten Schluck“, bei dem alle kurz still sind und nur „Boah“ sagen. Und weil der Gin die Basis ist, bringt dir das teuerste Tonic nichts, wenn der Grundcharakter nicht stimmt.
Also: Welcher Gin liefert dir zuverlässig Bar-Qualität, ohne dass du dich durch 100 Hipster-Marken probieren musst? Und ohne, dass jede Runde Gin & Tonic dein Monatsbudget sprengt?
Die Lösung: Ein Klassiker, der nicht ohne Grund überlebt hat – Gordon’s Gin
Genau hier kommt Gordon’s Gin ins Spiel. Ein Name, den du garantiert schon im Supermarktregal gesehen hast – vielleicht sogar abgetan hast als „Massenware“. Und doch ist es genau dieser London Dry Gin, der seit 1769 überlebt, sich in Bars weltweit hält und bis heute zu den meistverkauften Gins der Welt gehört.
Laut Herstellerseite von Gordon’s Gin und dem Mutterkonzern Diageo basiert Gordon’s London Dry Gin auf einer dreifachen Destillation und einer klaren, wacholderbetonten Rezeptur. Wacholder, Koriander, Angelikawurzel und weitere Botanicals sorgen für ein klassisches, trockenes Aromenprofil – also genau das, was du für einen „ehrlichen“ Gin & Tonic brauchst. Kein Kaugummi-Gin, kein Zuckerfeuerwerk – sondern ein sauberer, definierter Geschmack.
Spannend: In Reddit-Threads und YouTube-Reviews wird Gordon’s immer wieder als „workhorse gin“ beschrieben – der Arbeitspferd-Gin, der in unzähligen Bars als Basis läuft. Kein fancy Etikett, kein Storytelling-Overkill, sondern ein Produkt, das vor allem eins liefern soll: Konstanz im Glas.
Warum gerade dieses Modell? Der Realitäts-Check
Was macht Gordon’s Gin im Alltag wirklich anders – oder besser – als viele andere Flaschen im Regal? Schauen wir auf die Features, aber übersetzen sie direkt in deinen Nutzen.
- Klassischer London Dry Stil: Gordon’s setzt klar auf Wacholder und Zitrus, ohne süße Spielereien. Für dich heißt das: Dein Gin & Tonic schmeckt wie ein echter Gin & Tonic – trocken, frisch, klar. Perfekt, wenn du keine Lust auf künstlich wirkende Aromen oder „Gurken-Limetten-Erdbeer“-Overkill hast.
- Rund 37,5–40 % Vol. (je nach Markt): Die Alkoholstärke liegt im sweet spot für Longdrinks. Genug Punch, damit der Gin im Tonic nicht untergeht, aber nicht so massiv, dass er alles dominiert. Ergebnis: Du bekommst Struktur im Drink, aber keine „Alkoholkeule“.
- Dreifach destilliert: Die mehrfache Destillation sorgt für einen relativ reinen, sauberen Grundalkohol. In der Praxis merkst du das daran, dass Gordon’s selten „kratzig“ wirkt. Gerade im Mix mit Tonic oder in einem Gin Fizz wirkt er smooth und unkompliziert.
- Preislich im Einstiegs- bis Mittelsegment: Im D-A-CH-Raum liegt Gordon’s meist deutlich unter vielen modernen Craft-Gins. Für dich bedeutet das: Du kannst problemlos mehrere Drinks mixen, ohne jedes Mal zu überlegen, ob diese Runde Gin & Tonic wirklich „drin“ ist.
- Breit verfügbar: Supermärkte, Duty Free, Online-Shops – Gordon’s bekommst du praktisch überall. Kein Suchen, kein Spezialladen. Wenn du spontan Besuch bekommst, ist das Gold wert.
- Vielseitig einsetzbar: Ob klassischer Gin & Tonic, Tom Collins, Negroni oder Gin Basil Smash – Gordon’s funktioniert in vielen Rezepten als solider, neutraler Kern. Für dich heißt das: Du brauchst nicht fünf verschiedene Gins, um verschiedene Drinks abzudecken.
- Markenvertrauen: Hinter Gordon’s steht Diageo PLC (ISIN: GB0002374006), einer der größten Spirituosenkonzerne der Welt. Du magst von Konzernen halten, was du willst, aber bei Qualität und Konstanz ist das ein echtes Argument.
Auf einen Blick: Die Fakten
| Merkmal | Dein Nutzen |
|---|---|
| Stil: London Dry Gin | Klare, trockene Gin-Basis – ideal für klassische Drinks ohne Schnickschnack. |
| Alkoholgehalt: ca. 37,5–40 % Vol. (marktabhängig) | Genug Aroma und Struktur, ohne zu scharf zu wirken – perfekt für Longdrinks. |
| Geschmacksprofil: Wacholder, Zitrus, Kräuter | Frischer, wacholderbetonter Charakter, der sich gut mit Tonic und Zitrusfrüchten verbindet. |
| Dreifach destilliert | Relativ sauberer, „glatter“ Eindruck im Glas – weniger Schärfe, mehr Trinkkomfort. |
| Preisniveau: Einstiegs-/Mittelklasse | Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis – ideal, wenn du öfter für mehrere Personen mixt. |
| Verfügbarkeit: International weit verbreitet | Du findest ihn schnell im Supermarkt oder online – perfekt für spontane Abende. |
| Hersteller: Diageo PLC | Stabiler, großer Player im Hintergrund – gleichbleibende Qualität und Verlässlichkeit. |
Das sagen Nutzer und Experten
Schaut man in Reddit-Threads und YouTube-Reviews (z.B. Blindverkostungen von Supermarkt-Gins), zeichnet sich ein ziemlich klares Bild:
- Als „House Gin“ beliebt: Viele Nutzer bezeichnen Gordon’s als ihren Standard-Gin für G&T. Kein extremer Charakter, aber genau deshalb so gut kombinierbar.
