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Google Universal Commerce Protocol: KI wird zur Ladenkasse

16.01.2026 - 01:39:12

Google revolutioniert den Online-Handel mit einem offenen Standard, der KI-gesteuerte Einkäufe direkt in die Suche integriert. Das Universal Commerce Protocol (UCP) soll den gesamten Kundenweg vom Produktfund bis zum Checkout in einer KI-Konversation abbilden – ohne dass Nutzer Googles Ökosystem verlassen müssen.

Die Initiative, diese Woche auf der Einzelhandelsmesse NRF 2026 vorgestellt, ist eine strategische Antwort auf verändertes Nutzerverhalten. Immer mehr Verbraucher entdecken Produkte über KI-Assistenten. Google positioniert sich nun als Infrastrukturanbieter für diesen „agentischen Handel“.

Gemeinsam mit Handelsriesen wie Shopify, Walmart und Target sowie Zahlungsdienstleistern wie Mastercard und Stripe entwickelte Google das Protokoll. Über 20 weitere Marken unterstützen den Standard bereits. Ziel ist eine einheitliche Sprache, mit der KI-Agenten, Händler und Zahlungssysteme kommunizieren.

Für den Handel eröffnet UCP direkten Zugang zu kaufwilligen Kunden auf Googles Plattformen. Integrierte Händler können in KI-Suchergebnissen einen direkten „Kaufen“-Button anzeigen. Persönliche Angebote, wie Neukundenrabatte, lassen sich in Echtzeit während des KI-Chats einblenden. Bezahlt wird mit in Google Wallet hinterlegten Daten; PayPal-Unterstützung folgt.

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Gemini Enterprise für den Handel

Parallel zum Protokoll launchte Google Gemini Enterprise for Customer Experience. Diese Plattform hilft Händlern, eigene KI-Agenten für Einkaufsberatung und Kundenservice einzusetzen. Konzerne wie Kroger und Lowe’s testen die Tools bereits, um Customer Journey und Service zu optimieren.

Der Schritt markiert einen fundamentalen Wandel: Die klassische Abfolge aus Suchen, Website-Besuch und Checkout entfällt. Stattdessen erledigen Verbraucher den Kauf in einem Chat innerhalb von Googles AI Mode oder der Gemini-App. Für Marketingteams bedeutet das eine Neuausrichtung: Relevanz im Konversationskontext wird wichtiger als klassische Werbemethoden.

Chancen, Daten und kritische Fragen

Die Umstellung birgt auch Risiken. Verbraucherschützer warnen vor personalisiertem Upselling, das zur Preismanipulation führen könnte. Google widerspricht: Händlern sei es verboten, auf ihrer eigenen Website niedrigere Preise anzubieten als auf Google. Beim „Upselling“ handele es sich um das Anbieten von Premium-Produkten, nicht um Preiserhöhungen.

Für den Einzelhandel wird eine korrekte Produktdaten-Pflege über Google Merchant Center entscheidend. Nur saubere, vollständige Daten ermöglichen es KI-Systemen, Artikel sicher zu empfehlen und zu verkaufen. Wer hier nachlässig ist, riskiert, in der neuen Handels-Ära unsichtbar zu werden.

Globale Expansion geplant

Der Start konzentriert sich zunächst auf den US-Markt, eine weltweite Ausrollung ist in den kommenden Monaten geplant. Die Roadmap sieht komplexere Funktionen vor: Warenkörbe mit mehreren Artikeln, die Anbindung von Loyalitätsprogrammen sowie Kaufabwicklung mit Bestellverfolgung und Retouren.

Googles Investition in ein einheitliches Protokoll unterstreicht die Überzeugung, dass die Zukunft des Handels agentengesteuert ist. Der Erfolg hängt davon ab, wie schnell Händler den Standard adaptieren und wie Verbraucher auf Einkäufe reagieren, die komplett in einer KI-Konversation stattfinden. Die Grenzen zwischen Suche, Konversation und Handel verschwimmen endgültig.

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