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Googles Auto Browse: KI-Browser eröffnet neue Sicherheitslücken

29.01.2026 - 17:35:11

Googles neuer autonomer Browser-Agent Auto Browse eröffnet laut Sicherheitsexperten gravierende Sicherheitsrisiken wie Indirect Prompt Injection und verwandelt Chrome in ein aktives Werkzeug für Cyberangriffe.

Googles neuer KI-Agent „Auto Browse“ kann jetzt selbstständig im Web handeln – und öffnet damit Tür und Tor für gefährliche Hackerangriffe. Das Update, das diese Woche in Chrome eintrifft, verwandelt den Browser von einem Anzeigeprogramm in einen aktiven Akteur. Sicherheitsexperten warnen jedoch vor gravierenden Risiken, die in der Architektur selbst stecken.

Vom Suchen zum Ausführen: Der Browser als Butler

„Auto Browse“ basiert auf den KI-Modellen Gemini 3 und Gemini Nano. Statt nur Text zu generieren, analysiert die KI Screenshots, erkennt Buttons und füllt Formulare aus. Der Nutzer gibt lediglich ein Ziel wie „Buche den günstigsten Flug“ vor, der Browser erledigt den Rest – inklusive Login und Zahlung.

Diese „Vision-Action-Schleife“ markiert den Sprung vom alten „Search and Click“- zum neuen „Command and Complete“-Modell. Doch die neue Autonomie ist laut Cybersecurity-Forschern das Kernproblem. Wenn der Browser selbst handelt, vervielfachen sich die Angriffsflächen.

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Die unsichtbare Falle: Indirect Prompt Injection

Die größte Gefahr heißt „Indirect Prompt Injection“. Dabei verstecken Angreifer bösartige Befehle auf Webseiten – für Menschen unsichtbar, für die lesende KI aber klar als Instruktion erkennbar.

  • Ein harmloser Nutzerauftrag wie „Fasse diesen Artikel zusammen“ könnte so umfunktioniert werden.
  • Der Agent würde im Hintergrund E-Mails löschen, Phishing-Links öffnen oder Daten stehlen.

Die Sicherheitsstiftung OWASP listet genau diese Manipulation von Agentenzielen in ihren „Top 10“-Risiken für 2026. Frühere Tests zeigten Erfolgsraten für solche Angriffe von über 20 Prozent bei ungeschützten Systemen.

Vollmacht des Browsers wird zur Achillesferse

Ein weiteres strukturelles Risiko ist das „Confused Deputy“-Problem. Der KI-Agent handelt mit den gleichen Rechten wie der eingeloggte Nutzer. Ist man bei der Bank angemeldet, hat auch der Agent Zugriff.

Ein erfolgreicher Angriff bedeutet somit direkten Zugriff auf das Bankkonto – ohne gestohlene Passwörter. Auch der Datenschutz ist ein Thema. Zwar setzt Google auf lokale Verarbeitung mit Gemini Nano. Für komplexe Aufgaben müssen aber oft doch Daten an Server geschickt werden, was potenzielle Lecks schafft.

Googles Schutzversprechen und skeptische Experten

Google betont integrierte Sicherheitsmaßnahmen. Für kritische Aktionen wie Zahlungen soll stets eine manuelle Bestätigung („Human-in-the-Loop“) erforderlich sein. Filter sollen versteckte Befehle auf Webseiten erkennen.

Branchenbeobachter bleiben skeptisch. Kann die KI wirklich zuverlässig zwischen legitimen Anweisungen und bösartigen Injektionen unterscheiden? Die Kreativität der Angreifer wächst oft schneller als die Schutzmechanismen.

Das beginnende Wettrüsten

Die Einführung von „Auto Browse“ leitet ein neues Wettrüsten ein. Während Google seine KI härten muss, werden Kriminelle gezielt „Anti-Agenten“-Webseiten entwickeln. Für Nutzer gilt: Die neue Bequemlichkeit hat ihren Preis. Experten raten, KI-Agenten vorerst keine uneingeschränkten Vollmachten zu erteilen und jede Bestätigungsaufforderung genau zu prüfen.

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