Google Chat: Neue Funktionen für mehr Effizienz und Sicherheit
21.01.2026 - 23:15:12Google stattet seinen Messaging-Dienst mit Nachrichten-Weiterleitung und präzisen App-Berechtigungen aus – ein klarer Schlag im Kampf um den Unternehmensmarkt.
Die Updates, die am 20. Januar 2026 angekündigt wurden, zielen direkt auf zwei Kernbereiche: alltägliche Produktivität und Anwendungssicherheit. Mit der neuen Nachrichten-Weiterleitung können Nutzer Informationen endlich einfach zwischen verschiedenen Chats teilen. Parallel erhalten alle Chat-Apps, die mit Apps Script entwickelt wurden, ein feiner abgestuftes OAuth-Berechtigungsmodell. Dies gibt Nutzern detaillierte Kontrolle darüber, welche Daten Drittanbieter-Apps zugreifen dürfen. Beide Features werden schrittweise für alle Nutzer eingeführt.
Nachrichten-Weiterleitung: Der lange erwartete Produktivitäts-Boost
Google behebt mit diesem Update ein altbekanntes Ärgernis in der Teamkommunikation. Bislang mussten Nutzer für das Teilen von Informationen zwischen Chats zu umständlichen Workarounds wie Kopieren und Einfügen greifen. Die neue Funktion ermöglicht es, Nachrichten aus Direktnachrichten oder Spaces nahtlos in andere Konversationen weiterzuleiten – eine Standardfunktion bei Konkurrenten wie Slack und Microsoft Teams.
Der größte Vorteil: Der Kontext bleibt erhalten. Die weitergeleitete Nachricht zeigt den ursprünglichen Absender, die Quell-Unterhaltung und alle Anhänge an. So erhält der Empfänger ein vollständiges Bild, ohne Mitglied des Original-Chats sein zu müssen. Besonders praktisch: Wichtige Updates aus einem Thread können direkt in den Haupt-Konversationsverlauf eines Spaces verschoben werden.
Die Nutzung ist simpel: Über das Menü einer Nachricht wählt man „Nachricht weiterleiten“ und bestimmt das Ziel. Als Sicherheitsvorkehrung erscheint beim Weiterleiten aus einer Direktnachricht eine Erinnerung, sensible Informationen zu schützen. Die Funktion steht allen Google Workspace-Kunden, Workspace Individual-Abonnenten und Nutzern persönlicher Google-Konten zur Verfügung.
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Granulare OAuth-Berechtigungen: Mehr Kontrolle für den Nutzer
Auf der Sicherheitsseite hat Google sein fein granuliertes OAuth-Zustimmungsmodell ausgeweitet. Bisher mussten Nutzer oft pauschal allen Berechtigungen einer App zustimmen. Jetzt können sie bei der Autorisierung jede einzelne Anfrage separat genehmigen oder ablehnen.
Das bedeutet mehr präzise Kontrolle über die eigenen Daten. Ein Nutzer kann einer App beispielsweise Zugriff auf sein Basis-Profil erlauben, gleichzeitig aber den Zugriff auf Kalender oder Dateien verweigern. Die Änderung betrifft nur neue Autorisierungen; bestehende App-Berechtigungen bleiben unverändert.
Für Entwickler bedeutet dies, dass ihre Apps nun Szenarien handhaben müssen, in denen Nutzer nur einen Teil der angeforderten Berechtigungen erteilen. Google hat seine Entwicklerdokumentation entsprechend aktualisiert, um den Umgang mit diesen granulareren Berechtigungen in Apps Script zu erläutern.
Rollout-Plan und Marktkontext
Google hat einen klaren Zeitplan für die Einführung der Neuerungen vorgelegt:
* Nachrichten-Weiterleitung: Für „Rapid Release“-Domains startete der schrittweise Rollout am 20. Januar 2026 und dauert etwa 15 Tage. Für „Scheduled Release“-Domains beginnt die vollständige Einführung am 11. Februar 2026.
* Granulare OAuth-Zustimmung: Der schrittweise Rollout für alle Domänen begann ebenfalls am 20. Januar 2026.
Die Updates kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Google massiv in seine Workspace-Suite investiert, um mit der Konkurrenz Schritt zu halten. Funktionen wie die Nachrichten-Weiterleitung oder das kürzlich eingeführte Inline-Threading sind entscheidend, um zu etablierten Kollaborationsplattformen aufzuschließen. Der Fokus auf Sicherheit durch präzise Berechtigungen spiegelt zudem einen breiteren Branchentrend zu mehr Nutzerdatenschutz und Transparenz wider – ein wichtiger Vertrauensfaktor für die Nutzung von Drittanbieter-Apps.
Ausblick: KI als nächster Wettbewerbsvorteil
Mit diesen fundamentalen Verbesserungen zeigt Google, dass es Google Chat von einem simplen Messenger zu einer robusten Kollaborationsplattform ausbauen will. In einer Zeit anhaltender hybrider Arbeitsmodelle wächst die Nachfrage nach reibungslosen und sicheren Kommunikationstools stetig.
Der nächste strategische Schritt dürfte in der Leverage von Googles KI-Stärken liegen. Jüngste Updates wie die Terminplanung für Nachrichten oder KI-gestützte Zusammenfassungen deuten auf eine Richtung hin, die intelligente, zeitsparende Features in den Vordergrund stellt. Indem Google einerseits Funktionslücken schließt und andererseits einzigartige, KI-gesteuerte Fähigkeiten einführt, baut der Konzern schrittweise ein überzeugenderes Gesamtpaket für seine integrierte Workspace-Welt.
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