- Preis-Leistung wird oft gelobt: Immer wieder fällt der Satz: „Für den Preis absolut okay“ oder „Besser als viele teurere Flaschen, die nur wegen Design punkten“.
- Wacholder-Fans happy: Wer klassische, trockene Gins mag, fühlt sich bei Gordon’s meist gut aufgehoben. Gerade Bartender, die Oldschool-Drinks lieben, schätzen dieses klare Profil.
- Kritik: kein Aroma-Feuerwerk: Einige Nutzer merken an, dass Gordon’s im Vergleich zu modernen Craft-Gins weniger komplex wirkt. Wenn du florale, fruchtige oder extrem eigenständige Gins suchst, kann er dir zu „straight“ vorkommen.
- Globaler Standard in Bars: In vielen Hotelbars und Ketten ist Gordon’s der Default-Gin. Das ist nicht sexy, aber extrem praktisch: Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, weißt du, was du bekommst.
Kurz: Gordon’s ist nicht der Gin, über den alle am nächsten Tag auf Instagram schreiben. Es ist der Gin, der dafür sorgt, dass der Abend geschmeidig läuft – ohne Diskussion, ohne Überraschungen, aber mit deutlich höherer Qualität, als sein Preis vermuten lässt.
Alternativen vs. Gordon’s Gin
Der Gin-Markt in der D-A-CH-Region ist komplett explodiert: Regionale Craft-Gins, mediterrane Varianten, Pink Gin, Sloe Gin, aromatisierte Versionen – du hast die Qual der Wahl. Wie schlägt sich Gordon’s im Vergleich?
- Gegenüber teuren Craft-Gins: Viele moderne Gins setzen auf aufwändige Botanicals, regionale Zutaten und ausgefallene Geschichten. Das ist spannend, aber oft auch teuer – und nicht jeder Drink braucht diese Komplexität. Gordon’s punktet hier mit Preisstabilität und Alltagstauglichkeit. Für den „Signature-Drink“ am Wochenende darf es Spezial-Gin sein – für die sechste Runde G&T am WG-Abend reicht Gordon’s völlig aus.
- Gegenüber extrem günstigen No-Name-Gins: Im absoluten Billigsegment wird es schnell kratzig und eindimensional. Viele Nutzer berichten von „Sprit-Geschmack“ oder Kopfweh-Gefahr. Genau hier setzt Gordon’s sich ab: Er bleibt zugänglich, relativ weich und zuverlässig. Der kleine Aufpreis ist im Glas deutlich spürbar.
- Gordon’s Varianten: Es gibt auch aromatisierte Linien wie Gordon’s Pink Gin oder mediterrane Varianten (Markt abhängig). Sie richten sich an alle, die etwas verspieltere Drinks mögen. Wenn du aber einen Kern-Gin für deine Hausbar suchst, ist der klassische Gordon’s London Dry die solideste Basis.
- Marken wie Beefeater, Tanqueray & Co.: Im direkten Vergleich rangiert Gordon’s geschmacklich eher auf der „straight forward“-Seite, während Tanqueray z.B. oft als etwas komplexer und aromatisch dichter beschrieben wird – dafür meist teurer. Beefeater liegt recht ähnlich, je nach persönlichem Geschmack. Am Ende ist es eine Frage: Willst du maximale Nuance – oder solide Verlässlichkeit zum besseren Kurs?
Wenn man nüchtern auf das Preis-Leistungs-Verhältnis schaut, positioniert sich Gordon’s sehr stark: Er ist selten der beste Gin im Blindtest, aber fast immer der Gin, bei dem alle sagen: „Für das Geld? Ohne Diskussion.“
Fazit: Lohnt sich der Kauf?
Wenn du dir eine Hausbar aufbaust oder einfach nicht mehr riskieren willst, dass dein Gin & Tonic nach enttäuschter Erwartung schmeckt, ist Gordon’s Gin eine erstaunlich clevere Wahl. Er ist der Gegenentwurf zum überinszenierten Lifestyle-Gin: kein Hype, kein „Limited Storytelling“-Bullshit – sondern ein ehrlicher, wacholderbetonter London Dry, der seit Jahrhunderten genau das tut, was er soll.
Du bekommst:
- einen Gin, der in unzähligen Bars als Benchmark läuft,
- ein sauberes, klares Geschmacksprofil für klassische Drinks,
- ein Preisniveau, das auch bei größeren Runden entspannt bleibt,
- und die Sicherheit, dass du ihn überall nachkaufen kannst.
Ist Gordon’s der spektakulärste Gin auf dem Markt? Nein. Ist er vielleicht der vernünftigste Gin für 80 % aller realen Anlässe in deinem Leben? Sehr wahrscheinlich.
Wenn du also das nächste Mal vor dem Gin-Regal stehst und dich fragst, welcher Gin deinen Abend garantiert nicht ruiniert – warum nicht einfach den nehmen, der seit über 250 Jahren genau das zuverlässig verhindert?


